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Das Ortsderby zum Oberliga-Auftakt !!!

Einen ausgewiesenen Sinn für den größtmöglich bühnengerechten Start in die Punktspielsaison 2010/11 haben die Spielansetzer des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) bewiesen. Am gestrigen Mittwochnachmittag übermittelte Staffelleiter Klaus Ebeling den 16 Vereinen den aktuellen Staffelspielplan der NOFV-Oberliga Süd. Und was vor allem die Vorfreude – nicht nur auf Probstheidaer Seite – gleich in knisternde Spannung steigen lässt, ist die unter der nüchternen offiziellen Spielkennung „890011004“ firmierende Begegnung des 1. Spieltages: Gleich zum Auftakt wartet das seit Jahr und Tag mit heißer Spannung erwartete Leipziger Ortsderby zwischen dem 1. FC Lok und dem FC Sachsen in der nunmehr umgetauften Red-Bull-Arena. Die zweite frohe Kunde dabei: Die Blau-Gelben genießen am Sonntag, 08.08.2010, um 14 Uhr Heimrecht. „Jetzt wissen wir Bescheid, haben den 8. August und das Kuriosum FC Sachsen registriert und werden das mit voller Überzeugung angehen“, sagte Cheftrainer Achim Steffens in einer ersten Reaktion zur Ansetzung und ergänzte: „Das Spiel elektrisiert die Stadt, die Fans, die Vereine – schon immer und bis in alle Zeit. Es gilt kein Bangemachen. Wir sind in der Vorbereitung, man sieht, wo es fehlt. Uns bleiben noch vier Wochen Zeit, die wir intensiv nutzen werden.“

Loks designierter Kapitän Thorsten Görke schmunzelte: „Das Spiel lässt sich logischerweise irgendwann nicht mehr vermeiden. Nein, im Ernst: Wenn diese Nachricht nicht aus jedem den letzten Schub an Ansporn für die anstrengende Vorbereitung herauskitzelt, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Wir freuen uns alle riesig darauf. Uns erwartet eine großartige Kulisse, die tolle Atmosphäre und natürlich ein leidenschaftliches Spiel. Dass wir mit einem Heimspiel beginnen, ist umso schöner für uns.“ Trotz so mancher zurückliegender Erfahrung in Duellen mit den Leutzschern ist die positive Aufregung beim 33-jährigen Rückkehrer und Routinier ungebrochen: „Ich habe schon einige Derbys mitgemacht, aber es ist für jeden Spieler immer wieder etwas ganz Besonderes, dabei auflaufen zu können. Und die Monate bis zum Rückspiel können lang werden – da will niemand Tag für Tag an eine Niederlage im Ortsderby erinnert werden. Der Reiz für Mannschaften und Fans ist ungebrochen, wir müssen uns nur die Zuschauerzahlen der letzten Saison anschauen“, erläuterte der Defensivspieler die ungebrochene Anziehungskraft des Duells Blau-Gelb gegen Grün-Weiß. Zum 0:0 am Saisonanfang Ende August 2009 waren knapp 15.000 Zuschauer in die auf den Rängen von blau-gelben Farben dominierte WM-Schüssel geströmt. Die aufkeimende Hochstimmung angesichts der Ansetzung hat dementsprechend auch um den Leutzscher Alfred-Kunze-Sportpark keinen Bogen geschwungen. „Ein Spiel zu einem Zeitpunkt, wie er doch besser nicht sein könnte. Genial“, brachte es FCS-Cheftrainer Dirk Heyne auf den Punkt: „Der Reiz und alles, was zu diesem Derby dazugehört, hat für uns fast den Stellenwert, als würden wir im DFB-Pokal gegen einen Bundesligisten antreten.“

12.549 Fans hatten sich – unter anderem trotz der sportlichen Talfahrt des 1. FC Lok – auch das Rückspiel vor gut drei Monaten nicht entgehen lassen. Lok-Mittelfeldspieler Reimund Linkert erlebte jenes letzte Aufeinandertreffen Anfang April im Zentralstadion mittendrin im Geschehen auf dem Rasen. „Diese Wahnsinnskulisse bleibt hängen und hat Lust auf mehr gemacht.“ Es herrschte prächtige Stimmung im weiten Rund, beide lieferten sich einen großen Kampf bis zum Abpfiff, Jan Evers hielt einen Elfmeter von Daniel Heinze, nachdem Anton Köllner zuvor einen Ball mit der Hand von der Linie kratzte und dafür die Rote Karte sah.  Allein – wie schon im Hinspiel -, es fehlten (nur) die Tore. Der neuerlichen immensen Vorfreude aller Beteiligten schadet das selbstverständlich in keinster Weise. Reimund Linkert schloss sich seinen Vorredner nahtlos an: „Einen besseren Auftakt kann es doch gar nicht geben. Gute Spiele kommen nie zu früh. Wir werden uns voll konzentriert und fokussiert darauf vorbereiten. Dieser Gradmesser wird zeigen, wo wir stehen.“ Also dann, es ist angerichtet. Der Countdown läuft!

Die Oberliga-Hinrunde des 1. FC Lok in der Übersicht:

1. Spieltag: So, 08.08.2010, 14 Uhr
1. FC Lok – FC Sachsen (Red-Bull-Arena)

2. Spieltag, Wochenende 21/22. August:
VfB Auerbach – 1. FC Lok

3. Spieltag, Wochenende 28/29. August:
1. FC Lok – 1. FC Magdeburg II

4. Spieltag, Wochenende 4/5. September:
Borea Dresden – 1. FC Lok

5. Spieltag, Wochenende 11/12. September:
1. FC Lok – FSV Zwickau

6. Spieltag, Wochenende 18/19. September:
Wacker  Gotha – 1. FC Lok

7. Spieltag, Wochenende 25/26. September:
1. FC Lok – Budissa Bautzen

8. Spieltag, Wochenende 2/3. Oktober:
Germania Halberstadt – 1. FC Lok

9. Spieltag, Wochenende 16/17. Oktober:
Chemnitzer FC II – 1. FC Lok

10. Spieltag, Wochenende 23/24. Oktober:
1. FC Lok – FSV Luckenwalde

11. Spieltag, Wochenende 30/31. Oktober:
FC Erzgebirge Aue II – 1. FC Lok

12. Spieltag, Wochenende 6/7. November:
1. FC Lok – SG Dynamo Dresden II

13. Spieltag, Wochenende 13/14. November:
Carl Zeiss Jena II – 1. FC Lok

14. Spieltag, Wochenende 27/28. November:
1. FC Lok – Rot-Weiß Erfurt II

15. Spieltag, Wochenende 4/5. Dezember:
VfL Halle 96 – 1. FC Lok

16. Spieltag, Wochenende 11/12. Dezember:
FC Sachsen – 1. FC Lok (Red-Bull-Arena)

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