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L.E. Volleys: Bis zum Ende gekämpft und dennoch 2:3 verloren

Leipziger Bundesliga-Volleyballer haben noch Sand im Getriebe und besiegen sich selbst

Satz eins und drei gewonnen, den zweiten verschenkt. So gesehen hätten die rund 300 Zuschauer in der Ernst-Grube-Halle am vergangenen Sonntag auch einen 3-Satz-Sieg miterleben können. Doch wie das so ist, im Volleyball. Es gewinnt der, der den letzten Punkt macht. Nach zwei Stunden und zehn Minuten entschieden die Dachauer Gäste die Partie für sich und nehmen zwei der drei erreichbaren Punkte mit nach Hause. Ein Punkt verbleibt für die zwei gewonnenen Sätze als Trostpreis sozusagen an der Pleiße. 25:19, 22:25; 25:20, 17:25 und 11:15 die Satzstände und vier „kleine Bälle“ mehr für die Dachauer machten den Unterschied.

Dabei begann alles noch recht aussichtsreich. Die Anfangsphase zwar noch lange ausgeglichen, aber nach dem 19:18 setzte sich das Busse-Team konsequent ab. Drei Bälle der Dachauer ins Aus, zwei tolle Blockaktionen von Marvin Freese und Roman Metelskiy und der Sack war zu. Ein deutliches 25:19 machte Lust auf mehr.

Und so begann auch der zweite Satz wieder ausgeglichen. Bis zum 16:16 war alles offen. Erneut zwei tolle Blocks des vorgenannten Duos und ein Ass von Sebastian Hähner. 19:16 die Führung in einer entscheidenden Phase. Die L.E. Volleys hätten das Ding einfach nur durchziehen müssen, wie sie es in der vergangenen Saison nahezu immer gnadenlos taten. Doch nach schwächelnder Leipziger Annahme, schwierigen Pässen und einem Aufschlagfehler drehte Dachau den Spieß um und machte den Satz für sich klar. 22:25 aus Leipziger Sicht und 1:1 nach Sätzen.

Der dritte Satz begann mit einem Blockfestival rund um Marvin Freese, der entweder erneut mit Roman Metelskiy oder Christoph Helbig beherzt zugriff. Wieder ein Ass von Sebastian Hähner und das 15:11 war herausgespielt. Die Messestädter sicherten sich diesen Vorsprung und wieder ein Block, diesmal im Alleingang von Roman Metelskiy, beendete den dritten Durchgang erneut deutlich mit 25:20. Leipzig führte also nach Sätzen mit 2:1

Nun hätte es ja noch immer ein 3:1 geben können und somit volle Punktzahl für die Gastgeber. Doch die Dachauer nahmen das Heft in die Hand und wurden von den L.E. Volleys dabei kräftig unterstützt. Zahlreiche technische Fehler im Zuspiel musste sich der Leipziger Dirigent von den Unparteiischen ansagen lassen, und auch in der Annahme zeigte sich auf Leipziger Seite noch viel Sand im Getriebe. So spielten die Gäste diesmal einen schnellen 5-Punkte-Vorsprung heraus, den sie in der Endphase nochmals erweitern und mit 17:25 den Satz für sich entscheiden konnten. Ausgleich.

Der Tie Break begann noch hoffnungsvoll. Ein 5:5 markierte die Ausgeglichenheit im Schlagabtausch. Doch Dachau zeigte sich cleverer, eingespielter und auch irgendwie befreiter, als der Gastgeber. Schnell stand es 6:11 für Dachau und auch eine engagierte Aufholjagd, getragen von Erik Wichert und Sebastian Hähner, konnte das Unheil am Ende nicht mehr verhindern. 11:15, Satz und Sieg für die Bayern.

Letztlich spiegelt das Ergebnis den Stand der Dinge bei den L.E. Volleys wieder: Noch wenig Spielpraxis, ein später Start in die Saison mit verzögert begonnener Vorbereitung, aus verschiedenen Gründen bedingte Abwesenheiten verschiedener Spieler, Veränderungen auf der Zuspielposition und die fehlende Trainingsmöglichkeit in der neuen Heimspielhalle. Diese Fakten brauchen auch nicht als Entschuldigung herhalten, denn so tragisch war dieses verlorene Spiel am Ende auch nicht, auch wenn die seit über einem Jahr andauernde Heimsieg-Serie damit gerissen ist.
Nun dienen acht gespielte Sätze an diesem Wochenende (inkl. des 3:0-Sieges gegen Friedrichshafen) als gute Erfahrung und Gradmesser für den aktuellen Leistungsstand, an dem man arbeiten kann. Christoph Helbig führte sich nach einem Jahr Pause gut in das Team ein und man wird sicher gerne auf ihn zurückgreifen, wenn es sein privater und dienstlicher Kalender erlaubt.

Als MVP (wertvollste Spieler) wurden Sebastian Hähner (L.E. Volleys) und Martin Marconi Carinelli (ASV Dachau) ausgezeichnet.

Die nächste Begegnung findet zum Regionalpokalfinale am kommenden Samstag um 18.30 Uhr gegen den Finalgegner aus Jena statt. Spielhalle ist dann die Leplayhalle (Leplaystr. 11) mit begrenzten Sitzplatzkapazitäten. Und eine Woche später (18.10.) starten die L.E. Volleys auch ihre Auswärtstour nach Waldgirmes, wo um 20.00 Uhr angepfiffen wird. Fans sind gerne eingeladen, sich mit den Volleys auf Tour zu begeben. Gerne werden Mitfahrgelegenheiten organisiert (Fanfahrt@le-volleys.de)

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