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HCL kämpft sich ins Final4-Turnier um den DHB-Pokal

HCL kämpft sich ins Final4-Turnier um den DHB-Pokal

Der HC Leipzig steht nach einem 32:27 (14:14) Sieg über TuS Metzingen im Final4-Endrundenturnier um den DHB-Pokal. In einer mitreißenden Partie konnten die Leipzigerinnen in der Schlussviertelstunde mit einer kämpferischen Leistung das Blatt zu ihren Gunsten wenden.

Die Gäste aus Metzingen kamen besser in die Partie, führten in den ersten Viertelstunde. Erst ein Treffer von HCL-Kapitänin Karolina Kudlacz-Gloc, die mit zehn Torerfolgen die Mannschaft überragend durch die Partie führte und in den entscheidenden Situationen Verantwortung übernahm, in der 15. Spielminute zum 7:7 Ausgleich brachte den HCL ins Spiel. Nach starken Paraden in der Defensive sowie einem 3-Tore Lauf durch einen Doppelpack von Alexandra Mazzucco sowie Treffer von Michelle Urbicht, konnte der HCL in Unterzahl in der 24. Spielminute 12:9 in Führung gehen. Bis dato hatte der deutsche Rekordmeister mit einer nahezu permanenten Unterzahl zu kämpfen. Obwohl die Partie von beiden Mannschaften zwar kampfvoll, aber nicht überhart geführt wurde, standen am Ende der Partie 18:6 Strafminuten zu Ungunsten des HCLs zu Buche.

Nach dem 14:14 Halbzeitstand kamen die „Tussies“ besser aus der Kabine, konnten sich schnell ein Mehrtoreführung erspielen, die beim Stand von 19:22 für die Gäste in der 45. Minute den höchsten Stand erreichte. In  den Folgeminuten sahen die Zuschauer, die trotz dem Eisregen und den glatten Straßen den Weg in die ARENA gefunden hatten, ein starkes Aufbäumen der Mannschaft von Cheftrainer Norman Rentsch. Bis zur 55. Spielminute gelangen den Gästen nur zwei Treffern, währenddessen sich der HCL mit neun Treffern eine 28:24 Führung erspielen konnte. Auch in dieser Phase ließen sich die Leipzigerinnen nicht von Unterzahlsituationen zurückwerfen, sondern zeigten den Willen unbedingt in das Final4 Turnier einziehen zu wollen, welches ja möglicherweise nach 2014 erneut in Leipzig stattfinden kann. Als die Zuschauer in den letzten Spielminuten ihre Mannschaft mit Standing Ovations zum Sieg trug, konnte auch ein Doppelschlag, der Gäste noch einmal bis auf zwei Tore Abstand heranbrachte, nichts mehr am Leipziger Sieg ändern.

Trainer Norman Rentsch war überglücklich nach diesem Sieg seines Teams: „Es ist großartig, was meine Mannschaft für Charakter gezeigt hat. In Halbzeit eins war Metzingen stark und wir haben noch keinen richtigen Zugriff aufs Spiel gefunden und leider nicht unsere eigene Leistung gefunden. Aber umso mehr bin ich zufrieden, dass wir mit so viel Willensstärke zurück gekommen sind und das Spiel gedreht haben. Wir haben nun unser erstes Saisonziel erreicht und nun können wir auch unseren eingeschlagenen Weg auch im Europapokal und der Bundesliga sehr selbstbewusst und trotzdem mit der angebrachten Demut weiter gehen. Ich hoffe sehr, dass die Zuschauer uns schon am Sonntag wieder lautstark im Europapokal unterstützen und sich niemand vom Wetter abschrecken lässt in die ARENA zu kommen, denn die Mannschaft hat sich viel Respekt verdient und begeistert. Wir brauchen die Unterstützung unserer tollen Fans am Sonntag, denn das wird kein leichtes Spiel.“

Im weiteren Viertelfinale besiegte die HSG Blomberg-Lippe den Zweitligavertreter Neckarsulm 28:22. Die weiteren Teilnehmer des Endrundenturniers werden in den Partien Dortmund – Celle (10.01.) sowie Oldenburg – Thüringer HC (23.03.) ausgespielt. Die Auslosung der Halbfinals zum Final4 soll im Rahmen des Spitzenspiels und Derbys gegen den THC am 30.1. in der ARENA durchgeführt werden.

 

HCL empfängt im im Europapokal türkisches Spitzenteam Muratpasa

Nur vier Tage nach dem DHB-Pokal Sieg über TuS Metzingen steht den Leipziger Handballfans bereits die nächste Spitzenpartie ins Haus. Am Sonntag (10.01.2016) trifft der HC Leipzig im Achtelfinal-Hinspiel des Europapokals auf das türkische Spitzenteam Muratpasa Belediyesi aus Antalya. Anwurf in der ARENA Leipzig ist 15.00Uhr.

Die Türkinnen besiegten in der dritten Runde das ukrainische Team Galytchanka (28:22 Sieg im Hinspiel, 30:30 Rückspiel). Im vergangenen Jahr sorgte die Mannschaft mit dem Viertelfinalerfolg über Buxtehude für Aufsehen. Zwar gewann das deutsche Team das Hinspiel mit sechs Treffern, musste in Antalya jedoch eine 10-Tore Niederlage einstecken, die durch einige unschöne Begleiterscheinungen begünstigt wurde.

„Wir wissen sehr gut aus den Berichten von Buxtehude, was in der Türkei auf uns wartet und müssen im Hinspiel entsprechend konzentriert zur Sache gehen, um eine gute Ausgangsposition zu schaffen.“ ist sich Trainer Norman Rentsch der Aufgabe im EHF-Cup bewusst.

Im weiteren Wettbewerbsverlauf konnte sich Muratpasa bis ins Halbfinale vorspiele und unterlag dort dem späteren Pokalsieger Holstebro aus Dänemark.

Den deutschen Handballfans wird im Team der Türkinnen am ehesten der Name Yuliia Snopova ein Begriff sein – die ukrainische Rückraumspielerin spielte in der vergangenen Saison beim Thüringer HC.

Der HCL möchte nach dem Sieg gegen Metzingen den Schwung mitnehmen und sich mit der Unterstützung der heimischen Fans gute Ausgangsposition für Rückspiel in Antalya (16.01. 14.00Uhr dt. Zeit) schaffen.

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