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L.E. Volley: 1:3 Niederlage in Stuttgart

Die L.E. Volleys verloren am Samstag mit 1:3 in Stuttgart und vergaben dort ihre wohl beste Chance auf den Klassenerhalt. Nun kommt es am Samstag nach Ostern zum Show-Down in eigener Halle beim Saison-Schluss-Spiel gegen Freiburg. Nur ein Sieg kann die Leipziger retten, und auch nur dann, wenn einer der beiden Abstiegskonkurrenten sein Spiel verliert. Und beides müsste deutlich ausfallen.

Und dabei begann es so schön. Eine gut gelaunte Reisegruppe, bestehend aus Mannschaft und einem Dutzend Fans machte sich im Reisebus auf den Weg durchs frühlingshafte Süddeutschland. Sponsor EAD Energieabrechnungsdienst Leipzig unterstützte finanziell, und so konnte das große Fahrzeug für viel Beinfreiheit sorgen.

Die mitgereisten Fans bescherten der Mannschaft eine Heimspielatmosphäre und legten sich in der ansonsten dünn besetzen Halle richtig ins Zeug. Am Ende hat auch das nicht gereicht. Die Mannschaft agierte gleich zu Beginn gehemmt und machte zu viele leichte Fehler. Ohne Erik Wichert und mit dem am Knie angeschlagenen Libero Samuel Rodiek stand das Spiel ohnehin unter wenig guten Sternen. Bis zum 18:18 konnten die Leipziger noch mithalten, verloren im Abschluss dann aber den Faden. Insbesondere die schwache Annahme und ein wenig effektiver Block bescherte den Gastgebern dann den 25:22-Satzgewinn.

Im zweiten Satz lagen die L.E. Volleys dann schon 11:15 zurück, als Björn Metzger sein Team mit guten Aufschlägen und zwei Assen wieder zum Ausgleich brachte. Diesmal waren es die Leipziger, die in der Schlussphase dominierten. Im weiteren Verlauf punkteten insbesondere Wieland Oswald und Marvin Freese mit cleveren Aktionen und der Satz ging 25:21 an Leipzig.

Nachdem Björn Metzger wegen muskulärer Probleme aufgeben musste, riß im dritten Satz der Faden und die Volleys ließen sich mit 12:25 vorführen. In die Stuttgarter Karten spielten hier insbesondere Eigenfehler der Leipziger. Übertreten, Aufschlagfehler, Netzberührungen und Ausbälle gab es einfach zu viele, um noch mit guten Angriffen etwas ausrichten zu können.

Im vierten und letzten Satz des Spiels spiegelte sich dann irgendwie die Saison wieder. 16:11 führte die Leipziger Truppe deutlich zur zweiten technischen Auszeit. Ab diesem Moment hätte man nur sein Spiel ruhig und konzentriert zu Ende spielen müssen. Doch beim 23:23 egalisierte Stuttgart und alles war wieder offen. Stuttgart konnte, Leipzig musste. Beim 24:23 hatte Leipzig Satzball und vergab in einem langen Ballwechsel gleich drei deutliche Chancen. Stuttgart glich aus, erreichte beim 24:25 selbst den Matchball. Dieser wurde am Ende durch eine rote Karte gegen das Leipziger Team entschieden, nach dem es für einen unberechtigten Antrag bereits die gelbe und nun die rote Karte gab. Dies ist aber insofern wenig von Bedeutung, weil das Spiel schon zahlreiche Spielzüge vorher verloren ging und auch der unnötig verlorene erste Satz seinen Teil dazu beitrug.

Nun ist es amtlich. Nur ein Sieg im letzten Saisonspiel gegen Freiburg kann die Volleys retten. Und dies auch nur dann, wenn einer der beiden Abstiegskontrahenten sein Spiel deutlich verliert. Man spielt am letzten Saisontag sicherlich gerne um eine Meisterschaft, nicht aber gegen den Abstieg. Denn befreites Aufspielen ist einem zwingend zu gewinnenden Spiel deutlich vorzuziehen. Hier braucht es schon einen klaren Kopf und Nerven wie Drahtseile. Ob diese im Team vorhanden sind, wird sich also am 22.4. um 19.00 Uhr in der Brüderhölle zeigen.

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