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Laufen wenn es kälter wird.

Oft werden wir im Leipziger Laufladen gefragt, was denn beim Laufen im Herbst und Winter zu beachten sei. Festzustellen ist: grundsätzlich unterscheidet sich das Laufen im Herbst und Winter nicht von dem im Sommer. Eine optimale Ausrüstung von Kopf bis Fuß bringt einerseits mehr Spaß und garantiert eine lang anhaltende Freude am Laufen. Andererseits ist sie die Voraussetzung, um Verletzungen vorzubeugen und (sich) tatsächlich „gesund“ zu laufen.

Am Fuß sollten sich der Fußform und dem Laufstil entsprechende Laufschuhe befinden. Egal ob neutraler Läufer, Supinierer oder Überpronierer – die Laufschuhe können Abweichungen in der natürlichen Abrollbewegung des Fußes bis zu einem gewissen Grad ausgleichen. Zudem sollte der Laufschuh insbesondere dem Körpergewicht und dem Laufpensum des Läufers entsprechen.

Um im Winter auch bei Matsch und Schnee trockene Füße sowie einen sicheren Halt und Fußabdruck zu erhalten, sollte zu dieser Jahreszeit ein sog. Trail-Schuh das persönliche Schuhrepertoire ergänzen.
Diese zeichnen sich durch ein ausgeprägtes Profil mit einer speziellen Gummimischung an der Außensohle sowie einem wasser-abweisenden Obermaterial aus. Besteht dieses aus Goretex oder Sympatex, kann man sogar von einem wasser-dichten Schuh sprechen. Die Atmungsaktivität bleibt in beiden Fällen erhalten. Vorteil: auch bei heißen Winterrennen
keinen Schweißfuß!

Bei der Wahl der Textilien sollte das sog. Zwiebelschalensystem beachtet werden. Das heißt, lieber mehrere, dünnere Schichten übereinander in Kombination tragen als eine dicke Schicht allein. Modernen, die Feuchtigkeit nach außen abgebenden Funktionsmaterialien (insbesondere Polypropylen) sollte dabei der altbewährten, Feuchtigkeit speichernden
Baumwolle der Vorzug gegeben werden.

Je nach tatsächlicher Temperatur und subjektivem Kälteempfinden bildet eine eng anliegende Funktions-Unterwäsche die Grundlage (First Layer), die neben dem Laufen auch sonst
vielseitig einsetzbar ist. Die 2. Schicht (Second-Layer) kann ein Longshirt sein, welches zusätzlich Wärme spendet. Als 3. abschließende Schicht (Third Layer) kommt eine Jacke oder ein entsprechendes Oberteil aus sehr hochwertigen Funktionsmaterialien wie z. B. Goretex, Sympatex oder Softshell in Betracht.

Diese schließen je nach Preislage eine spezielle Membran ein, welche Wind und Wasser abweist und zudem atmungsaktiv ist.
Da über den Kopf des Läufers sehr viel Wärme verloren gehen kann, sollte dieser mit einer Mütze oder einem Stirnband über Ohren und Stirn geschützt werden. Die während des Laufens verstärkte Blutzirkulation in den Beinen hat ein schnelleres Frieren an den Händen zur Folge, so dass auch Handschuhe nicht vergessen werden sollten. Hier ebenfalls
auf atmungsaktives Material achten!

Wobei ganzjährig zu einer Variation in der Streckenwahl (Tempo, Länge, Untergrund) zu raten ist. So sollte einem Winterlauf nichts mehr im Wege stehen.
Das Team vom Leipziger Laufladen beraten Euch gern weiter.

(text: kerstin schuhmann)

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