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1. Floorball-Bundesliga Herren: 6:4-Sieg für den MFBC

Man hatte es vorausgeahnt, dass es kein leichtes Unterfangen für die Löwen vom MFBC werden würde, gegen die Aufsteiger aus Lilienthal zu bestehen. Vor gut 100 Zuschauern zeigten die gastierenden Wölfe einen aufopferungsvollen Kampf und fighteten wie gewohnt bis zum Schluss. Abermals sprang jedoch für den TVL nichts Zählbares gegen die erst spät aufwachenden Hausherren heraus. Der MFBC Löwen Leipzig behielt knapp mit 6:4 die Oberhand und rangiert weiterhin auf dem 3. Tabellenplatz der 1. Floorball-Bundesliga. Die Partie am vergangenen Samstag begann in der Kleinen Arena Leipzig gewohnt angriffslustig. Die Löwen drängten die Lilienthaler Gäste weit in deren eigene Hälfte und umspielten die Abwehrreihen. Zu statisch bis –  hin zum völligen Wartezustand – bewegten sich die Offensivkräfte der Hausherren und suchten zu übereifrig den Torabschluss. Der TV Lilienthal besann sich auf das, was er am besten konnte: Verteidigen mit Mann und Maus und schnelle Kontervorstöße. Diese sollten von Erfolg gekrönt sein und fanden ihre Belohnung mit einer 0:2-Führung vorm ersten Pausenabschnitt.

Doch den wesentlich besseren Start im zweiten Spielabschnitt erwischte der amtierende Deutsche Vizemeister. Binnen 23 Sekunden ließen die Löwen erneut den Lochball um das Lilienthaler Quintett laufen. Julle Sumén war es dann, der Sturmpartner Peter Dietel zentral vorm gegnerischen Gehäuse frei stehend erspähte, so dass die Nummer 10 mühelos einschießen konnte. Im Überzahlspiel war es dann Dietel, der Sumén revanchierend den Ausgleichstreffer auflegte. Deutlich lauf- und kombinationsfreudiger präsentierten sich von nun an die MFBCler, hatten die Konterläufe der Gäste besser unter Kontrolle. Von beiden Seiten konnten kräftezehrende Sprintduelle beobachtet werden und zahlreiche Paraden der beiden Torhüter, Lars Schauer für den MFBC und Nils Hallerstede für den TVL. Den längeren Atem hatten jedoch die Löwen, die nach einer sehenswerten Doppelpasskombination zwischen Kapitän Christian Sieber und Peter Dietel sowie durch einen straffen Fernschuss von Nils Knothe ihre Führung auf 4:2 ausbauten. Erst nach einem weiteren Treffer von Sumén und zwei schadlos überstandenen Zwei-Minuten-Zeitstrafen war es den weiterhin fightenden Lilienthalern gegönnt, zum 5:3 anzuschließen. Doch abermals Sumén machte jegliche Hoffnungen der Gäste zunichte und brachte seine Mannen wieder mit 6:3 in Front. Das 6:4 der Niedersachsen knapp 40 Sekunden vor Schluss war nur noch reine Makulatur.
Für die Lilienthaler ist diese Partie abermals ein Spiel ohne drei Zähler auf der Habenseite – trotz erneut großem Kampf gegen ein Team aus dem Tabellenoberhaus. Die Löwen selbst fanden zu spät in ihren Rhythmus und konnten die zuletzt aufgezeigten guten Leistungen am 3. Adventswochenende nicht abrufen. „Wir können nicht bedingungslos angreifen. Wir müssen aus einer sicheren Verteidigung agieren und uns unsere Chancen hart und diszipliniert erarbeiten. Viel Gutes war der Partie nicht abzuverlangen. Lediglich, dass wir 60 Minuten gearbeitet haben und uns weder von Rückschlägen oder Führungen aus der Bahn haben werfen lassen. Unsere Abschlussschwächen sind nach wie vor ein großes Manko. Zwar hat sich die zweite Reihe gleichfalls Chancen erarbeitet, doch bezeichnend ist wieder, dass nur die erste Reihe Tore erzielt. Doch drei Punkte sind drei Punkte!“, zeigt sich MFBC-Trainerin nicht sonderlich zufrieden. Am kommenden Sonntag, den 18.12.2011, gilt es um 16.00 Uhr in der Sporthalle Brüderstraße gegen die Unihockey Igels Dresden schneller in die Gänge zu kommen, um verdient in die kurze Weihnachtspause zu gehen.

MFBC: Matthias Böthgen, Nils Knothe (1 Tor/0 Vorlagen/0´ Strafminuten), [C] Christian Sieber (0/1/0´), Mattias Persson, Peter Dietel (2/3/0´), Christian Faber, Lukas Schönnagel, Christian Hollmichel, Gunnar Pause, Erik Bergström, Nicolas Kujat, Danny Weißwange, Julle Sumen (3/1/0´), Christian Fritsche (0/0/3×2´), [T] Patrick Schmidt, [T] Lars Schauer, Ondrej Kavalir.

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