Sportive LE Background

Im Interview: Thomas Linke (Sportdirektor bei RB Leipzig)

Mit dem gebürtigen Thüringer Thomas Linke präsentierte RB Leipzig in dieser Woche „die große Lösung“ als Sportdirektor. Der 42-Jährige Ex-Profi, der als Verteidiger insgesamt 340 Bundesliga-Spiele für FC Schalke 04 und den FC Bayern München absolvierte und seine Karriere bei Red Bull Salzburg ausklingen ließ, war zuletzt Sportdirektor von Red Bull Salzburg.

Frage: Warum nehmen Sie die Stelle als Sportdirektor bei RB Leipzig an?

Thomas Linke: „Ich bin seit vielen Jahren sehr eng mit Red Bull verbunden, ich war  damals der erste Spieler, der bei Red Bull Salzburg unterschrieben hat. Nach einigen Jahren als rechte Hand von Dietmar Beiersdorfer ist es an der Zeit,  dass ich jetzt innerhalb von Red Bull den nächsten Schritt mache und Verantwortung in vorderster Front übernehme. RB Leipzig ist ein Riesenprojekt, da entsteht etwas ganz Großes. Ich freue mich riesig auf die neue Aufgabe.“

Wie sehen ihre ersten Tage in Leipzig aus?

„Ich will mir in den nächsten Tagen erst einmal ein Bild von der Mannschaft machen. Ich habe bislang nur die beiden Spiele gegen Plauen und Kiel gesehen. Da konnte ich schon die ersten Erkenntnisse sammeln. Außerdem werde ich mich so schnell wie möglich um eine Wohnung bemühen.“

In den nächsten Wochen wartet viel Arbeit. So laufen im Sommer zahlreiche Verträge aus, unter anderem die von Ingo Hertzsch  und Thomas Kläsener. Haben Sie schon einen Zeitplan?

„Erstmal ist es wichtig, dass ich mir hier einen Überblick verschaffe, das geht sicher nicht von heute auf morgen. Natürlich wartet in den nächsten Wochen und Monaten sehr viel Arbeit. Dabei lasse ich mich aber nicht unter Druck setzen. Die Vertragsverhandlungen werden wir mit Sicherheit noch rechtzeitig führen. “

Bislang konzentrierte sich RB Leipzig bei der Spielersuche fast ausschließlich auf den deutschen Markt. Wird sich das jetzt ändern?

„Definitiv nicht! Wir werden jetzt nicht  alles umkrempeln, nur weil ich da bin. Wichtig ist, dass sich die Mannschaft weiter findet, und dann punktuell weiter verstärkt wird. Die Fans sollen sich immer mehr mit RB Leipzig identifizieren, das funktioniert nicht mit 20 Legionären. Außerdem wollen wir den Verein weiter zukunftsfähig machen, dabei habe wir auch den eigenen Nachwuchs im Blick.“

Wie sehr glauben Sie noch an den Aufstieg in dieser Saison? Könnte Ihre Verpflichtung sogar noch einmal eine Initialzündung sein?

„Der Aufstieg ist aus meiner Sicht nicht mehr realistisch, daran ändert auch meine Anwesenheit nichts. Ich bin ja nicht der Messias, der hier alles umdreht. Aber natürlich sollen die Jungs die Saison mit Anstand zu Ende spielen, schließlich geht es ja auch um neue Verträge. Am Ende werden wir sehen, was rauskommt.“

Wie sehr glauben Sie noch an den Aufstieg in dieser Saison? Könnte Ihre Verpflichtung sogar noch einmal eine Initialzündung sein?

„Der Aufstieg ist aus meiner Sicht nicht mehr realistisch, daran ändert auch meine Anwesenheit nichts. Ich bin ja nicht der Messias, der hier alles umdreht. Aber natürlich sollen die Jungs die Saison mit Anstand zu Ende spielen, schließlich geht es ja auch um neue Verträge. Am Ende werden wir sehen, was rauskommt.“

Text/Foto: Andreas Wendt

Ihre Kommentar