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Der Leipziger Christoph Herzog hofft bei der Sitzvolleyball-WM in den USA auf eine Medaille

Die Vorfreude war ihm bereits vor einigen Tagen deutlich ins Gesicht geschrieben, jetzt wird es ernst. Am Sonntag (11. Juli) um 9 Uhr startet für Sitzvolleyballer Christoph Herzog und seine Mitspieler der deutschen Nationalmannschaft mit dem Spiel gegen Nobody Indien die Weltmeisterschaft in Oklahoma (11. bis 18. Juli 2010). Es ist eine richtungsweisende WM. „Wir wollen unbedingt eine Medaille gewinnen. Damit würden wir uns direkt für die Paralympics 2012 in London qualifizieren“, blickt der 26-Jährige vom Behindertensportverein Leipzig, der zum ersten Mal in seinem Leben in Amerika ist, auf den Jahres-Höhepunkt voraus. „Es wird zwar schwer, aber die Chance ist da. Wir haben ein starkes Team zusammen.“ Zu diesem 12-köpfigen deutschen WM-Team um den holländischen Trainer Jouke de Haan gehören mit Benjamin Oesch, Alexander Schiffler und Torben Schieve neben Christoph Herzog noch drei weitere Leipziger.

Dass die Akteure aus der Messestadt auch in der Nationalmannschaft den Ton angeben, ist kein Wunder. Schließlich gehört Leipzig seit vielen Jahren gemeinsam mit Berlin und Leverkusen zu den großen Sitzvolleyball-Zentren. Im vergangenen Jahr feierte das Team des BV Leipzig den Deutschen Meistertitel. Als Beweis für den gestiegenen Stellenwert innerhalb des städtischen Sports belegten die Leipziger Sitzvolleyballer bei der Leipziger Sportlerwahl Platz drei. „Den nächsten Schritt nach vorn würden wir mit der Ernennung zum Stützpunkt machen. Damit würden wir auch in den Genuss von Fördergeldern kommen“, erklärt Christoph Herzog: „Allerdings ist noch nicht klar, wann die Stützpunkte vergeben werden.“

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