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L.E. Volleys: Auswärtsfahrt Nummer 2 im Januar geht ins Schwäbische

Leipziger Bundesliga-Volleyballer müssen sich für den Gegner Fellbach warm anziehen.

In dieser Woche, in der es in das etwa 480 km entfernte Fellbach geht, schaut man bei den L.E. Volleys häufiger als sonst nach den Wetterprognosen. Die Ereignisse vom 23. Februar 2013, als man auf der Fahrt nach Fellbach mehrere Stunden auf der A 9 wegen Schnee und Glatteis stundenlang erst in einem Megastau stand, danach im Eiltempo gen Spielort sauste, diesen mit einer 20 minütigen Verspätung erreichte, und wiederum nur 5 Minuten später ohne vorherige Aufwärmung das Spiel angepfiffen wurde, sind unvergessen. Positiv war an diesem Tag letztendlich für die Leipziger Truppe das sportlich faire Verhalten der Gastgeber, die geduldig mit ihren Zuschauern auf das Eintreffen der Gäste warteten und der spätere Spielgewinn für Leipzig im Tie-Break. Dieses Mal ist alles etwas anders. Der Tabellenführer Leipzig kommt zum SV Fellbach, der sich zum Überraschungsteam der Hinrunde gemausert hat und bereits 10 Erfolge, davon fünf auswärts, aufweisen kann. In der Gäuäckerarena wurden u.a. der superstarke und vorzüglich besetzte Neuling aus Herrsching sowie Rüsselsheim mit jeweils 3:2 und Delitzsch sogar mit 3:0 besiegt. Drei Niederlagen für Fellbach stammen aus dem Monat November, als Trainer Ronconi etwas mit der Leistung seiner Schützlinge haderte. Die Leistungssteigerung insgesamt ist in etwa so erklären. Das Spiel der Gastgeber ist variabler im Angriff geworden, der Block gehört zu den Stärken der Mannschaft.  Zudem kämpfen Spieler der Jahrgänge 1990 und jünger um die Plätze im Stammsechser. Konkurrenz fördert einfach das Spielniveau. Zweimal seit dem Aufstieg im Vorjahr hat sich das Team von Trainer Ronconi bisher in der Leipziger Brüderhölle vorgestellt. Immer ist ihm dabei der Gewinn des Auftaktsatzes gelungen, mit dem die L.E. Volleys oftmals so ihre Probleme haben. Das sollte in Fellbach auf jeden Fall vermieden werden. Denn wenn man die Gastgeber erst einmal ins Spiel kommen lässt, wird es nicht leicht sein, sie aufzuhalten. Trainer Busse wird seine Jungs wie immer akribisch auf den Kontrahenten vorbereiten. Wenn diese in der Lage sind, seine Vorgaben richtig umzusetzen, dann sollten die Leipziger ihrer Favoritenrolle auch gerecht werden und den Vorsprung in der Tabelle absichern können. Ein Durchmarsch wird das aber auf keinen Fall werden und so wird es den Zuschauern sicherlich nicht langweilig werden. Man darf daher gespannt sein, ob das Spitzenspiel der Liga-Süd noch mehr Sportfreunde anzieht als zuletzt das Derby des SV gegen Stuttgart, bei dem sich rund 400 Fans vom stark aufspielenden Gastgeber begeistern ließen. Recherche: Gunter Luetzow

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