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23:28 bei GWD Minden: SC DHfK Leipzig verliert zum Rückrundenauftakt der Bundesliga

Eigentlich wollten die Handballer des SC DHfK Leipzig den traditionsreichen TSV Grün-Weiß Dankersen in der Tabelle auf Distanz halten. Doch die Sachsen haben ihren Rückrundenstart vermasselt und das Bundesligaspiel in Minden mit 23:28 (7:10) Toren verloren. Autsch. Die Ostostwestfalen besaßen am Sonntagnachmittag vor allem den besseren Rückraum und gewannen die Auseinandersetzung völlig verdient.

Die Handballfans werden sich sicherlich erinnern: Im November hatten sich beide Mannschaften eine regelrechte Abwehrschlacht geliefert, die die Leipziger im Schlussspurt mit 21:19 Toren gewannen. Auch dieses Mal fielen am Anfang des Matches nur wenige Treffer. Erst hatte Christopher Rambo die Gastgeber aus dem Rückraum in Führung geworfen, dann Andreas Rojewski, Lucas Krzikalla (nach einer einjährigen Verletzungspause) und Lukas Binder auf der Gegenseite getroffen. Der Spielstand auf der Anzeigetafel lautete 3:4 beziehungsweise 4:5. Allerdings waren in diesem Moment schon 18 Minuten gespielt. „Wir hatten keine gute Angriffseffektivität, zu viele Bälle verworfen und technische Fehler vorn. Das konnte die Mannschaft durch eine ordentliche Deckung und einen Jens Vortmann im Kasten eine Weile kompensieren“, schätzte Chefcoach Christian Prokop ein. Doch unmittelbar vor der Seitenwechsel wurden die Lücken in der sächsischen Abwehr allmählich größer. Das nutzte Aleksandar Svitlica gnadelos aus. Der Rechtsaußen aus Montenegro und Minden erzielte die Treffer acht, neun und zehn seines Teams. Obendrein scheiterte Peter Strosack mit dem Halbzeitpfiff mit einem Siebenmeter an Gerrie Eijlers. Folgerichtig lagen die Leipziger – analog dem Hinspiel – zur Pause drei Tore zurück.

Die Gastgeber bauten diesen Vorsprung in der zweiten Halbzeit kontinuierlich aus. Sie zogen nach dem zwischenzeitlichen 11:10 davon. 14:10, 17:11, 19:13. Die Zuschauer in der proppevollen Kreissporthalle erlebten eine echte Dalibor-Doder-Show. Der schwedische Nationalspieler markierte insgesamt sechs Treffer und setzte auch seine Nebenleute wie Marian Michalczik, Christopher Rambo und Moritz Schäpsmeier immer wieder erfolgreich ein. CCCP konnte in dieser Phase nicht einmal mit der Abwehrleistung seines körperkulturellen Teams zufrieden sein. Allerdings waren noch 15 Minuten zu absolvieren und der 37 Jahre junge Doder legte eine Verschnaufpause ein. Wir erinnern uns: Im November hatten die Leipziger die drohende Niederlage durch eine sensationelle Leistung in der letzten Viertelstunde abwenden können. Es wurde erneut eng. Marvin Sommer schaffte im zweiten Abschnitt ebenfalls sechs Tore. Drei Minuten vor dem Schlusspfiff waren die Leipziger bis auf 25:23 dran, Andreas Rojewski hatte noch einmal getroffen. Prompt beorderten die Mindener ihren überragenden Doder von der Wechselbank auf die Platte zurück, der schließlich die entscheidenden Tore für Rambo und Vizeweltmeister Magnus Gullerud vorbereitete und selber noch mal einnetzte. Das Endergebnis lautete 28:23.

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