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L.E. Volleys: Mission Herbstmeisterschaft

Leipziger Bundesligavolleyballer kämpfen am Wochenende in Bayern

 

Die L.E. Volleys haben sich die Meisterschaft der zweiten Bundesliga Süd als Saisonziel und damit viel vorgenommen. Auf dem Weg dorthin gibt es nun aber in Kürze eine längere Pause, die sich so manch gestresster Spieler wohl herbeisehnen mag. Doch bevor es so weit ist, muss erst einmal die Herbstmeisterschaft eingefahren werden, wozu das Busse-Team am kommenden Wochenende gleich zweimal die Chance erhält. Am Samstag schlagen die Leipziger beim Zweitplatzieren und ärgsten Verfolger, dem TSV Herrsching am Ammersee auf, ehe sie am Sonntag dann beim Internatsteam des VCO Kempfenhausen in Ingolstadt ans Netz müssen.

 

Ein einziger Sieg aus den beiden Spielen würde für das Zwischenziel Herbstmeisterschaft schon reichen, doch genau das ist das Dilemma. Auch wenn man gegen ein Team wie Herrsching schon mal verlieren kann, so ist es doch eine Frage der Ehre, seinem Verfolger die Stirn zu bieten. Und sollte das klappen, will man natürlich beim Volleyball-Nachwuchs des VCO die Punkte auch nicht einfach so liegen lassen, was bei wenig Achtsamkeit schon mal passieren kann.

 

Der GCDW, wie der TSV Herrsching auch genannt wird, sorgt mir seiner cleveren Marketingstrategie (Geilster Club Der Welt) als Aufsteiger jetzt schon für Furore, präsentiert sich professioneller als so manch alteingesessener Verein der zweiten Liga, ja vielleicht sogar im Erstliga-Vergleich. Der Verein am Ammersee organisiert abwechslungsreiche Spieltage, hat die Halle voll und spielt bis jetzt eine herausragende Saison, musste nur dreimal als Verlierer vom Feld gehen. Mit dem Heimvorteil im Rücken wird es also für die Leipziger ganz schwer werden, die erhofften Punkte einzufahren.

 

Für den einen oder anderen Akteur wird das Match am See auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten sein. Roy Friedrich, der Herrschinger Mittelblocker und Nachwuchsmann aus Sachsen, spielte zusammen mit Roman Metelskiy und Kapitän Jan Günther in der Saison 2008/09 beim VC Leipzig und hatte sich die Sympathien der Leipziger Zuschauer erspielt. Sebastian Prüsener als ehemaliger Nationalmannschafts-Libero und Beachvolleyball-Partner von Jan Günther ist ebenfalls kein Unbekannter. Da müssen dann alte Freundschaften am Netz erst einmal abgelegt und die netten Gespräche auf die Zeit nach dem Spiel verlegt werden.

 

Der Sonntags-Gegner vom VCO gewann als Tabellenschlusslicht zwar erst drei Spiele, die aber gegen Mainz, Stuttgart und Schwaig. Alles Mannschaften, die wiederum die L.E. Volleys tüchtig ärgerten. Delitzsch und Freiburg mussten bis in den TieBreak kämpfen, um den VCO zu bezwingen. Also wird auch dieses Spiel bestimmt kein Selbstläufer werden, zumal man am Sonntag sicher die Partie gegen Herrsching noch in den Knochen spüren wird.

 

Ein Doppelspieltag, der es also in sich haben wird. Dies ist sicherlich auch der Grund, weshalb viele Leipziger Fans und Vorstandsmitglieder mit nach Bayern kommen und trotz der notwendigen Übernachtung ihr Team anfeuern werden. Darunter auch Sponsor Thomas Preußler, Inhaber des Bau- und Farben Kontor in Leipzig. Preußler, der auch als Spieler-Papa mit seinem Sohn schon fleißig den Bezirk zu den Nachwuchsspielen bereist und fast kein Heimspiel seiner L.E. Volleys in der Bundesliga verpasst, setzt sich selbst ans Steuer seines Kleinbusses und transportiert einen Teil der Fans höchstpersönlich. „Die Mannschaft macht mir einfach so viel Freude und spielt eine tolle Saison. Da lasse ich es mir doch nicht nehmen, beim Jahresendspurt mit dabei zu sein“ so Preußler über seinen Wochenend-Trip, den er trotz eines engen Terminkalenders zur Herzenssache gemacht hat.

 

Wenn dieses Wochenende erfolgreich über die Bühne gebracht wurde, beginnen bei den L.E. Volleys die Jahresend-Events. Gleich am Montag den 16.12. findet ab 18.00 Uhr in der Leplayhalle das traditionelle Härteturnier statt und am Samstag den 21.12. beginnt um 10.00 Uhr die Weihnachtsfeier mit sportlichen Aktivitäten für Groß und Klein ebenfalls in der Leplayhalle.

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