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1. Bundesliga Damen: Klarer 11:2-Heimsieg der Wikinger-Damen

Erneut deutliche Niederlage für MFBC Löwen Ladies Leipzig (1:1; 2:0; 8:1)

(JT) Im stallinternen Duell fertigten die deutschen Meisterinnen erneut die Löwinnen ab. Wie bereits im Hinspiel stand es lange Zeit gut für die Leipzigerinnen, die mit Engagement und viel Glück ein Unentschieden in die erste Drittelpause mitnehmen konnten. Grimma begann erneut druckvoll und es bot sich eine Masse an Chancen. Weder Anne-Marie Mietz, Ulrike Müller, Jennifer Thomas noch Fanny Gatzke oder Sonja Dietel konnten einnetzen.
Beim Abschluss wurde eben erneut gesündigt.

Es berichtet Ralf Kühne:

Es war Verteidigerin Franziska Stöckel vorbehalten, einen Freischlag zum verdienten 1:0 zu versenken (10.). Danach das gleiche Bild: Durch ihre läuferische, aber auch spielerische Überlegenheit konnten sich die Hausherrinnen weiter gute Einschussmöglichkeiten erarbeiten. Ohne zählbaren Erfolg. Vielmehr kam es in der Defensivarbeit zu Auflösungserscheinungen in den Grimmaer Reihen, da alle jetzt das zweite Tor schießen wollten. Dadurch fehlten nach der Balleroberung immer wieder Anspielmöglichkeiten, da die Spielerinnen zu weit auseinander standen. 25 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels ging so ein Ball nach vorn verloren und der Leipziger Kapitän Sabrina Wohlrab nutze diese Chance zum Ausgleich. Daniela Thomas sah bei diesem durchaus haltbarem Schuss auch nicht gerade gut aus.

Im zweiten Drittel kam es neben einer konstant guten Laufarbeit zu einer spielerischen Steigerung. Auch wenn erneut viel an Chancen liegen gelassen wurde, schossen Mietz und Thomas in der 26. und 27. Minute eine klare Führung heraus. Je länger die Spielzeit andauerte desto mehr gerieten die Löwinnen unter Druck. Der Mut des ersten Drittels, die Grimmaerinnen weit in deren eigenen Hälfte zu attackieren, rächte sich jetzt. War man auch bei dieser taktischen Variante läuferisch überlegen, kam jetzt die besser Feinabstimmung in den Linien der Muldestädterinnen zum Tragen.

Im letzten Drittel wurden die sich bietenden Lücken eiskalt genutzt. Was in den ersten zwanzig Minuten nicht gelang, konnte jetzt umgesetzt werden. Mehr Konzentration beim Passen und der Ballmitnahme in der Bewegung sowie ein häufiges Kreuzen und Positionswechseln hinter dem Leipziger Gehäuse brachten die Einschussmöglichkeiten, die jetzt auch genutzt wurden. Zwischen der 41. Minute und der 44. Minute konnte man den Vorsprung auf 7:1 ausbauen. Auch der 7:2-Anschlusstreffer der Gäste konnte der jetzt aufflammenden spielerischen Freude der Grimmaerinnen nichts anhaben. Als Stefanie Reinhardt wegen Stockschlags für zwei Minuten auf die Strafbank musste (52.), erspielte man sich zwei klare Chancen zum Ausbau des Vorsprungs.
Leider vergaben Dietel und Mietz etwas unkonzentriert diese Möglichkeiten. Beide konnten aber dann aus dem normalen Spiel heraus treffen und den Vorsprung ausbauen. Zu guter Letzt musste Gatzke wegen überhartem Körpereinsatz auf die Bank (60.). Jetzt machten es Dietel und Mietz besser und erzielten den 11:2-Endstand.

Für Trainer Ralf Kühne war die Partie ein weiterer Schritt in Richtung Finale. Da mit Juliane Hoffmann und den beiden verletzten Stammverteidigerinnen Antje Schmidt und Sophie Kühne Leistungsträgerinnen fehlten, nutzte Kühne die Chance um Elke Blöhbaum in der Defensive zu testen. Blöhbaum, mit der berühmten Nummer 8 der Ex-Nationalstürmerin Doreen Schubert spielend, konnte überzeugen. „Sehr gutes Spiel von Elke Blöhbaum und man konnte sehen, wie wichtig es ist, den Durchblick zu haben.“, meinte Wikinger-Coach Kühne.

Der spielt darauf an, dass Blöhbaum erstmals mit Kontaktlinsen spielte und damit auch besser auf dem Feld zurechtkam.

„Vielleicht sollten alle mit Sehhilfen spielen, denn dann nutzt man vielleicht auch die vielen 100%igen Tormöglichkeiten besser. Aber man muss sich ja etwas für das Training aufheben.“, schmunzelt Kühne.

Die volle Präsenz der Wikinger-Damen und ihren MFBC-Kollegen ist auch neben dem Parkett gefragt: Am Samstag, den 20.11.2010, präsentieren sich die MFBC‐Teams beim RADIO PSR FAMILIENSPASS auf der Neuen Messe Leipzig. Seien auch Sie dabei und erleben einen Familien‐Tag mit jeder Menge Spaß und natürlich Floorball pur.

Bis zum 05.12.2010 sammelt der MFBC beim „Dosenmarathon“ für bedürftige Menschen Lebensmitteldosen, um diese am 06.12.2010 dem Restaurant des Herzens in Leipzig zu überreichen. Spenden können sowohl bei Spieltagen als auch in den Geschäftsstellen abgegeben werden. Helfen Sie mit!

D. Thomas [T], Rodriguez Rivera, Gatzke (1/2), Naumann, Stöckel (1/0), Straßburger (0/1), Blöhbaum, Döring,
Dietel (3/0) [C], Lucker, Schiller (0/1), Funke, Hahn, Müller, Reinhardt, Mietz (4/2), J. Thomas (2/1)

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