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1.FC LOK: „Wir wollen uns endlich belohnen“ – Drei Fragen an Wolfgang Sandhowe

Herr Sandhowe, in den ersten beiden Punktspielen hat Ihre Mannschaft jeweils gegen etablierte Oberliga-Teams verloren. Einem 1:3 in Bautzen folgte zuletzt das 0:2 gegen Halberstadt. Wie viel Lehrgeld musste Ihr junges Team als Aufsteiger dabei zahlen?

Die Spiele sind wirklich sehr bitter für uns verlaufen, aber am Ende hat es vor allem deswegen nicht gereicht, weil wir uns noch einiges an Robustheit und der in dieser Liga nötigen Zweikampfführung erarbeiten müssen. Und es fehlt außerdem eindeutig am Torabschluss, wir benötigen noch zu viele Chancen, um zum Erfolg zu kommen. In beiden Partien, sowohl gegen Bautzen als auch gegen Halberstadt, haben wir immer je eine richtig ordentliche Halbzeit gespielt. Aber die Jungs haben merken müssen, dass das eben nicht reicht, um Zählbares aus den Partien mitnehmen zu können.

Sie haben die Mannschaft erst vor dieser Saison übernommen. Welche Eindrücke hat Ihnen diese neue Aufgabe bisher geliefert?

Mit fast durchweg so jungen Spielern im Kader erfordert es natürlich eine andere Herangehensweise in der täglichen Arbeit, als würde mir ein gestandenes Team mit vielen Routiniers zur Verfügung stehen. Darauf musste ich mich einstellen. Aber ich habe mich bewusst für diese hochinteressante Aufgabe entschieden. Manchmal bin ich wie ein großer Vater zu ihnen, der sie in den Arm nimmt. Es macht mir unheimlichen Spaß, mit den Jungs zu arbeiten. Sie sind willig, sie rennen, sie wollen Fußball spielen, sie wollen es gutmachen.

Nun wartet an diesem Freitag die Reise zum 1. FC Lok. Wie stehen Ihrer Meinung nach die Vorzeichen vor dem Duell im Bruno-Plache-Stadion?

Schon allein das Spiel unter Flutlicht ist absolutes Neuland und ein großer Anreiz für die Jungs. Wir freuen uns unheimlich auf das Spiel. Fakt ist aber auch, dass wir der klare Außenseiter sind. Dennoch sind wir natürlich sehr erpicht darauf, uns endlich für das zu belohnen, was wir ansatzweise in den ersten zwei Partien geboten haben. Wenn am Ende ein Punkt dabei herausspringt, wäre das sehr zufriedenstellend.

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