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Khvicha Shubitidze soll die „jungen Wilden“ des FC Sachsen Leipzig führen

Sohn Luca trägt das Trikot des FC Sachsen Leipzig bereits seit drei Jahren, nun kickt auch Papa Khvicha Shubitidze im grün-weißen Dress. Mit seiner Erfahrung soll der Routinier vor allem Ruhe in die Offensivaktionen der Leutzscher bringen. Und der 35-Jährige fühlt sich in Leutzsch bereits nach kurzer Zeit pudelwohl. „Durch Luca war ich ja schon in den letzten Jahren immer gut informiert, was im Verein und im Umfeld passiert ist. So hatte ich ja schon eine gewisse Bindung zum Verein. Ab und zu hab ich mir ja auch mal ein Spiel angeschaut“, erklärt „Shubi“, der vor allem die Ruhe im Verein genießt: „Meine letzte Saison in Zwickau war die bislang schwierigste in meiner Karriere. Drei Trainer, Insolvenz, zwei Präsidenten – das ging schon ganz schön an die Nerven.“

Sechs Wochen lang war der Mittelfeld-Zauberer in der vergangenen Saison sogar als Spielertrainer aktiv – und schrieb dabei sogar Zwickauer Fußballgeschichte. „Wir haben in dieser Zeit zwei Spiele gemacht und diese mit 5:0 und 5:1 gewonnen – das hat es wohl in Zwickau noch nie gegeben“, erinnert sich  der Wahl-Leutzscher, der sich trotz seiner fast 36 Jahre fit fühlt, und noch längst nicht zum alten Eisen zählt. Seine ersten fußballerischen Gehversuche unternahm der gebürtige Georgier , der bereits ein Studium zum Wein-Ingenieur abgeschlossen hat, bereits vor 30 Jahren in seiner Heimatstadt Tiflis. 13 Jahre spielte Khvicha Shubitidze in der georgischen Hauptstadt in den verschiedensten Jugend-Mannschaften, bevor er mit 19 Jahren nach Deutschland kam.

Nach den Stationen Optik Rathenow, Altmark Stendal und FSV Zwickau wechselte er 2002 zum FC Erzgebirge Aue – und schaffte mit den „Veilchen“ gleich den Aufstieg in die Zweite Bundesliga. „Damals haben wir von den letzten 12 Spielen elf gewonnen, das war wie im Rausch. Alles was wir damals machten, hat geklappt. Das eine tolle Zeit“, erinnert sich der Vater von zwei Söhnen. Von Aue ging es 2005 zum damaligen Regionalligisten FC St. Pauli, mit dem er vor allem im Pokal für Furore sorgte und erst im Halbfinale am großen FC Bayern München scheiterte. „Ein großer Fußballer muss einmal im Leben für St. Pauli gespielt haben. Das ist ein einmaliges Gefühl“, schwärmt er.  Nach einer erfolgreichen Oberliga-Saison beim Halleschen FC, die 2008 mit dem Aufstieg in die Regionalliga gekrönt wurde, heuerte Khvicha Shubitidze ein zweites Mal beim FSV Zwickau an. Nun hofft der aufstiegserfahrene Mittelfeldspieler auf eine gute Saison beim FC Sachsen, die am 20. August mit dem Heimspiel gegen den FSV Luckenwalde beginnt. „Wichtig ist, dass wir gut in die Saison kommen, dann ist alles möglich. Es gibt diesmal keinen Überflieger. Die gute Vorbereitung macht Hoffnung auf eine gute Saison. Wir dürfen nur nie mit dem Erreichten zufrieden sein, sondern uns immer weiterentwickeln wollen“, blickt der neue FCS-Mittelfeld-Motor voraus, dessen Frau Kati die FCS-Fans wohl nur selten bei den Heimspielen des Teams wohl nur äußerst selten zu Gesicht bekommen werden: „Sie ist kein großer Fußballfan – aber das ist völlig ok.“

Andreas Wendt

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