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L.E. Volleys enttäuschen beim 1:3 in Friedrichshafen


Erstmals als Tabellenführer angetreten, zeigten sie vor rund 100 Zuschauern, darunter 40 mitgereiste Leipziger Fans, eine, wenn nicht sogar die schwächste Saisonleistung. Die Leipziger gaben damit die Tabellenführung wieder an den VC Mendig ab und beendeten damit ihre seit 9 Spielen erfolgreiche Siegesserie. Die Meisterschaftsfrage bleibt weiterhin spannend, beide Teams liegen nun mit 36:12 und nur durch das Satzverhältnis getrennt an der Spitze der Tabelle, dicht gefolgt vom GSVE Delitzsch mit 36:14 Punkten.

Die L.E. Volleys kamen von Beginn an nicht ins Spiel. Zwar stabilisierte sich der Aufschlag nach dem ersten Satz, doch die Annahme blieb unzuverlässig und unpräzise. In der Abwehr kam man zu oft zu spät, es wurden zu viele leichte Bälle zugelassen. Der Block agierte zu selten erfolgreich, dass Spiel war statisch und wenig variabel und die Angreifer scheiterten häufiger an sich selbst als am Gegner. Insgesamt ein Spiel auf sehr mäßigem Niveau, in dem die Leipziger nicht einmal das Geschenk von allein 30 Aufschlagfehlern der Gastgeber zum Sieg nutzen konnten. In den Gesichtern der Spieler herrschte Ratlosigkeit und Ungläubigkeit. Leipzigs Trainer Steffen Busse zeigte sich tief enttäuscht nach der auch kämpferisch nicht überzeugenden Leistung seines Teams, entschuldigte sich gar bei den mitgereisten Fans, ebenso wie Kapitän Jan Günther. Es sei seine bisher bitterste Niederlage, die er einzustecken habe, so Busse.

Den ersten Satz gewannen die L.E. Volleys mit 25:15, doch bereits hier machten sie die Punkte nur phasenweise selbst. Die Gastgeber steuerten ein gutes Dutzend durch Aufschlag- und technische Fehler bei. Zeitweise kam gar kein Spiel zu Stande. Ab dem 7:6 zogen die L.E. Volleys Dank einiger gelungener Aktionen und besagter Fehler davon, der einmal „erspielte“ Vorsprung hielt bis zum Satzende.

Den Höhepunkt des 2. Satzes bildete ein verlängerter Liberowechsel der Gastgeber, der einem fehlenden Trikot geschuldet war. Nach anfänglich ausgeglichenem Satz zogen die Gastgeber ab Mitte des Satzes bis zum 12:17 davon. Nach einem Doppelwechsel Lyubomir Velichkov für Alexander Schneider im Zuspiel und Christian Jende für Eder Pinheiro im Angriff glichen die L.E. Volleys beim 19:19 aus. Im weiteren Verlauf konnten sie aber vor allem in Angriff nicht mehr punkten und gaben den Satz mit 21:25 ab.

Im Dritten Satz führten die L.E. Volleys mit 19:13. Dieser Sechspunkte-Vorsprung reichte, symptomatisch für dieses Spiel nicht zum Satzgewinn. Die weiter wacklige Annahme und Schwächen im Abschluss kosteten Punkt für Punkt. Die Gäste wurden immer ratloser, dafür spielten die Gastgeber bis auf den Aufschlag solide weiter, drehten den Satz und gewannen ihn 25:23.

Der 4. Satz verlief ausgeglichen bis ins Satzfinale. Lyubomir Velichkov kam nun als Annahme/Außenspieler aufs Feld. Im Zuspiel agierte wieder Alexander Schneider. Leipzig machte weiterhin die wichtigen Punkte nicht, konnte sich nicht absetzen. Am Ende wehrten die VolleyYoungstars einen Satzball der Gäste ab und verwandelten ihren zweiten zum verdienten Spielgewinn.

Präsident Wiesinger, krankheitsbedingt zuhause geblieben, zeigte sich tief enttäuscht über diese Niederlage. „Da tröstet es auch wenig, dass alle anderen Spitzenreiter ebenfalls gegen Friedrichshafen verloren haben. Denn nicht der Spielverlust, sondern die Art und Weise, wie er zustande kam, sei völlig inakzeptabel. Aber dieses Lehrgeld müsse man nun mal bezahlen, wenn man eine junge Mannschaft ausbildet, räumt er wieder etwas versöhnlich ein, auch wenn er den mitgereisten Fans einen schöneren Ausklang eines eigentlich gelungenen Fan-Ausfluges gegönnt hätte.“

Die L.E. Volleys müssen sich nun am nächsten Samstag um 19.00 Uhr im letzten Heimspiel der Saison in der Leipziger Brüderhalle gegen den TSV Friedberg rehabilitieren. Mit einem Sieg bliebe die Chance auf die Meisterschaft erhalten, und die Mannschaft könne sich dann mit einem guten Gefühl von seinem Leipziger Publikum aus der Heimspielsaison verabschieden.

Manfred Wiesinger

Präsident

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