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IceFighters im Viertelfinale der Playoffs!

So, nachdem wir alle ein paar Tage und Nächte Zeit hatten, das Geschehene zu verarbeiten, bleibt festzuhalten: Es ist immer noch unfassbar! Das Team hat das Unmögliche möglich gemacht und den großen Favoriten aus der Oberliga Nord, die Füchse aus Duisburg aus den Playoffs geschmissen. Und als Lohn dafür wartet gleich der nächste Brocken – der EV Regensburg.

Das ist wie ein Aufeinandertreffen der Gegensätze. Auf der einen Seite der Traditionsverein, der sein mehreren Jahrzehnten zu den Eishockeyhochburgen im Süden gehört. Auf der anderen Seite die IceFighters, die es noch nicht einmal ein Jahrzehnt gibt. In Regensburg steht eine große Mehrzweckarena und bei uns das einzigartige Eiszelt. An der Donau hat man komplette vier Reihen und einen perfekten Unterbau – und wir haben drei Reihen. Das hat schon etwas von David gegen Goliath.

Aufpassen müssen die IceFighters auf jeden Fall auf ein paar exzellente Spieler in Reihen der Regensburger. Nikalo Gajovsky, Peter Flache, Jeffrey Smith, Billy Trew, Vitali Stähle und Barry Noe gehören zum Besten, das die Oberliga Süd zu bieten hat. Und hinter diesen Leadern kommen viele junge Wilde, die ihr Können längst bewiesen haben. Eine Niederlage aus den ersten 37 Spielen, davon 30 Spiele am Stück gewonnen – diese Zahlen sprechen Bände. Damit wurde der EVR souverän Sieger der Hauptrunde Süd.

„Bei ihnen stimmt die Mischung einfach. Sie haben Erfahrung, spielerische Klasse, Geschwindigkeit und einen sehr breiten Kader, den sie beinahe nach Belieben aus den eigenen Nachwuchsreihen auffüllen können“, weiß der Coach zu berichten.

Sieht er Unterschiede zwischen Duisburg und Regensburg?

„In der Erfahrung auf jeden Fall. Da hat Regensburg den Füchsen einiges voraus. Außerdem sind sie noch mehr eine eingeschworene Einheit. In Duisburg war das gefühlt – vielleicht auch durch die Förderlizenzspieler, die nicht permanent anwesend waren – nicht der Fall.“

Wie kann man dann gegen diese Mannschaft ein weiteres Wunder schaffen?

„Definiere Wunder? Einen Sieg? Ein zweites Heimspiel? Man sollte sich durch die Sensation in Runde 1 nicht blenden lassen. Das Team hat unglaubliches geleistet. Die Spieler sind oft über ihre Grenzen hinausgegangen. Trotzdem hätte zum Beispiel gerade das erste Spiel in Duisburg auch anders ausgehen können. Und wer weiß wie die gesamte Serie dann gelaufen wäre. Deswegen empfehle ich allen ruhig zu bleiben. Wir müssen versuchen, den gleichen Elan, die gleiche Leidenschaft und Laufbereitschaft ins Rennen zu bringen. Dann können wir vielleicht auch Regensburg ein wenig ärgern.“

Gibt es Veränderungen in der Aufstellung oder der Spielweise zu erwarten?

„Ja, wir werden leider wieder umstellen müssen. Die Verletzung von Hannes Albrecht aus dem letzten Spiel zwingt uns dazu. Hannes hat einen Innenbandriss und wird damit den Rest der Saison ausfallen. Das tut uns natürlich schon weh. Vom System her werden wir erst einmal wenig ändern. Auch und gerade gegen Regensburg wird es wichtig sein, kompakt zu spielen und geduldig auf unsere Chancen zu warten. Und Geduld können wir auch haben. Denn eins hat sich nicht geändert zur ersten Play-off-Runde: Der Gegner muss – wir können. Der Druck liegt ganz klar bei Regensburg.“

 

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