Sportive LE Background

Alles Neue aus dem Lager der MFBC Löwen Leipzig

1.Floorball-Bundesliga Herren: MFBC Löwen Leipzig landen verdienten 7:3-Auswärtssieg (2:2; 2:1; 3:0) gegen Bonn – Messestädter wieder auf Play-Off-Kurs
(JT) 4.00 Uhr morgens erreichten die MFBC Löwen Leipzig erschöpft ihre heimischen Nachtlager. Doch alle Strapazen hatten sich am späten Samstagabend gegen Bonn gelohnt und bringen die Messestädter mit Rang 4 sicher in die bevorstehende Meisterrunde und somit wieder auf Play-Off-Kurs. Wie bereits im Hinspiel, welches die Löwen knapp mit 5:4 für sich entscheiden konnten, war es hauptsächlich das Sturmduo Aapo Kärki und Peter Dietel, das die MFBC-Mannen erfolgreich in Front schoss. Verteidiger Olli Jokiranta verletzte sich hingegen schwer am Knie, so dass sein Einsatz im weiteren Saisonverlauf fraglich sein wird.
Es berichtet Tim Hoidis:
Trotz der ermüdenden Anreise begann die Partie am Samstagabend mit einem Leipziger Paukenschlag: Kaum wurden die Starting-Six beider Teams verlesen und das Spiel angepfiffen, flogen dem Bonner Schlussmann sogleich zwei Schüsse der Löwen um die Ohren. Auch der zweite Block begann wie die Feuerwehr und nahm das gegnerische Gehäuse prompt unter Beschuss. Peter Dietel traf nach exakt 31 Sekunden zum ersten Mal ins Schwarze und brachte die Gäste in Führung. Doch auch die Hausherren spielten zielstrebig nach vorne und setzten nun ihrerseits gefährliche Nadelstiche. Ein Schuss (?), ein Pass (?) oder gar ein Lupfer (?) aus der Spielfeldecke fand auf Umwegen den Weg über die Leipziger Torlinie und nach knapp zehn Minuten schossen sich die Bonner zum ersten und einzigen Mal in Führung. Denn spätestens ab dem 2:2-Ausgleichstreffer durch Gunnar Pause erlangten die Löwen zusehends die Kontrolle über das Spielgeschehen. Mit einem leichten Chancen-Plus, aber unverändertem Spielstand, ging es nach 20 Spielminuten in die Kabinen.

Torsten Harnisch besorgte per Fernschuss die erneute Leipziger Führung nach 25 gespielten Minuten. Eine kurz darauf folgende erste Unterzahl-Situation überstanden die Löwen dann schadlos und der Ein-Tore-Vorsprung hatte bis kurz vor Drittelende Bestand. Die Gastgeber ließen jedoch einfach nicht locker und Leipzig war vor dem Bonner Gehäuse noch nicht abgeklärt genug. Auch deshalb musste man sich wieder über den Ausgleich und ein zu enges, sprich dem Spielanteile nicht entsprechendes Resultat, nach dem zweiten Drittel ärgern. Aber immerhin konterte man vorm Pausenpfiff noch zum 4:3-Führungstreffer.

