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Nachwuchs-Bogenschütze von MoGoNo Leipzig: Moritz Neubert

Moritz Neubert wirkt zufrieden und äußerst ausgeglichen. „Bogenschießen macht mir unheimlich viel Spaß. Ich kann mich dabei richtig entspannen und abschalten“, schwärmt das 13-jährige MoGoNo-Talent, das zweimal in der Woche auf dem Platz an der Wettiner Brücke die Scheiben ins Visier nimmt. Erst seit zwei Jahren ist der Achtklässler beim Bogenschießen, dennoch kann er bereits eine beachtliche Erfolgsbilanz vorweisen: zahlreiche Medaillen bei Sächsischen Landesmeisterschaften, Platzierungen im Vorderfeld bei Deutschen Meisterschaften. Und die nächsten Höhepunkte stehen bereits kurz bevor. Am Sonntag (22. August) will sich Moritz Neubert bei den Deutschen Meisterschaften des Deutschen Schützenbundes (DSB) auf der Insel Fehmarn „einen Platz im Vorderfeld erkämpfen“, am ersten September-Wochenende stehen die Titelkämpfe des Konkurrenzverbandes Deutscher Bogenschützen-Verband (DBSV) auf dem Programm. „Die Konkurrenz wird auch immer stärker. Mal schauen, wie es läuft“, stapelt Moritz Neubert, der als eines der größten sächsischen Bogensport-Talente gilt, tief – und das aus gutem Grund: „Ich hab in den Sommerferien eine lange Auszeit gehabt. Erst war ich drei Wochen im Urlaub, dann hab ich ein paar Mal Training gehabt und dann war ich noch einmal zwei Wochen im Urlaub. Ich muss jetzt erst wieder richtig reinkommen“, erklärt der 13-Jährige, der trotz seines jungen Alters bereits seine zweite sportliche Karriere absolviert.

Denn bevor er vor zwei Jahren den Weg zu den Bogenschützen der SG Motor Gohlis Nord fand, war er bereits fünf Jahre lang erfolgreich als Turner aktiv. „Das war mir irgendwann aber zu anstrengend. Deshalb hab ich dann aufgehört, obwohl ich eigentlich ganz erfolgreich war“, erinnert sich der Teenager: „Eigentlich wollte ich dann zu Armbrustschießen gehen, leider gab es dafür in Leipzig keinen Verein. Deshalb bin ich dann zum Bogenschießen gegangen. Das ist weniger anstrengend als Turnen.“ Den ersten Kontakt mit Pfeil und Bogen hatte der Leipziger bereits im zarten Alter von sieben Jahren. „Da hab ich das Ganze mal auf einem Wochenmarkt probiert, aber da war ich noch nicht so stark. Deshalb sind die Scheiben immer an der Scheibe vorbeigeflogen“, schmunzelt Moritz Neubert beim Gedanken an seine ersten Schieß-Versuche. Heute finden die meisten seiner Pfeile den Weg  in die Mitte der Scheibe. Darauf hofft er auch bei den anstehenden Großereignissen, die er völlig unaufgeregt und selbstbewusst angeht: „Aufgeregt bin ich vor Wettkämpfen schon lange nicht mehr. Beim Turnen hab ich ja auch viele Wettkämpfe gehabt, deshalb ist das nichts Neues für mich. Wichtig ist, vor jedem Schuss ganz ruhig zu sein. Das kann ich ganz gut. Jetzt muss ich nur noch lernen, wirklich jeden Schuss in die Mitte zu bringen, aber daran arbeite ich.“

Andreas Wendt

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