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Jodeln beim Joggen

Da kommt einem ja glatt ein Schuhplattler-Song auf die Lippen, wenn man sich auf joggelnde Art und Weise auf den Trimm-Dich-Pfad begibt. Denn diese Art einer äußerst gelenke- und atemschonenden Fortbewegung ist neueste Form eines moderaten  Bewegungstrainings, das nun langsam aber gewaltig, auch die Leipziger Freizeitsport-Bewegungsszene erobert.

Was verbirgt sich hinter dem ziemlich witzig klingenden Wort „Joggeln“? Klingt schon ein wenig „unernst“, nach vergnüglichem Pausenspaß und nach lustigen Liedchentrellern und Freundinnentratsch während eines gemütlichen Spaziergangs durch die Lande… Ganz so abwegig sind einige dieser „Ahnungen“ auch nicht, läuft (besser: trippelt) der Akteur doch bei besagtem Joggeln beinahe auf der Stelle und so benötigt man(n) für einen Kilometer Distanz schon mal locker um die 10 Minuten. Da sind ein ausdauernder Plausch oder ein fesches Liedchen auf den Lippen garantiert drin. Und das, ohne gleich den Atem zu verlieren oder Seitenstechen zu riskieren. Selbst Walker sind da schneller unterwegs…

 Positiv an der ganzen Angelegenheit: die Gelenke werden geschont, die Herz-Kreislauf-Belastung liegt deutlich unter der eines Joggers und die körperlichen Anforderungen sind so niedrig, dass jeder durchschnittlich trainierte oder gar gänzlich untrainierte Mensch jeder Altersgruppe diese Sportart quasi „aus dem Stand heraus“ praktizieren kann. Schon drei Minuten genügen, um erste messbare und günstige Stoffwechselreaktionen zu erzielen. Joggelt man doppelt so lange, ist das schon ein gesundheitlicher Qualitätssprung. Hält die Bewegung langsamen Laufens über 10 Minuten an, bewegt man schon auf den Spuren Einsteins, denn der Fachmann spricht bereits von einem sogenannten „Quantensprung“ von Aufwand und Wirkung. Ergo: in der Regel reicht täglich eine Viertelstunde Joggeln aus, um eine wirksame Herzkreislauf-Prophylaxe zu erreichen. Wer meint, lieber nur einmal pro Woche – dafür aber ein bis zwei Stunden – zu joggeln, dem sei gesagt, dass das zwar auch schon mal viel besser ist als tatenlos vor dem TV-Gerät zu sporteln, aber dennoch nicht annähernd den Effekt hat, wie oben beschriebene Joggel-Intensität und -Konstanz.

Joggeln für Jedermann

Joggeln kann man in jedem Alter, ob untrainiert oder Hochleistungssportler. Da sich durch das Trippeln die eigenen Füße nur unwesentlich vom Boden abheben, gibt es auch keine großen Erschütterungen beim Wiederaufsetzen. Die Be- bzw. Überlastungen für Gelenke und Wirbelsäule ist somit gleich Null. Ebenso ist sicher keine Herz-Kreislauf-Überlastung durch zu hohes Tempo zu erwarten. Und die leidige Schuh-Problematik ist mit Sicherheit auch nicht so gravierend wie beispielsweise beim normalen Joggen oder Walken.
Im Zweifelsfall kann man ja trotzdem immer noch seinen Arzt – oder den Sportschuhfachhändler – fragen.
Fazit

Beim Joggeln läuft man demnach schon, ist also auch richtig unterwegs. Die Schrittfolge indes ist aber eher als Trippeln zu bezeichnen, ohne das man größere Strecken zurücklegt.
Trotzdem sollte man gerade als Anfänger auf ein Einlaufprogramm (http://www.karl-heinz-herrmann.de/Joggen/Laufplan-Anfaenger.php) nicht verzichten.      MF

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