Aber noch viel schwerwiegender für die Leipziger Gemüter war wohl der Ausfall des finnischen Verteidigers Olli Jokiranta. Verfolgt von einem Bonner Stürmer eroberte Jokiranta den Lochball in der Löwen-Ecke und wollte sich mit einem abrupten Richtungswechsel aus dieser befreien. Ohne gegnerischen Einfluss hielt sein Knie der Gegenbewegung nicht stand, so dass der Finne zunächst mit großen Schmerzen und mit Verdacht auf Kreuzbandriss ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Aber die Leipziger rafften sich auf. Jeder Einzelne gab sein Bestes und auch die Auswechselspieler brachten sich in die Partie mit ein und unterstützten die beiden stark improvisierten Leipziger Blöcke. Das letzte Drittel hatte kaum begonnen, da stach das Duo Aapo Kärki und Peter Dietel zum dritten Mal zu. Auch die zweite Unterzahl direkt im Anschluss konnte die konzentriert und engagiert auftretenden Löwen nun nicht mehr vom Kurs abbringen. Als Aapo Kärki dann zur Mitte des Schlussabschnitts sehenswert in den kurzen Winkel einschoss, krönte er seinen überragenden Auftritt an diesem Tage und besiegelte somit wohl bereits den fest eingeplanten Auswärtssieg über den Bundesliga-Aufsteiger. Die im Anschluss eingewechselten Jungspieler Philip Schramm und Max-Richard Finger setzten ihrerseits noch einmal Akzente. Schramm durfte sich knapp fünf Minuten vor Abpfiff über seinen ersten Bundesliga-Treffer zum 7:3 und die endgültige Entscheidung in diesem Spiel freuen.

„Endlich ein Spiel mit einem akzeptablen Resultat! Früher Druck auf die gegnerischen Angriffsbemühungen und die entsprechende Effizienz in der Linie rund um Peter Dietel waren meiner Meinung nach der Schlüssel hierzu. Erwähnenswert ist sicher die Tatsache, dass mit Mattias Persson, Matthias Böthgen, Johann Wiederanders und ab Mitte des Spiels auch Olli Jokiranta auf vier Verteidiger verzichtet werden musste. Im Sturm fehlten ebenfalls Danny Weißwange, Christian Faber und André Mühle. In Vollbesetzung ist da sicher noch mehr drin, das stimmt optimistisch!“, freut sich MFBC-Coach David Makin über das Aufrappeln der Mannschaft. Am kommenden Wochenende pausieren die Bundesligen, aufgrund eines internationalen Wochenendes. Rangierend auf Platz 4 ist der nun angestrebte 3. Platz wieder in greifbare Nähe gerückt, denn bei noch sechs ausstehenden Partien und zwei Punkten Rückstand auf Wernigerode hat man wieder alles selbst in der Hand.

Patrick Schmidt [T], Marco Sachweh [T], Tim Hoidis [C] (0 Tore/2 Assists/0 Strafminuten), Peter Dietel (3/0/2‘), Lukas Schönnagel, Christian Fritsche (0/0/2‘), Aapo Kärki (1/3/0´), Philip Schramm (1/0/0´), Stefan Marklowsky, Wenzel Flemmig, Olli Jokiranta, Paul Mundus, Max Finger (0/0/2‘), Gunnar Pause (1/0/0´), Torsten Harnisch (1/0/0´)

1. Floorball-Bundesliga Damen: MFBC Löwen Ladies Leipzig mit herber 3:12-Niederlage (2:1; 0:5; 1:6) in
Weißenfels

(JT) Das in der Saison der MFBC Löwen Ladies Leipzig irgendwie der Wurm drin steckt, ist kein Geheimnis mehr. Eine Niederlage folgt der nächsten. Somit rangieren die Löwinnen weiterhin auf dem letzten Tabellenrang und haben keinerlei Aussichten mehr, auf eine bessere Platzierung. Lediglich die Pokalrunde lässt noch auf Erfolgserlebnisse hoffen.

