„Einige Nachwuchsläufer starten beim Rollski-Weltcup!“
Janko Neuber, der Heimtrainer der sächsischen Skilanglauf-Aushängeschilder René Sommerfeldt und Tom Reichelt am Stützpunkt Oberwiesenthal, ist seit März auch Frauen-Bundestrainer. Mit seiner Oberwiesenthaler Trainingsgruppe absolvierte der 37-Jährige in dieser Woche ein dreitägiges Trainingslager am Markkleeberger See, bei dem unter anderem Einheiten auf Rollskiern und eine Kanufahrt auf dem Programm standen.
Frage: „Warum haben Sie sich den Markkleeberger See für das Trainingslager ausgewählt?
Janko Neuber: „Ich war letztes Jahr schon mal im Kanupark, die ganze Gegend hatte mir sehr gut gefallen. Der Markkleeberger See ist ideal für ein solches Trainingslager, wirklich eine herrliche Ecke. Hier gibt es jede Menge Möglichkeiten, das Training abwechslungsreich zu gestalten, zum Beispiel mit Kanu fahren. Man muss also für ein Trainingslager nicht immer weit weg fahren.“
Vom 17. bis 19. Juli findet am Markkleeberger See der FIS Rollski-Weltcup statt. Werden einige Ihrer Schützlinge hier an den Start gehen?
Janko Neuber: „Auf jeden Fall! Der eine oder andere Nachwuchsläufer wird sicher die Chance nutzen und sich beim Rollski-Weltcup mit der Weltspitze messen. Vor allem der Sprintwettbewerb ist für die Jungs als intensives Training sehr interessant. Ich bin gespannt, wie sie sich dort schlagen. Schließlich bekommen sie es dort mit starken Rollski-Spezialisten zu tun.“
Seit März sind Sie neben Ihrer Tätigkeit als Stützpunkttrainer in Oberwiesenthal auch Frauen-Bundestrainer. Was reizt Sie als junger Trainer an dieser Aufgabe?
Janko Neuber: „Die Mädels sind in der vergangenen Saison eindeutig unter Wert geschlagen worden. Der Reiz ist, den Trend umzukehren und wieder erfolgreicher zu sein. Ich bin mir bewusst, dass die Erwartungen gerade in der Olympiasaison sehr hoch sind. Für mich ist es jetzt eine völlig neue Aufgabe. Als Stützpunkttrainer bin ich jeden Tag mit den Athleten zusammen. Als Bundestrainer muss ich die Zusammenarbeit zwischen den Heimtrainern koordinieren.“
Wie wollen Sie die Frauen wieder dauerhaft in die Erfolgsspur zurückzuführen?
Janko Neuber: „Es führt kein Weg an hohen Trainingsumfängen vorbei, da bin ich mir mit Cheftrainer Jochen Behle einig. Wichtig ist, dass das Training vielschichtig und gleichzeitig effektiv ist. Natürlich soll das Training auch Spaß machen. Aber wichtig ist, dass es im Winter bei den Wettkämpfen Spaß macht und wir erfolgreich sind.“
Was heißt aus Ihrer Sicht „erfolgreich“ im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2010 in Vancouver?
Janko Neuber: „Claudia Künzel hat sicher auch in Vancouver gute Chancen auf vordere Plätze, die Staffel ist immer für eine Medaille gut. Ansonsten ist es bei den Frauen gerade im Nachwuchs ziemlich schwer. Wenn bei den Frauen jemand ausfällt, gibt’s Probleme. Für René Sommerfeldt wird es sicher die letzte Saison werden, auch er kann in Vancouver zum Abschluss seiner Karriere noch einmal eine Medaille gewinnen.“










