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Expedition patagonisches Inlandeis 2009

Expedition patagonisches Inlandeis 2009

Nach 20 Tagen auf dem Eis, ist die Expedition der beiden Leipziger Abenteurer Georg Sichelschmidt und Dr. Olaf Rieck, über das südpatagonische Inlandeis erfolgreich in El Chalten (Argentinien) zu Ende gegangen.

Am 14. Oktober wurden die beiden Abenteurer an einem einsamen Strand im chilenischen Teil von Patagonien von einem einheimischen Fischer abgesetzt. Ziel ihrer Expedition war der 160 Kilometer entfernte Fitz Roy – ein gewaltiger Granitriese der aus dem südpatagonischen Inlandeis herausragt und im kommenden Jahr von Dr. Olaf Rieck bestiegen werden soll.

Die ersten Tage waren die schwersten der Expedition, denn es musste die ganze Ausrüstung und das Essen für 25 Tage im Rucksack durch extrem unwegsames Gebiet auf den Jorge-Mont Gletscher gebracht werden, der den Zugang zum Inlandeis ermöglichen sollte. Ganze fünf Tage brauchen die beiden um eine Strecke von nur 13 Kilometern zurückzulegen.

Nachdem der Gletscher erreicht war, ging es auch nicht viel schneller voran, denn gefährliche Gletscherspalten und schlechte Sicht sorgten dafür, dass das Vorankommen extrem mühsam wurde. So mussten mehrere Tage wegen schlechten Sichtverhältnissen im Zelt ausgesessen und an anderen Tagen nach nur wenigen Stunden wegen Sturm das Zelt wieder aufgebaut werden.

Nach weiteren fünf Tagen war aber auch diese Schlüsselstelle geknackt und das Plateau auf 1500 m.ü.M. erreicht. Zwei herrliche Schönwettertage bescherten der Expedition ein gutes Vorankommen. Sogar die Segel konnten immer wieder eingesetzt werden. Strecken bis zu 29 Kilometern wurden dadurch möglich. Nach weiteren sechs Tagen passierte die kleine Expedition die Granitriesen Fitz Roy und Cerro Torre, die sich aber lange hinter dichten Wolken versteckten. So konnte Olaf Rieck schon auf dieser Expedition sein nächstes Ziel – die Besteigung des Fitz Roys – bewundern. Nach diesem Erfolgserlebnis lag die letzte große Hürde vor dem Team: Der Abstieg über den Paso del Viento, der seinem Namen alle Ehre machte. Extrem starke Windböen sorgten dafür, dass der Transport der Ausrüstung nach El Chalten (Argentinien) zu einem letzten Kraftakt wurde. Erst vier Tage später konnte der kleine Ort erreicht werden wo es nach fast drei Wochen wieder eine Dusche, ein Bier und richtiges Essen gab.

Das Tagebuch der Expedition mit den täglichen Berichten Das Tagebuch der Expedition mit den täglichen Berichten können Sie unter: www.expedition.quanok.com auch weiterhin einsehen.

Georg Sichelschmidt

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