Sportive LE Background

HC-Leipzig: Bereit für den Titelkampf

„Neues Jahr, neues Glück“, so oder ähnlich lautet das Motto zu Beginn des Jahres bei den Handballerinnen des HC Leipzig. Das Handball-Jahr 2013 endete für den Deutschen Rekordmeister mit einer beispiellosen Verletzungsserie. Phasenweise fehlten dem dänischen Trainer Thomas Ørneborg gleich sieben Spielerinnen – darunter mit Luisa Schulze, Anne Müller, Anne Hubinger, Natalie Augsburg, Susann Müller und der niederländischen Spielmacherin Maura Visser gleich sechs Nationalspielerinnen. So durften sich einige junge Spielerinnen aus dem Jugend-Bundesligateam wie Juniorenauswahl-Torhüterin Nicole Roth oder die Jugend-Nationalspielerin Nele Reimer auf der großen Bundesliga-Bühne beweisen – und sie machten ihre Sache richtig gut. Dank der seit vielen Jahren hervorragenden Nachwuchsarbeit braucht dem HCL also vor der Zukunft nicht bange sein – auch ohne die kurzfristig nach Berlin gewechselte Nationalspielerin Natalie Augsburg. Bereits vor dieser Saison hatten mit Michelle Urbicht und Isa-Sophia Rösike zwei Junioren-Nationalspielerinnen den Sprung vom Juniorteam in den Leipziger Bundesliga-Kader geschafft. Vor allem die nunmehr 20-jährige Rückraumspielerin Michelle Urbicht,  gleichzeitig Kapitänin der deutschen Juniorinnenauswahl, demonstrierte mit ihren starken Leistungen, warum sie derzeit als eines der größten deutschen Handball-Talente gilt.

Verletzte Spielerinnen sind wieder zurück

Die verletzten Spielerinnen sind nun größtenteils wieder zurück. In den kommenden Wochen und Monaten wollen die Leipzigerinnen „mit voller Kapelle“ an den starken Saisonstart anknüpfen. In den ersten Wochen der Saison hatte sich die HCL-Mannschaft im Herbst als unschlagbar präsentiert, elf Pflichtspiel-Siege in Folge geholt und sich dabei unter anderem ganz souverän das Ticket für die Champions League gesichert. Dann kam das große Verletzungspech, dass sich vor allem auf internationalem Parkett deutlich bemerkbar gemacht hat. Am Ende schied der HCL in der Champions-League-Gruppenphase aus. Doch auch diese Enttäuschung ist lange abgehakt. Längst steht der Kampf um den Deutschen Meistertitel und damit auch die Qualifikation für die kommende Champions-League-Saison im Vordergrund. Mit frischem Selbstvertrauen, unbändigem Siegeswillen und jugendlichem Elan kämpfen die HCL-Handballerinnen ab März in der vor der Saison neu eingeführten Meisterrunde um den Meister-titel – es wäre der insgesamt 22. in der Vereinsgeschichte. Der härteste Konkurrent im Kampf um den Titel ist auch diesmal wieder der Thüringer HC, der Deutsche Meister der vergangenen drei Jahre. Bei der Weltmeisterschaft in Serbien im Dezember tankte vor allem Rückraum-Ass Susann Müller viel Selbstvertrauen. Kein Wunder: Schließlich war das 25-Jährige HCL-Eigengewächs, die vor der Saison vom slowenischen Spitzenteam Krim Ljubljana nach Leipzig zurückkehrte, mit insge-samt 62 Toren in sieben Spielen nicht nur die mit Abstand beste Torjägerin des Turniers, sondern wurde als beste rechte Rückraumspielerin der WM auch noch in das All-Star-Team gewählt. Und auch die beiden polnischen Auswahlspielerinnen in den Reihen des HCL, Kapitän Karolina Kudlacz und Karolina Szwed Ørneborg, kehrten nach dem Einzug in das Halbfinale mit einem strahlenden Lächeln von der WM zurück. Am Ende eines starken Turnieres belegten die Polinnen Platz vier.

Ihre Kommentar