Es berichtet Stephanie Eilert:
Eigentlich fing alles ganz gut an: Ordentlich motiviert gingen die Leipzigerinnen in das für sie so wichtige Spiel gegen den UHC Sparkasse Weißenfels. Der erste Sieg der Saison sollte her und das erste Drittel ließ hoffen. So brachte Stephanie Eilert in der 8. Spielminute das Netz der Gastgeber zum Flattern. Nur zwei Minuten darauf erfolgte auch schon das 2:0 durch Sabine Wagner. Durch saubere und konzentrierte Defensivarbeit der Löwinnen konnten die Gastgeber im ersten Drittel lediglich den Anschlusstreffer erzielen. Pausenstand: Löwen Ladies Zwei, Weißenfels Eins – Überraschung auf Seiten der Gastgeber und riesen Freude auf Seiten der Leipziger. Doch bereits nach zwei Minuten im zweiten Drittel der Rückschlag: Weißenfels glich zum 2:2 aus, worauf der Widerstand der bisher starken Leipzigerinnen gebrochen schien. Die Gastgeber spielten sich ein und verzeichneten in den folgenden 40 Minuten weitere zehn Torerfolge. Ein Spiel, in dem die Leipziger hart kämpften und das erste Drittel als Motivation für die kommenden Spiele mitnehmen können.

Claudia Mende [T], Stefanie Eilert (2 Tore / 0 Vorlagen / 0 Strafminuten), Sabine Wagner (1/0/0´), Daniela Kolbe (0/1/0´), Ira Fochtmann (0/1/0´), Lisa Glaß, Theresa Ackermann, Romy Manteufel [C], Melanie Terei, Johanna Kauschke, Anja Riedel, Cindy Höhne, Alexandra Nickel, Antje Langlotz

2. Floorball-Bundesliga Herren: Wikinger mit erneut deutlicher Niederlage gegen Döbeln

(JT) Am Samstag reisten die Wikinger zum Ligafavoriten nach Döbeln. Im Hinspiel musste man sich noch in der Brüderstraße mit 14:2 geschlagen geben. Ziel war es also mit viel Spaß und Freude ein schönes Spiel abzuliefernund den Gegner das ein oder andere Mal zu ärgern. Doch erneut musste man eine herbe 11:4-Klatsche (4:0; 5:4; 2:0) hinnehmen.

Es berichtet Mathias Digulla:
Das erste Drittel begann sehr geordnet aus Sicht der Wikinger. Coach Silke Unger hatte ihre Mannen gut eingestellt. Doch in der 5. Minute musste man das erste Gegentor hinnehmen. Das erste Unterzahlspiel konnte man noch ohne Gegentreffer überstehen, doch beim zweiten gelang es den Döbelnern auf 2:0 zu erhöhen. Es folgten zwei weitere Tore, so dass man mit 4:0 in die erste Drittelpause ging.
Das zweite Drittel begann wie das erste aufhörte, die Ab- und Gegenwehr schien gebrochen. Nach sieben gespielten Minuten stand es 7:0 und es drohte eine herbe Klatsche. Doch mit dem ersten Tor für die Wikinger durch Marc Stranzky wurden die Wikinger wieder wach. So konnte man in den folgenden zehn Minuten drei weitere Tore erzielen. Die Döbelner waren zu dieser Phase des Spiels sehr unsicher, doch ein weiterer Treffer kurz vor Drittelende sorgte wieder für ein wenig Ruhe.

Im letzten Drittel ging man weiterhin hoch konzentriert zur Sache. Die Wikinger ließen nur noch wenige Chancen zu und so konnten die Gastgeber lediglich zwei weitere Treffer erzielen. Leider gelang den Wikingern kein weiterer Torerfolg. Am Ende gewann der UHC zwar hoch verdient, aber die Wikinger haben im zweiten Drittel gezeigt, dass vielleicht auch mehr möglich gewesen wäre. Positiv zu erwähnen ist wieder einmal Torhüter Tristan Fehling, der einen super Job gemacht hat und weiterhin viele Einschussmöglichkeiten der Döbelner vernichtete.

Marc Stranzky (1 Tor / 0 Assists / 0 Strafminuten), Elias Beyer (0/0/2´), Eric Möller [C] (0/1/0´), Marcus Navarro-  Rodriguez, Christopher Meyer, Jan Siebenhüner (2/0/2´), René Röder (0/0/2´), Johannes Grund, Tom Blochwitz, Mathias Digulla (1/2/0´), Tristan Fehling [T]

Ihre Kommentar