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Annett Böhm beende Judo-Karriere und widmet sich dem Beruf

15 Jahre lang stand sie fast täglich auf der Matte, Anfang Dezember hat Annett Böhm ihre Judo-Karriere endgültig beendet und wechselt die Seiten. „Ich habe eine neue Herausforderung für mich entdeckt, den Sportjournalismus. Deswegen ist es jetzt an der Zeit, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen“, so die 29-jährige Olympia-Dritte von 2004, die gleichzeitig verspricht: „Ich bleibe dem Sport erhalten, aber eben auf der anderen Seite des Mikrofons.“

Bereits seit dem fünften Platz bei den Olympischen Spielen in Peking forcierte Annett Böhm ihre Karriere nach dem Sport, schloss ein Journalistik-Fernstudium erfolgreich ab, absolvierte gleichzeitig Praktika in den Sportredaktionen des ZDF, MDR und der dpa. „Diese Arbeit hat mir wirklich riesigen Spaß gemacht. Es ist unheimlich spannend, jetzt auf der anderen Seite des Mikros zu stehen“, erklärt die Kämpferin des JC Leipzig, die die verpasste Medaille von Peking immer noch wurmt: „Wenn ich voll konzentriert durchgezogen hätte, hätte ich Gold holen können. Aber jetzt ist es leider nicht mehr zu ändern.“ Jetzt konzentriert sich die in Meerane geborene Wahlleipzigerin auf ihrer Karriere neben der Matte. Seit Februar leitet Annett Böhm die Sportredaktion von „Radio Mephisto“.

Die Liste der Judo-Erfolge der 29-jährigen ist lang. Neben Olympiabronze 2004 und WM-Bronze 2003 sammelte sie mehrere deutsche Meistertitel und zahlreiche Podest-Platzierungen bei Weltcups. Außerdem führte sie die Bundesliga-Frauen des JC Leipzig 2004 zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft. Während ihrer Karriere hatte sie allerdings auch mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen, war u.a. nach den Olympischen Spielen in Peking wegen einer Fußverletzung ausgefallen.

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