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Gesundheitscheck vor dem Uni-Jubiläumslauf Prag–Leipzig

Anlässlich des 600-jährigen Jubiläums der Universität Leipzig findet vom 3. bis 7. Juni ein Jubiläumslauf von Prag nach Leipzig statt. Er erinnert an den Weg der Gründer der Uni Leipzig, die 1409 diese Strecke zu Fuß zurücklegten. Die sportmedizinische Betreuung dieses anspruchsvollen Projekts übernimmt die MEDICA-Klinik Gesellschaft für ambulante Rehabilitation und Sportmedizin mbH. 40 Professoren, Studenten, Mitarbeiter und Ehemalige der Universitäten Prag und Leipzig werden in fünf Tagesetappen rund 300 Kilometer absolvieren.

“Nur erfahrene Läufer wurden für diese Herausforderung ausgewählt”, betont Dr. René Toussaint, Chefarzt und ärztlicher Geschäftsführer der MEDICA-Klinik. “Doch auch trainierte Laufprofis sollten sich vor einer solchen Belastung verschiedenen Tests unterziehen, um mögliche Risiken zu minimieren.” Deshalb führt die MEDICA-Klinik mit Unterstützung der BARMER – Ersatzkasse Leipzig mit jedem Läufer einen sportmedizinischen Herz-Kreislauf-Check sowie eine Belastungsspiroergometrie (Atemgas- und Laktatmessung) auf dem Laufband durch.

Die Beurteilung von Risikofaktoren und der Herzfunktion in der Herz-Kreislauf-Untersuchung ist ein wichtiger Bestandteil der sicheren Vorbereitung auf den Jubiläumslauf. Bei der Spiroergometrie kann die Ausdauerleistungsfähigkeit der Sportler eingeschätzt werden. Unter körperlicher Belastung wird die eingeatmete und ausgeatmete Luft mittels Atemmessgerät analysiert und die Laktatkonzentration im Blut sowie die Herzfrequenz gemessen. Die Testpersonen laufen dazu etwa 15 bis 20 Minuten auf einem Laufband, bis die sogenannte anaerobe Schwelle erreicht wird. Die Sauerstoffaufnahme reicht dann nicht mehr aus, den Gesamtenergiebedarf zu decken. Es kommt zur schnellen Erschöpfung der Muskeln.

Den Lauf von Prag nach Leipzig, dessen Etappen jeweils eine Länge zwischen 30 und 85 Kilometer haben, begleitet die MEDICA-Klinik auch sportmedizinisch auf der gesamten Strecke mit einem eigenen Fahrzeug. Ein Team, bestehend aus einem Notfall erfahrenen Arzt, einer Physiotherapeutin sowie einem Masseur, versorgt die Jubiläumsläufer rund um die Uhr. “Wir sind auf kleine Probleme und Verletzungen, aber auch auf Notfälle vorbereitet und werden somit sicher zum erfolgreichen Gelingen des Laufes beitragen können”, so Dr. René Toussaint.

Prof. Dr. Volker Keim, Teilnehmer am Lauf Prag–Leipzig und stellvertretender Leiter des Fachbereiches Gastroenterologie am Universitätsklinikum Leipzig:

“Ich laufe inzwischen seit 35 Jahren, aber vor dieser Herausforderung habe ich Respekt. Jeden Tag einen Halbmarathon zu laufen, fünf Tage hintereinander, das wird heftig. Ich erwarte am dritten Tag die erste schwere mentale und körperliche Prüfung. Vor allem, weil man auf der Strecke sehr viele Höhenmeter überwinden muss. Die Anstiege beanspruchen die Waden stark, die Abstiege die Knie. Aber auch wenn ich einer der älteren Läufer im Feld bin, weiß ich, dass ich es schaffen werde. Ich habe schon oft festgestellt, dass gerade die älteren Läufer den stärkeren Biss entwickeln, oft motivierter sind und eine größere Fitness haben als die jüngeren.”

Toni Boitz, Teilnehmer am Lauf Prag–Leipzig und Student an der sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig:

“Vom Lauf Prag–Leipzig habe ich durch einen Aushang in der Uni erfahren und war sofort begeistert. Seit ich vor etwa vier Jahren mit dem Laufen angefangen habe, kann ich bestätigen, dass es regelrecht süchtig macht. Mir macht vor allem das Training Spaß. Meine Mitstreiter habe ich schon alle kennengelernt. Ab morgen treffen wir uns ein Mal pro Woche zum Training. Um die bergige Strecke zu simulieren, nutzen wir den Fockeberg.”

Jubilaeumslauf-Prag-Leipzig

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