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Bittere Niederlage für BBVL

Bittere Niederlage für BBVL

Eagles verlieren nach 16-Punkte-Führung gegen Freiburg noch 74:76 Kurz nach Abpfiff herrschte Fassungslosigkeit. Während die gut 250 Anhänger der Bundesliga- Basketballerinnen des BBV Leipzig am Samstagabend in der Sporthalle Brüderstraße mucksmäuschenstill verharrten, feierten die Spielerinnen des USC Freiburg lautstark. Der Grund dafür: Die Eagles hatten die Gäste in der ersten Halbzeit bei nur 24 Punkten gehalten und waren danach bis auf 16 Zähler enteilt; am Ende aber stand dennoch eine 74:76 (24:34)-Niederlage zu Buche. Besonders bitter für den BBVL: Dadurch stehen sie nun auf einem Abstiegsplatz.

„Wir haben das Spiel verschenkt“, war Eagles-Coach Ritz Ingram bedient. „Wir waren besser als Freiburg, aber nicht in der Lage das 40 Minuten aufs Parkett zu bringen.“ Sein Team hätte sich bei 28 Ballverlusten einfach viel zu viele unnötige erlaubt. „Mal haben wir zu nah am Gegenspieler gedribbelt und uns so den Ball klauen lassen oder es wurden hohe, lasche Pässe gespielt, die abgefangen wurden – unglaublich.“ Eine mögliche Ursache dafür nannte Tanja Maciej, einer der beiden neuenMannschaftskapitäne: „Wir haben uns Mühe gegeben, aber das reicht halt nicht. Dass wir letztlich noch verloren haben, ist für mich eine Sache der Einstellung.“

Damit könnte sie recht haben. Schließlich gewannen die Adler die beiden ersten Viertel (19:12, 15:12) und hielten Freiburg in einer von Fehlern auf beiden Seiten geprägten Partie in Schach. Das Ergebnis: eine aufgrund des Kampfgeistes verdiente 34:24-Führung zur Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel wurde das Niveau besser, wovon die Gastgeberinnen dank guter Defense und daraus resultierender einfacher Punkte profitierten. Bis auf 16 Zähler setzte sich der BBVL ab (45:29, 25. und 47:31, 27.).

Doch dann kam Bruder Schlendrian.

Locker, fahrlässig, ja zum Teil überheblich wurden Schnellangriffe nun mit Sprungwürfen abgebrochen. Oft vergeblich. Dann wieder sollte der Ball möglichst schön in den Korb hineintragen werden. Statt einfach abzuschließen, wurde bis zum Erbrechen gepasst. Meist mit dem Ergebnis, dass das orange Leder im Aus oder in den Armen des Gegners landete. Angeführt von der erfahrenen Mirna Paunovic (19 Punkte) setzte Freiburg zum Schlussspurt an und ging durch Charmaine Callahan (13) erstmals nach über 30 Minuten wieder in Front (58:57, 34.). Zwar entwickelte sich nun ein munterer Schlagabtausch, doch die Eagles verkrampften zusehends. Kurz vor Schluss war es erneut Callahan, die den Adlern mit einem Dreier zum 76:74 das Genick brach. Denn der letzte Angriff von Carmen Guzman verfehlte das Ziel. Der Rest war Fassungslosigkeit.

BBVL: Guzman 20, Tajkov 18, Flasarova 14, Diaz 8, Höfer 7, Homolova 4, Grevenstette 2, Van Doorn 1, Rösner, Ta. Maciej, Opel, Ti. Maciej.

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