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Hilfe bei Muskelschmerzen und Verspannungen

Muskelverspannungen treten häufig im Nackenbereich oder im Bereich der Lendenwirbelsäule in Form von ziehenden oder dumpfen Schmerzen auf. Darüber hinaus können Muskelschmerzen zu Bewegungseinschränkungen führen. So ist es möglich, dass der Kopf beim Laufen nicht mehr nach hinten gedreht werden kann. Häufig führen Muskelverspannungen auch zu Kopfschmerzen.
Ursachen für Muskelschmerzen

Häufige Ursachen für Muskelschmerzen sind eine Fehlbelastung, Überanstrengung oder Verletzung. Aber auch Infektionskrankheiten, wie eine Grippe, können zu Muskelverspannungen führen. Weniger häufig liegt die Ursache in Erkrankungen des Immunsystems, des Skeletts oder des Nervensystems. Einige Medikamente können ebenfalls Muskelschmerzen auslösen.

Eigenbehandlung bei Muskelverspannungen

Treten die Muskelschmerzen infolge von akuten Muskelverletzungen auf, so sind Ruhe und Schonung sehr wichtig, damit die Muskulatur ausreichend Zeit zur Heilung erhält. Kommt es beim Sport zu einer Verletzung des Muskels, so sollte die sportliche Tätigkeit deshalb sofort unterbrochen werden.

Bei akuten Muskelschmerzen verschafft eine Kühlung der betroffenen Muskel mit einem Eisbeutel oder mithilfe von in ein Handtuch eingewickelten zerkleinerten Eiswürfeln, Linderung. Dahingegen ist bei chronischen Muskelschmerzen Wärme schmerzlindernd. Hier helfen beispielsweise Bäder mit Kräutersalzen, Saunagänge, warme Güsse, feuchtwarme Kompressen, Fango oder andere Wärmepackungen, Heizkissen oder Wärmestrahler sowie Wärmeumschläge oder Wärmepflaster. Gegen Muskelkrämpfe helfen außerdem auch Schmerzsalben.

Behandlung der Schmerzen durch einen Arzt

Bei akuten Muskelschmerzen sind in den meisten Fällen harmlose Muskelverletzungen die Ursache. In solchen Fällen verordnet der Arzt gewöhnlich Ruhe und Schonung, damit die Muskulatur gut ausheilen kann. Bei einem Muskelfaser- oder Muskelriss legt der Arzt oftmals zusätzlich einen abschwellenden und schützenden Verband an. Erst bei größeren Muskelrissen kann eine Operation notwendig werden.

Bei chronischen Muskelschmerzen helfen Massagen, die verspannte Muskulatur zu lockern. Bei Verspannungen im Schulter- und im Nackenbereich kann ein Rückentraining oder ein Training der Halsmuskulatur im Rahmen einer Physiotherapie sinnvoll sein. Weitere mögliche Behandlungsform sind die Elektrotherapie (Therapie mit Strom) sowie eine Akupunktur oder Akupressur.

Im Bereich der Alternativmedizin gibt es zudem die Neuraltherapie. Bei dieser wird das vegetative Nervensystem durch die Anwendung eines Lokalanästhetikums beeinflusst. Bei psychischen Ursachen kann der Arzt auch eine entsprechende Psychotherapie empfehlen.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Muskelschmerzen

Die beste Vorbeugung gegen Muskelschmerzen ist ein gesunder Lebensstil. Zu diesem gehören ausreichend Bewegung, regelmäßige Entspannung und eine gesunde Ernährung. Gerade eine ausreichende Versorgung mit Magnesium ist sehr wichtig, um Krämpfen vorzubeugen. Viel Magnesium findet sich in Vollkornprodukten, Sojabohnen, Kartoffeln, Beerenobst, Orangen und Bananen sowie Geflügel und Fisch. Bei Verspannungen ist zudem besonders auf ergonomische Sitze beim Arbeiten zu achten. Zusätzlich kann man mit Hilfe einer Faszienrolle die Muskulatur bearbeiten, um leichte Verspannungen zu lösen bevor daraus gravierende Beschwerden entstehen.

 

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