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L.E. Volleys: Wird es das Meisterstück ?

Leipziger Bundesliga-Volleyballer können schon am Samstag mit einem Heim-Sieg Meister werden.

Womöglich ist es das wichtigste Spiel der L.E. Volleys in der nun 5-jährigen Vereinsgeschichte. Nach den hervorragenden Platzierungen in den letzten vier Jahren (davon zweimal Vize-Meister), wird es nun aber auch mal Zeit für die Meisterschaft und das Busse-Team ist nah dran. Gewinnen die Leipziger die kommende Partie zuhause gegen Mainz, ja dann ist ihnen der Pott nicht mehr zu nehmen.

Doch genau darin liegt ja die Gefahr, wenn man ein Spiel zum Schicksals-Spiel macht und damit den Druck auf die Mannschaft drastisch erhöht. Hinzu kommt noch, dass man gegen die Gäste, die eigentlich im Tabellenkeller liegen und zur Pflichtaufgabe werden sollten, noch in der Hinrunde verlor und damit eine schmerzliche von insgesamt nur drei Niederlagen in dieser Saison beigebracht bekam. Aber es nützt auch nichts, diese Umstände zu verdrängen und sich zu sagen, man kann ja bei Misserfolg auch noch eine Woche später in Dachau gewinnen oder dann zuhause in Leipzig gegen Herrsching. Denn leichter werden sie nicht, die Gegner. Einer davon ist ja ebenso auf die Meisterschaft aus und schielt sicher am Samstag auch gespannt im Live-Ticker, ob die Leipziger jubelnd oder geprügelt aus der Partie gehen werden.

Spannend wird es allemal. Denn erneut muss Steffen Busse zaubern. Konnte er am vergangenen Doppelspiel-Wochenende noch Zuspieler Alexander Schneider auf die Libero-Position schieben, und damit die Ausfälle von Axel Roscher und Henry Glöckner kompensieren, so fehlt nun genau dieser „universelle“ Schneider zusätzlich zu den beiden etatmäßigen Liberos. Was also kommt jetzt? Lassen wir uns überraschen, was dieser Busse nun schon wieder ausheckt.

Mainz selbst steht auf dem letzten abstiegsfähigen Platz, denn der dahinter liegende VCO Kempfenhausen kann als gesetztes Nachwuchsinternat nicht absteigen. Zum rettenden Platz bei den Freiburgern fehlen ganze 9 Punkte in noch vier zu absolvierenden Spielen. Eine fast unlösbare Aufgabe. Und genau das wird es sein, was der Partie den Pfeffer verleiht. Mainz kann befreit aufschlagen, da es kaum noch was zu verlieren hat. Und die Volleys müssen punkten, da sie alles verlieren können, inkl. Meisterschaftstanz am selben Abend.

Schützenhilfe könnte auch aus Rüsselsheim kommen, wenn bei den Leipzigern alle Stricke reißen. Denn gewinnen die Hessen ihr Match gegen Herrsching, ist für Leipzig auch die Meisterschaft erreicht, egal, wie man sich die restlichen Spieltage der Saison präsentiert. Und wollte sich Leipzig dann bei Rüsselsheim bedanken, müsste es am letzten Spieltag Herrsching wiederum besiegen, um den Hessen die Vize-Meisterschaft zu verschaffen. Und Delitzsch könnte dann ebenso am Team vom Ammersee vorbeiziehen, und sich damit einen Treppchenplatz sichern. Also ziemlich eng, auf den Plätzen zwei bis vier.

Doch all die Rechnerei ist obsolet, denn Steffen Busse indes ist sich sicher, dass „seine“ Jungs das Ding ziehen werden. Zu sehr hat man sich schon daran gewöhnt, dass diese Ausnahmetruppe wie schon während der ganzen Saison alles Verfügbare in die Waagschale werfen wird, um nicht auf den letzten Metern zu straucheln. Man will es nicht auf einen Schlagabtausch in Dachau oder zuhause gegen Herrsching ankommen lassen. Diese Spiele will man schließlich nur noch genießen. Gemeinsam mit den besten Fans der Liga, wie Hallensprecher Pfefferkorn die treuen Leipziger Zuschauer inzwischen nennt.

Anpfiff der Partie in der Brüderhalle ist um 20.00 Uhr.

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