Sportive LE Background

L.E. Volleys: Bundesligateam im Zugzwang

Am diesem Samstag bestreitet das Bundesligateam der L.E. Volleys sein drittes Heimspiel in Folge. Zu Gast ist um 20.00 Uhr in der Leipziger Brüderhalle der ASV Dachau. Nach zwei Niederlagen stehen die Leipziger noch ohne Punkte da und belegen derzeit Platz 11 der Tabelle.

Die L.E. Volleys konnten auch im zweiten Heimspiel noch nicht an das Niveau des Vorjahres anknüpfen. „Wir wissen, dass wir gegen Rüsselsheim keine Glanzleistung geboten haben, trotzdem hätten wir die zwei Punkte mitnehmen müssen“, kommentierte Trainer Steffen Busse nach dem Spiel. Zwar war die Annahme weitgehend stabil, dafür fehlte die Effektivität im Angriff. Dort war die Last auf zu wenige Schultern verteilt. In engen Sätzen fehlte wiederum das letzte Durchsetzungsvermögen. Ständig notwendige wechselnde Aufstellungen auf Grund der Personalsorgen tragen wenig zur Sicherheit des Leipziger Spiels bei. Die Ausfälle durch Verletzungen oder die Abwesenheit von Schlüsselspielern wie Kapitän Jan Günther konnte das Team bisher nicht kompensieren.

Auch für das nächste Spiel gegen den ASV Dachau lief die Vorbereitung nicht optimal. Erneut quälen Busse Aufstellungsfragen. Zuspieler Alexander Schneider und Kapitän Jan Günther müssen mit Trainingsausfällen auflaufen. Christopher Niels Käpernick konnte das Training in dieser Woche zwar wieder aufnehmen, wird aber für das Spiel noch nicht voll einsatzbereit sein. Und natürlich wächst der Erfolgsdruck. Für den Trainer heißt dies, Selbstvertrauen wieder aufbauen, mentale Probleme abbauen.

Die Gäste aus Dachau haben ebenfalls einen Fehlstart in die Saison hingelegt. Nach drei Niederlagen gegen den VC Dresden, den GSVE Delitzsch und die FT 1844 Freiburg liegt man auf Platz 13 der Tabelle. Nach dem zweiten Spiel trat Trainer Marc Fertig aus gesundheitlichen Gründen zurück. Ein Trio aus ehemaligen Spielern leitet nun die Geschicke des Teams. Im letzten Spiel gegen die FT 1844 Freiburg knüpften die Dachauer zwar kämpferisch wieder an vergangene Leistungen an. Mit zu vielen Fehlern und zu wenig Durchsetzungsvermögen in den entscheidenden Situationen verbauten sie sich die Chance auf einen ersten Erfolg.

Mit dem ASV Dachau kommt am Samstag ein Gegner in die Brüderhalle gegen den sich die L.E. Volleys schon immer schwer getan haben. In der letzten Saison gingen die Gäste zweimal siegreich aus den hart umkämpften Begegnungen hervor. Da beide Teams unter Druck stehen, ist auch im kommenden Spiel ein heißes Match zu erwarten. Leipzigs Trainer erhofft sich von seiner Mannschaft eine Trotzreaktion: „Die Umstände müssen wir hinnehmen. Aber wir haben ein neues Spiel, eine neue Chance. Wir müssen selbst Fahrt aufnehmen, uns als Team präsentieren, unser Feuer entfachen und kämpfen.“

Die L.E. Volleys rufen alle Fans, Volleyballfreunde und Zuschauer auf, gerade jetzt den Weg in die Halle zu finden, um ihr Leipziger Bundesligateam unterstützen.

Manfred Wiesinger

Präsident

Ihre Kommentar