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L.E. Volleys: Ausflug zum See

Leipziger Bundesliga-Volleyballer touren nach Friedrichshafen und Stuttgart

Zeit zum Wunden lecken bleibt den Volleys kaum. Nach dem versemmelten Spiel am vergangenen Wochenende gegen Freiburg in heimischer Halle, machen sich die Leipziger Volleyballer nun auf die wohl anstrengendste Tour der Saison. Samstag wird in Friedrichshafen aufgeschlagen, am Sonntag in Stuttgart.

1.265 Kilometer stehen den L.E. Volleys in Summe bevor. Mit diesem Hin- und Rück-Pensum könnte man gut und gerne Nizza an der Côte d’Azur auf ein Glas Champagner erreichen oder in London zum Frühjahrs-Shopping aufschlagen. Doch am Samstag in aller Hergottsfrühe geht es im Tross erst einmal nach Friedrichshafen am schönen Bodensee, wo auch im Stammhotel der Volleys übernachtet wird. Ein spätes Frühstück am Sonntag und dann steht Stuttgart auf dem Programm.

Begleitet werden die Männer um Steffen Busse von den härtesten aller Fans und das tapfere halbe Dutzend will spüren, was es heißt solch ein Wochenendprogramm durchzuziehen. Schnitzelbrötchen-Mutti Isolde, das „Torgauer Treue-Doppel“, Vereins-Präse, Vize, Vize-Frau, Papa-Ivenz und Roscher-Sohn Julius zieren die kleine, aber feine Fan-Liste.

Doch die Hauptakteure zeigen ebenfalls Teamgeist. Heimspiel-Trumpf Axel Roscher tut sich die Fahrt samt Sohnemann an, Samstags-Arbeiter und Aufschlags-Ass Marvin Freese düst mit dem Zug hinterher, um am Sonntag in Stuttgart mit aufschlagen zu können und selbst der nun frisch gebackene zweimalige Papa Felix Jende bietet seine Physio-Händchen an, damit auch ja nichts schief geht. Einzig Falk Köthen muss zuhause bleiben, weil er seinem Regio-Team im Kampf um den Klassenerhalt beistehen muss. Jannick Kühlborn reist vom schönen München aus an, wo er sein Praktikum bestreitet und der Rest der Bande wird um 5 Uhr früh aufstehen, um pünktlich zur Abfahrt bereit zu stehen. Denn in Friedrichshafen geht es bereits um 16.00 Uhr los.

Spielerisch darf Friedrichshafen auf keinen Fall unterschätzt werden. Wie so jede Saison üblich, sind die Talente vom Bodensee in der Rückrunde bärenstark trainiert und gehen locker, flockig und meist frechdreist, im positiven Sinne, an ihre Sache heran. In dieser Saison mussten bereits Eltmann, Waldgirmes, Grafing und Dachau dran glauben. Schwaig und sogar Rüsselsheim wurden von den jungen Wilden in den Tiebreak gezwungen. Höchste Vorsicht ist also geboten.

Am Sonntag steht dann um 15.30 Uhr Stuttgart auf dem Programm. Vor ein paar Wochen hätte man noch gesagt: Abhaken. Stuttgart in Hochform, Leipzig in der Krise. Doch inzwischen haben die einen nachgelassen, die anderen nachgelegt. Stuttgart verlor zuletzt gegen Schwaig, Dachau und Fellbach, wurde von Waldgirmes in den Tiebreak gespielt. Es dürfte also inzwischen wieder etwas ausgeglichener sein. Aber vormachen darf man sich an dieser Stelle auch nichts. Denn so ein Doppelspielwochenende wird nur ein Erfolg, wenn die L.E. Volleys auf dem Punkt da sind, und sich die am vergangenen Wochenende in den entscheidenden Phasen gezeigten Unkonzentriertheiten verkneift.

Nun bleibt also abzuwarten, ob die Leipziger bei ihrer auf Mitternacht geschätzten Ankunft in Leipzig Punkte im Kofferraum haben, oder Dellen im Gemüt. Die heimischen Fans sind aufgerufen, an beiden Tagen die Daumen am Live-Ticker (vbl-ticker.de) zu drücken.

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