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Happy Birthday LOKruf!

Happy Birthday LOKruf!

Genau fünf Jahre sind vergangenen, seit drei Lok-Fans das Internetradio „LOKruf“ aus der Taufe hoben. Sie hatten sich im Zuge der großen Euphorie am Anfang der Premieren-Saison in der 3. Kreisklasse via Internet kennengelernt. Am 10. Dezember 2004, zum damaligen Drittrunden-Spiel des Stadtpokals gegen die SG Räpitz, wurde dann erstmals ein Spiel des 1. FC Lok per Online-Radio live übertragen. Die Blau-Gelben siegten 4:0, ein gewisser Bernd Hobsch erzielte bei seinem „Comeback“ zwei Treffer. An weiteren Highlights sollte es seitdem nicht mangeln: Der Auftritt von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus im Stadtpokal-Halbfinale etwa, die Pokalfinals in den Jahren 2005 bis 2007, das Aufstiegsduell zur Oberliga gegen den FC Schönberg oder aber die Freundschaftsspiele gegen Hertha BSC, Athletic Bilbao, FC United of Manchester, Bayer Leverkusen und Werder Bremen werden noch lange in bester Erinnerung bleiben. 2005 stieß Kamera-Mann Swen zum Team. „LOKruf-TV“ war geboren, dessen großer technischer Aufwand seit dieser Saison dank des Echtholzmöbel & und Wohnaccessoire-Verkaufshauses „Massivo“ komplett von einem Sponsor getragen wird.

Zwei der drei Gründerväter – Studioleiter René Gruschka und Kommentator Marko Hofmann – bilden anno 2009 noch immer das personelle Rückgrat des komplett ehrenamtlichen Radio-Projektes, das über die Jahre vor allem durch Spenden von Fans und Förderern sowie vielen Kleinsponsoren am Leben erhalten werden konnte. Und auch nach mittlerweile mehr als 150 Live-Übertragungen „macht es noch immer so viel Spaß wie am ersten Tag“, versichert Gruschka. In Spitzenzeiten können bis zu 1.000 Hörer gleichzeitig die Partien des 1. FC Lok verfolgen. Steffen Kubald, 1. Vorsitzender des 1. FC Lok, sagte anlässlich des Jubiläums: „Wir freuen uns sehr, dass ‚LOKruf‘ zu einer festen Institution geworden- und aus dem Vereinsleben einfach nicht mehr wegzudenken ist.“ „Das ist schon beeindruckend, wie viel Enthusiasmus und Herzblut seit so vielen Jahren hinter dieser Geschichte steht. Einmalig!“, schloss sich Teammanager Peter Milkau an und wünschte stellvertretend für die Oberliga-Mannschaft der Blau-Gelben: „Auf die nächsten fünf gemeinsamen Jahre.“

Das „LOKruf“-Credo bringt Marko Hofmann, der sich jede Woche aufs Neue gut drei Stunden lang auf seine Live-Berichterstattung vorbereitet, augenzwinkernd auf den Punkt: „In uns schlagen blau-gelbe Herzen, wir berichten emotional, aber mit einer gesunden, objektiven Subjektivität.“ Nur wenige Worte, die sinnbildlich die Leidenschaft des „LOKruf“-Teams auf den Punkt bringen, fielen live am 8. Juni 2007 in den Momenten des sportlich wohl dramatischsten Moment der jüngeren Vereinsgeschichte: „Wenn jetzt noch ein Tor fällt, suchen Sie mich nicht, ich habe mich den Oberrang heruntergestürzt: Jetzt, Toooooooor!“, entfuhr es Hofmann auf der Pressetribüne des Zentralstadions an jenem Freitagabend. Der 1. FC Lok hatte am vorletzten Bezirksliga-Spieltag vier Minuten vor dem Abpfiff gegen Blau-Weiß Leipzig durch Goldköpfchen Sven Hellmund den nicht mehr für möglich gehaltenen 2:1-Siegtreffer erzielt und damit den Weg des eine Woche darauf folgenden Landesliga-Aufstieges bereitet. Gesprungen ist der 25-Jährige glücklicherweise nicht. Stattdessen sitzen er und René Gruschka weiterhin Wochenende für Wochenende auf den Tribünen und berichten bis in die entferntesten Flecken der Erde live und hautnah von der ersten Mannschaft des 1. FC Lok.

„LOKruf“ sendet auch in der Rückrunde 2009/10 live von jedem Pflichtspiel der Oberliga-Mannschaft des 1. FC Lok und ist dabei direkt über die offizielle Homepage des Vereins www.lok-leipzig.com zu erreichen.

Cheftrainer Jörg Seydler ist am heutigen Sonntag von seinem Amt zurückgetreten.
In der kommenden Woche wird der bisherige Co-Trainer Uwe Trommer in Interimsfunktion und mit Unterstützung von Team-Manager Peter Milkau die Oberliga-Mannschaft des 1. FC Lok auf das letzte Hinrunden-Spiel gegen den VfB Pößneck, das am Samstag, 05.12.2009, um 15 Uhr im Bruno-Plache-Stadion beginnt, vorbereiten und auch die sportliche Leitung gegen die Thüringer übernehmen. „Das müssen wir erst einmal verdauen. Er hat von uns bis zuletzt die volle Unterstützung erhalten, weil uns seine Philosophie total überzeugt hat, dennoch respektieren wir Jörgs Entscheidung“, sagte Steffen Kubald, 1. Vorsitzender des 1. FC Lok und ergänzte: „Wir werden jetzt nicht in blinden Aktionismus verfallen und unüberlegte Schnellschüsse vollziehen, sondern uns nach dem Pößneck-Spiel gemeinsam zusammensetzen, um für die wichtigste sportliche Personalie des Vereins die optimale Lösung zu finden.“

Team-Manager Peter Milkau erklärte: „Ich war sehr betroffen, als Jörg mir seine Entscheidung mitteilte. Der Mannschaft muss klar sein, wie ernst die sportliche Situation ist. Doch sollten wir das Gefühl haben, dass nicht jeder dies begriffen hat, wird es spätestens nach dem Abpfiff gegen Pößneck Konsequenzen geben.“ Kapitän Torsten Jülich sagte im Namen der Mannschaft: „Wir tragen den größten Anteil daran, dass es soweit gekommen ist, haben uns das selbst eingebrockt und stehen absolut in der Pflicht, uns aus dieser Misere zu befreien.“

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