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1:0 gegen Union Berlin in Leipzig: Hallescher FC steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals

Bis auf kleine Rauchbomben ein vorbildliches SpielLeipzig darf sich auf ein weiteres DFB-Pokal-Spiel des Halleschen FC in der Red-Bull-Arena „freuen“. Der Regionalligist schaffte mit einem 1:0-Sieg gegen den Zweitligisten 1. FC Union Berlin überraschend den Sprung in die Zweite Runde. Dabei nutzte Abwehr-Chef Christoph Klippel die einzige echte HFC-Torchance als er einen Freistoß vom Ex-Leipziger Benjamin Boltze einköpfte. Die Berliner ließen dagegen ihre zahlreichen Chancen ungenutzt. Nun hoffen Hallesche und Leipziger Fußballfans gemeinschaftlich auf einen hochkarätigen Gegner aus der Bundesliga – der FC Bayern München, der FC  Schalke 04 oder Borussia Dortmund kämen da gerade recht.

Viel wichtiger als das überraschende Ergebnis auf dem Rasen, war beim HFC-Gastspiel gegen Union in Leipzig das Verhalten der Fans.  Aufgrund der hohen Sicherheitsstufe waren für dieses Spiel in der mehr als 40.000 Zuschauer fassenden WM-Arena nur 12.500 Fans zugelassen. Insgesamt verfolgten knapp  10.000 Zuschauer das Spiel, die in den ersten 15 Minuten gemeinschaftlich mit einer „Schweige-Viertelstunde“ gegen die hohen Sicherheits-Auflagen protestierten. Nachdem die Fans beider Seiten  ihre Teams 87 Minuten lang mit Sprechchören friedlich nach vorn gepeitscht hatten, drohte das Spiel am Ende doch noch ein Teil der deutschlandweiten Abend-Nachrichten zu werden – Kameras und Mikrofone hatten die zahlreichen Fernseh-Sender aufgrund der erwarteten Ausschreitungen längst in Stellung gebracht – als einige Böller aus dem HFC-Block auf das Spielfeld flogen. Einer explodierte direkt neben dem Union-Torhüter Jan Glinker. Doch nachdem die Ordner im HFC-Block wieder für Ordnung gesorgt hatten, konnte der Schiedsrichter  das Spiel sicher zu Ende bringen.

Vor dem Stadion hatten die insgesamt etwa 1.000 Polizisten einen er ruhigen Abend. Die befürchteten Krawalle blieben glücklicherweise aus. Das Sicherheitskonzept war also erfolgreich. Nun kann die Vorfreude auf das nächste Pokal-Gastspiel des Halleschen FC beginnen.

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