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Handballer des SC DHfK Leipzig spielen 28:28 gegen Nordhorn

Die grün-weißen Spieler, Trainer und Funktionäre sowie die meisten der 1851 Handballfans wollten eigentlich ein anderes Resultat auf der schwarzen Anzeigetafel in der Arena aufleuchten sehen. Sie wollten mit einem Heimsieg über die starke HSG Nordhorn-Lingen ein Signal aussenden, dass die Mannschaft in den zurückliegenden Wochen noch stabiler geworden ist. Doch das Endergebnis lautete 28:28. Schon in den ersten Minuten der Auseinandersetzung zwischen zwei gleichwertigen Teams hatten die Gastgeber, die in der Defensive gut standen, einige Probleme in der Offensive zu kompensieren. Da blieben die Aufbauspieler im stabilen Mittelblock der Niedersachen hängen, waren die beiden Außenspieler oft wirkungslos. Wenn Alen Milosevic am Kreis nicht mehrere – schon verlorene – Bälle verwertet hätte, dann wäre Nordhorn auf und davon gezogen. So konnten die Leipziger Handballer in den letzten Minuten vor der Pause selbst einen größeren Vorsprung erzielen. Das war die stärkste Phase der Gastgeber im Match: Jetzt parierte Henrik Ruud Tovås ein paar Würfe, klappten zwei Konter, traf Philipp Weber aus dem Rückraum. Der Halbzeitstand lautete 15:12.

Zwar konnte der SC DHfK die Führung nach dem Seitenwechsel noch ausbauen, doch die Probleme in der Offensive blieben bestehen. Der ehemalige Europapokalsieger aus Nordhorn zerstörte das Zusammenspiel der Sachsen durch eine sehr variable Verteidigung und konnte durch die starken Schagen, Verjans und Wiese immer wieder den Anschluss herstellen. Prompt unterliefen den Gastgebern mehrere Unkonzentriertheiten, um eine Vorentscheidung zu erzielen. Die grün-weißen Handballer lagen 15 Sekunden vor Schluss (bei Ballbesitz) mit einem Treffer vorn, als die Schiedsrichter das obligatorische Zeitspiel anzeigten, Pavel Prokopec werfen musste und lediglich die Torlatte traf. Im Gegenzug konnte Leipzig an der Mittellinie das gegnerische Zuspiel nicht unterbinden und musste noch einen Strafwurf hinnehmen, den der sichere Bobby Schagen nach 60 Nerven aufreibenden Minuten für Nordhorn verwertete. So nahe liegen manchmal Glück und Pech beisammen.

SC DHfK Leipzig gegen HSG Nordhorn-Lingen 28:28 (15:12)
Stationen: 2:0, 2:3, 6:5, 8:9, 12:11, 15:12, 20:16, 22:21, 23:23, 27:24, 28:28
SC DHfK Leipzig: Tovås, Pulay; Emanuel, Krzikalla 2, Oehlrich 1, Binder 1, Jonsson 1, Gerlich 2, Boese 1, Weber 6, Prokopec 8/4, Milosevic 6, Göde.
HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester, Bartels; Verjans 5, Schwenning, Mickal 2, Miedema, Meyer 4, Schagen 10/5, Poll, Trodler 1, Terwolbeck, de Boer, Wiese 6.
Zuschauer: 1851 Handballfans in der ARENA Leipzig
Schiedsrichter: Tolga Karamuk, Niklos Seliger (Berlin)
Siebenmeter: Leipzig 4/4, Nordhorn 5/5
Zeitstrafen: Leipzig 4, Nordhorn 2

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