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19. Mitteldeutscher Olympiaball: Tatjana Hüfner liebt Mischung „zwischen Ball und sportlicher Gemütlichkeit

Viermal gewann Rodlerin Tatjana Hüfner zuletzt den Gesamt-Weltcup, und auch in dieser Saison steht die 29-Jährige, die seit 2011 für den BRC 05 Friedrichroda e. V. an den Start geht, nach sieben von neun Rennen wieder vorn. Am Wochenende (9. bis 12. Februar) hat sie bei der Heim-Weltmeisterschaft in Altenberg ihre WM-Titel fünf und sechs gewonnen. Tatjana Hüfner hat beste Erinnerungen an die 1.413 Meter lange Bahn. Zuletzt konnte die dreimalige Weltmeisterin hier zwei Mal in Folge gewinnen. Insgesamt triumphierte die Ausnahmerodlerin hier bei fünf Starts vier Mal.

Sie gehen bei der WM in Altenberg als Titelverteidigerin an den Start. Zählt für Sie beim Saison-Höhepunkt in Altenberg etwas anderes als die Titelverteidigung?
Tatjana Hüfner: „Ich bin in einer guten WM Form und mein Ziel ist es dies am Sonntag mit meinen beiden Rennläufen entsprechend zu zeigen. Das ich durchaus in der Lage bin, mit so einer Form den Titel zu holen, ist mir bewusst. Aber ich konzentriere mich vorwiegend zunächst auf meine eigene Leistung. Und schau wenn ich die gezeigt habe, wo ich stehe.“

Was ist das Besondere an der Altenberger Bahn?
„Der Altenberger Eiskanal ist eine sehr anspruchsvolle Bahn. Sie hat einen sehr hohen Geradenanteil. Das heißt, man muss in den Kurven sehr genau fahren, um den entsprechenden geraden Zug mit in die Geraden zu nehmen. Man muss vom Start weg bis ins Ziel hoch konzentriert sein. Ich mag diese Bahn, sie reizt meinen Perfektionismus.“

Was macht für Sie insgesamt den Reiz des Rodelns aus?
„Für mich ist Rennrodeln zum einen natürlich durch die Geschwindigkeit während der Fahrt und dem Bestreben in jeder Fahrt die Grenzen auszuloten und am Optimum zu arbeiten interessant. Zum anderen liebe ich das vielseitige Training. Es wird nie langweilig beim Training, da wir in jede Richtung ausgebildet sind. Das geht bei der Grundlagenausdauer los über Krafttraining, Ballspiele und verschiedene koordinative Übungen bis hin zur Spezifik.“

Wie ist es derzeit eigentlich um den deutschen Rodel-Nachwuchs bestellt?
„Natürlich könnte es wie in vielen Sportarten besser aussehen. Das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche ist neben dem Sport eben sehr groß. Aber insgesamt sieht man schon, dass immer auch junge, ehrgeizige Rennrodler nachkommen und sich beweisen wollen. Das ist gut und fördert den internen Konkurrenzkampf. Jeder weiß, dass er sich nicht ausruhen darf.“

Am 23. März findet in Leipzig der Mitteldeutsche Olympiaball statt, für den Sie bereits ihr Kommen zugesagt haben. Welchen Stellenwert haben solche Veranstaltungen für Sie persönlich?
„Wenn ich ehrlich bin, bin ich eigentlich kein Fan von solchen Veranstaltungen. Aber der Mitteldeutschen Olympiaball hat mich vor zwei Jahren bereits mit seiner Atmosphäre überzeugt. Die Mischung zwischen Ball und sportlicher Gemütlichkeit macht die Veranstaltung zu einer ungezwungenen und geselligen Veranstaltung.“

Der Mitteldeutsche Olympiaballs steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Olympischen Spiele in London. Interessieren Sie sich auch für Sommersportarten? Wenn ja, für welche?
„Na klar interessiere ich mich auch für Sommersportarten. Handball und Basketball sind schon immer Sportarten gewesen die ich interessiert verfolgt habe. Seit neuesten beobachte ich auch das Rudern sehr gespannt. Vor allem seit Marcel Hacker nun fast ein Nachbar von mir ist.“

In zwei Jahren stehen in Sotschi die nächsten Winterspiele an. Wie sehr haben Sie dieses Highlight bereits im Hinterkopf?
„In einer olympischen Sportart denkt man natürlich im Vier-Jahres Rhythmus. Die Winterspiele 2014 in Sotschi sind also definitiv präsent. Aber der Fokus liegt immer auf dem bevorstehenden Wettkampf.“

Tickets sowie weitere Informationen zum Mitteldeutschen Olympiaball sind unter www.mitteldeutscher-olympiaball.de erhältlich. Die Veranstaltung wird unterstützt von der VNG – Verbundnetz Gas AG, dem Ostdeutschen Sparkassenverband in Kooperation mit der Sparkasse Leipzig und der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, der Schenker Deutschland AG, der Deutschen Solar GmbH sowie der Wernesgrüner Brauerei.

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