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15 gute Minuten machen Hoffnung

15 gute Minuten machen Hoffnung
61:89 – BBVL geht im letzten Spiel des Jahres in Oberhausen die Puste aus

Stark angefangen, dann eingebrochen und schwach aufgehört. So lautet das Fazit der Bundesliga- Basketballerinnen des BBV Leipzig zum letzten Spiel des Jahres. Bei NB Oberhausen verloren die Eagles am Samstagabend mit 61:89 (33:42). Dabei machten die ersten 15 Minuten der Partie durchaus Hoffnung. Denn da hatte das Team von Trainer Ritz Ingram die Gastgeberinnen fest im Griff. Doch dann ging den Adlern die Puste aus, Fehler häuften sich und das Niederlage wurde deutlich. Damit geht der BBVL als Elfter auf einem Abstiegsplatz in die Weihnachtspause.

„Es fehlen derzeit einfach zu viele Leute“, analysierte Eagles-Coach Ingram. „Umso schöner war es zu sehen, dass wir trotzdem zeitweise mitspielen können.“ Aber die Ausfälle von Katarina Flasarova und Barbora Homolova seien kräftemäßig nicht zu kompensieren gewesen. „Der Einbruch musste kommen, auch wenn 35 Ballverluste am Ende etwas viel ist.“ Allerdings sei Oberhausen sehr motiviert aufgetreten. „Und die Formkurve einiger Spielerinnen zeigt derzeit nach unten, weswegen dieWeihnachtspause rechtzeitig kommt, um neue Kraft zu tanken.“Einer Spielerin bescheinigt Ingram aber explizit eine steigende Form: Christine Grevenstette. „Sie war gut und wird von Woche zu Woche besser“, lobte der 59-jährige Amerikaner. Grevenstette war es auch, der das erste Viertel gehörte. Zehn ihrer insgesamt 18 Punkte erzielte sie dort und war zusammen mit der Ungarin Gina Tajkov der Hauptgrund für die 20:17-Führung nach den ersten zehn Minuten. Und es kam noch besser: Tajkov hatte jetzt ihren Rhythmus endgültig gefunden und sorgte mit einem Dreier für das zwischenzeitliche 27:19 (14.) aus Leipziger Sicht.

„Doch dann sind wir kräftemäßig eingebrochen“, hatte Ingram beobachtet. Es fehlten die Alternativen von der Bank und in Minute 17 übernahmen die Gastgeberinnen erstmals seit dem 2:0 ganz am Anfang wieder die Führung. Dank ihres überragenden Trios Angela Hartill (23 Punkte), Sarah Austmann (20) und Jackie Adamshick (16) bauten sie diese fortan beständig aus und fuhren den Sieg ohne viel Gegenwehr ein.

„Ich hoffe, dass die Verletzten Anfang des neuen Jahres wieder fit sind“, umreißt Ingram seinen größten Wunsch für die Feiertage. „Denn im neuen Jahr sollten noch ein paar Spiele kommen, die wir gewinnen können.“ Bis einschließlich 3. Januar habe er dem Team frei gegeben. „Dann werden wir uns konzentriert vorbereiten.“ Am 9. Januar trifft der BBVL dann im Derby auf den SV Halle (19 Uhr, Sporthalle Brüderstraße).
BBVL: Tajkov 19, Grevenstette 18, Diaz 11, Höfer 7, Ta. Maciej 4, Rösner 2, Van Doorn, Opel, Ti. Maciej.

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