Sportive LE Background

Hausverbot für rechtsextreme Fangruppierung

Der 1. FC Lokomotive Leipzig erteilt mit sofortiger Wirkung und nach Absprache mit den Szenekundigen Beamten der Polizeidirektion Leipzig und dem Fanprojekt Leipzig der Gruppierung „Crime Boys“ ein umfassendes und unbefristetes Hausverbot für das Bruno-Plache-Stadion samt dem dazugehörigen Vereinsgelände und im Fanprojekt Leipzig.

Ab sofort sind sämtliche der Gruppierung zuordenbare Symbole, Schriftzüge, Kleidungsstücke oder Ähnlichem sowie deren Fahne verboten. Es erhalten die Personen Hausverbot, welche sich öffentlich zu der Gruppierung „Crime Boys“ bekennen.

Aufgrund von Informationen durch die Polizei, dass Mitglieder der Gruppierung „Crime Boys“ direkte Verbindung und Zusammenarbeit zur seit Oktober 2008 verbotenen Gruppierung „Blue Caps“ unterhalten, führt der 1. FC Lok diese Maßnahme aus und steht vollkommen dahinter. Der fünfköpfige Vorstand des 1. FC Lok erklärte dazu am Donnerstag: „Einige Personen, die unter dem Deckmantel einer Fan-Gruppierung anhaltend den Verein als Plattform politisch rechtsextremer Ideologien ausnutzen und missbrauchen zu versuchen, wollen das über Jahre hinweg von unzähligen Mitgliedern, ehrenamtlichen Helfern, Fans, Freunden, Sponsoren und Förderern Aufgebaute zerstören. Das wird der 1. FC Lok nicht zulassen. Er verurteilt diese dem Verein und seinen Grundsätzen in höchstem Maße schädlichen Bestrebungen auf das Schärfste und wird auch in Zukunft konsequent sein Möglichstes tun, um dies zu verhindern.“

Für den 1. FC Lok spielen mehr als 350 Fußballerinnen und Fußballer aus 13 Nationen (unter anderem in 14 Nachwuchsmannschaften), der Verein ist mit 1.714 Mitgliedern der zweitgrößte Fußballclub im Freistaat Sachsen. Im Bewusstsein seiner gesellschaftlich-sozialen Verantwortung steht der 1. FC Lok für eine aktive und erfolgreiche Jugend-, Sozial- und Integrationsarbeit. Er lehnt – wie in der Vereinssatzung fest verankert – jegliche Form von Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt ab.

Der 1. FC Lok hat den Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) und die der NOFV-Oberliga Süd angehörigen Vereine von dieser Maßnahme per Mitteilung unterrichtet und geht davon aus, dass sie dieses Hausverbot in ihren Stadien ebenfalls berücksichtigen werden.

Ihre Kommentar