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L.E. Vollys. Leipziger Bundesligavolleyballer zuhause weiter ungeschlagen

Alleinstellungsmerkmale

Vor rund 350 Zuschauern bleiben die L.E. Volleys als einziges Team der zweiten Bundesliga Süd zuhause weiterhin ungeschlagen und gewinnen gegen Angstgegner Dachau nach nur 71 Minuten mit 3:0 (25:20, 25:15, 25:22). Damit sind die Leipziger auch als einziges Team der Liga noch nie ohne Punkte vom heimischen als auch vom auswärtigen Parkett gegangen und nehmen folgerichtig weiterhin die Tabellenführung ein.

Noch eine Woche zuvor schwächelte das Busse-Team in Mainz, zeigte seine schlechteste Leistung seit Saisonbeginn, kehrte mit nur einem Punkt nach Leipzig heim. Doch die Aufarbeitung innerhalb der Mannschaft und mit Trainer Busse zeigte nach einem engagierten Abschlusstraining in der zurückliegenden Woche deutliche Wirkung.

So begannen die Volleys gleich im ersten Durchgang viel frischer als noch eine Woche zuvor, lagen schnell mit 13:7 in Front und zogen durch. Ansehnliche Aufschläge, sichere Angriffe und eine punktgenaue Blockarbeit wurden mit einem deutlichen Satzgewinn zu 25:20 belohnt.

Überragender Akteur war auch im zweiten Satz Christoph Rascher, der die zahlreichen Pässe von Ole Schwerin über die Mitte zuverlässig verwandelte. Letzterer legte zudem seine Aufschläge oft als Ass in das gegnerische Feld. Nach einer weiteren deutlichen Führung (16:9, 18:10) sah Trainer Busse die Zeit gekommen, weiteren Spielern Einsatzzeiten zu gönnen, die schon scharrend in der Wechselzone auf ihren Auftritt warteten. Alexander Schneider, nach langer Verletzungspause zurückgekehrt, kam unter großem Willkommensapplaus ins Spiel. Er setzte den ebenfalls eingewechselten Roman Metelskiy gleich in Szene, der ebenfalls seine Chance ergriff und mehrfach zuverlässig und erfolgreich ins gegnerische Feld schlug.

Wenn es einen Kritikpunkt an den Volleys gibt, dann, dass sie häufig nach deutlicher Führung vom Gaspedal gehen. So auch in diesem Spiel und im dritten Satz, was bei einem Gegner wie Dachau schnell zum Problem wird. Denn die Gäste wollten keinesfalls die Punkte all zu leicht an Leipzig vergeben, präsentierten sich während der ganzen Partie ohne hängende Köpfe, motivierten sich als Team immer wieder vor der lautstarken Gastgeberkulisse selbst. So nutzten sie die kurze Schwächephase der Volleys und zogen davon. Bis zum 15:18 konnten sie engagiert das Spiel noch offenhalten, deuteten eine Satzverlängerung an. Busse brachte Roscher und Freese, wollte frischen Wind ins Spiel bringen. Und Leipzig legte wieder eine Schippe drauf. Rascher, Hähner, Wichert, Rascher und Schwerin. Allesamt punkteten sie hintereinander weg und schon stand es wieder 20:18 für Leipzig. 25:22 der anschließende Satzgewinn und damit das erfolgreiche 3:0. Ein paar Aufschlagfehler weniger seitens der Dachauer, und der Verlauf hätte ein anderer sein können.

Letztlich haben sich die Spieler der L.E. Volleys selbst bewiesen, dass eine konzentrierte Trainingsbeteiligung vor dem Spiel und die Geschlossenheit auf dem Feld höher wiegen, als die Stärke einzelner Spieler und dass man keine Übermannschaft ist, die ohne Fleiß gewinnen kann. Diese Devise sollte nun noch für die verbleibende Saisonwoche der Hinrunde und vor der Winterpause gelten, ehe es am kommenden Wochenende nach Herrsching und nach Ingolstadt geht. Gewinnen die Leipziger noch eine dieser zwei Partien, so sind sie Herbstmeister und einen Schritt in Richtung Saisonziel weiter. Ein Sieg gegen den stärksten Rivalen Herrsching ist darüber hinaus eine Frage der Ehre und steht auf dem Wunschzettel aller Beteiligten. Und man freut sich auf den Trip an den Ammersee, wo Volleyball wohl auch so stimmungsvoll zelebriert wird, wie in der heimischen Brüderhölle. Grüß Gott nach Bayern.

 

Foto: Kathrin Klug

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