Sportive LE Background

L.E. Volleys: Hoch geflogen, tief gefallen

Die Serie ist gerissen und die L.E. Volleys haben in Schwaig 1:3 verloren. Schlimm ist das nicht, denn nach acht Niederlagen zu Saisonbeginn, konnte man trotz der zuletzt sieben Siege nicht davon ausgehen, nun in jedem Spiel als Sieger vom Feld zu gehen. Bitter ist nur, dass eigentlich mehr drin gewesen wäre.

 

Die L.E. Volleys begannen furios. Nach ein paar Spielzügen zum Eingewöhnen zogen die Leipziger davon. 17:8, 20:11 und 25:13. Hier drohte nichts anzubrennen. Es schien alles zu gelingen und Schwaig musste nur konsequent zu Fehlern gezwungen werden. Mehr war nicht nötig.

 

Doch so hoch die L.E. Volleys flogen, so tief sind sie dann im zweiten Satz gefallen. 0:4, 4:17. Es drohte eine Blamage. Mindestens genauso, wie die Mannschaft plötzlich blockiert war, so blockiert war auch Trainer Bauch. Anstatt irgendetwas zu versuchen, tat er nichts, bis zu diesem Zeitpunkt. Erst dann brachte er Ilewicz für Köthen, und beim 4:18 Burgartz für Bicanin. Elf Punkte konnten in dieser neuen Konstellation noch geholt werden. Doch um den Schwaiger Satzerfolg noch zu gefährden, war es dann doch zu spät. 15:25 lautete dann fast spiegelbildlich zum ersten Durchgang das Satzergebnis.

 

Der Mut, den die Volleys aus der Schlussphase des zweiten Durchgangs mitnahmen, brachte im dritten Satz dann zunächst einen schnellen Vorsprung. Doch aus der 7:4-Führung wurde schnell ein 7:10-Rückstand. Diesem hechelte Leipzig lange hinterher, ehe Schwaig sich dann wieder absetzen und mit 19:25 den Satz gewinnen konnte.

 

Im vierten Satz bestand nun die letzte Chance, doch noch mindestens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen oder sich doch noch die Chance auf einen Tiebreak-Sieg zu sichern. Lange Zeit führten die Volleys. 7:4, 10:6 und 15:12. Doch Schwaig hatte etwas dagegen, blockte stark und entschärfte damit Hähner und Wichert im Angriff. 21:21 und es war spannend. Schwaig zog das bessere Ende auf seine Seite und bezwang die L.E. Volleys nun mit 22:25 und somit 1:3 nach Sätzen. MVP auf Leipziger Seite wurde Libero Samuel Rodiek.

 

Letztlich zeigte Satz eins, was die Mannschaft kann. Und die weiteren Sätze zeigten, dass man sich wenn, dann eher selbst im Weg steht. Mannschaft und Trainer. Denn auch letzterer wird verstanden haben, dass „Nichteingreifen“ aus Angst vor Fehlentscheidungen der größte Fehler ist. Insofern war der Ausflug nach Schwaig eine Lernreise, die aber den positiven Eindruck der letzten Wochen nicht schmälert.

 

Am kommenden Wochenende ist nun Pause. Der große DVV-Pokal in Mannheim macht es möglich. Und am 4. Februar begrüßen die L.E. Volleys dann ihren Tabellen-Nachbarn Hammelburg in der Brüderhölle.

 

Ihre Kommentar