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Eagles vernaschen Wildcats

Eagles vernaschen Wildcats

BBVL überzeugt beim 87:65 gegen Wolfenbüttel durch Teamgeist und eine starke Defense Totgesagte leben länger: Die Bundesliga-Korbjägerinnen des BBV Leipzig haben sich durch einen beeindruckenden Sieg über Favorit Wolfenbüttel zurückgemeldet. Am Samstagabend vernaschten die Eagles die Wildcats regelrecht und gewannen verdient 87:65 (45:29). Dabei präsentierte sich das Team von Trainer Ritz Ingram den 400 Zuschauern in der Sporthalle Brüderstraße in allen Belangen stark verbessert und hält so Anschluss an die Playoff-Plätze. Der Weg zum zweiten Erfolg dieser Saison führte letztlich über Teamgeist und eine starke Defense.

Wie schon beim Pokalspiel war Gina Tajkov auch gegen die ersatzgeschwächte Wildcats (Sabrina Scott und Suska Berger fehlten) mit 24 Punkten Top-Scorerin der Partie und verwandelte dabei über
70 Prozent ihrer Würfe. Dennoch stellte sie andere Dinge in den Vordergrund. „Wir haben als Team unsere Reboundarbeit verbessert, aggressiv verteidigt und insgesamt weniger Fehler gemacht“, so die 23-jährige Ungarin zu den Gründen für den deutlichen Sieg. „Ich denke, der Knoten ist geplatzt.“ Ein
weiteres Indiz dafür: Katarina Flasarova, mit 1,71 m eine der kleinsten im Team, sicherte sich allein acht Abpraller und war damit beste Rebounderin des BBVL.
Auch wenn Coach Ingram der Analyse seiner Top-Scorerin im Großen und Ganzen zustimmte, ist er nicht ganz so euphorisch. „Wir haben unseren Plan in der Defense gut umgesetzt“, sagte der 59-jährige Amerikaner. „Aber wir haben trotzdem noch iniges an Arbeit vor uns.“ Diese Partie sei nicht mehr als ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. „Da geht noch mehr.“

Was gehen kann, zeigten die Eagles nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (23:23). Über fünf Minuten ließen die Gastgeberinnen keinen Korb zu und legten damit den Grundstein ihres 9:0-Laufes.

Die zwei Punkte, die Gäste-Centerin Jessica Höötmann dann erzielte, blieben ein Strohfeuer. Denn Carmen Guzman, Tanja Maciej und Jenny van Doorn antworteten mit weiteren sieben Zählern in Folge. Das 22:6-Viertel aber krönten ein Block der eingewechselten Anna Opel gegen Nationalspielerin Alex Müller und fünf sehenswerte Punkte von Gina Tajkov zum 45:29-Halbzeitstand.
Doch das schien für die neue Anzeigetafel in der Brüderstraße zu viel zu sein. Sie gab ihren Geist auf
und die Partie musste mit einer manuellen Anzeige fortgesetzt werden. Aber selbst davon zeigte sich die Ingram-Fünf unbeeindruckt und baute ihren Vorsprung zunächst weiter aus (51:30, 24.). Dann aber kämpfte sich Wolfenbüttel wieder heran, kam aber nie näher als zehn Punkte, was auch daran lag, dass die Eagles stets die passende Antwort parat hatten. Eine Leistung, die Fans wie Mannschaft Mut machen sollte für das nächste Spiel am Sonnabend in Herne (18 Uhr).

BBVL: Tajkov 24, Guzman 18, Diaz 16, Flasarova 13, Höfer 6, Homolova 4, Rösner 2, Van Doorn 2, Maciej, Ta. 2, Opel, Maciej, Ti, Jasiunskaite.

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