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Leipziger Bundesliga-Volleyballer fiebern dem Derby aller Derby’s entgegen

L.E. Volleys: Die Ruhe vor dem Sturm

15 Spiele, 13 Siege, als einziges Team der Liga nicht einmal ohne Punkte vom Platz und ebenfalls als einzige Mannschaft zuhause ungeschlagen. Das ist die bislang höchst erfolgreiche Bilanz der Leipziger Bundesligavolleyballer in der laufenden Saison und seit ihrem Bestehen. Der Lohn ist die Tabellenführung und komfortable sieben Punkte Vorsprung auf den ärgsten Verfolger aus Herrsching. Doch ist es wirklich Herrsching, der in Leipzig für Kribbeln sorgt, beim Gedanken an das diesjährige Ziel, die Meisterschaft zu erringen?

Nicht weit entfernt von Leipzig macht sich der GSVE Delitzsch auf, seinen schwachen Saisonstart vergessen zu machen. Kaum einer in der Liga sah vor einigen Wochen in Delitzsch noch einen echten Anwärter auf das Treppchen. Die Leipziger servierten Delitzsch in ihrem dritten Saisonspiel mehr als deklassierend mit 3:0 ab. Spieler als auch Zuschauer rieben sich die Augen, fragten sich, wo der Pfeffer des in den vergangenen Jahren immer so brisanten Derby’s geblieben ist. War es eine Top-Leistung der Leipziger, oder einfach ein schwarzer Tag der Delitzscher, welcher zu so einer Blamage für die Randleipziger führte.

Beides war wohl für diesen Tag richtig. Die L.E. Volleys spielen seit Saisonbeginn aus einem erstmalig seit ihrem Bestehen komfortabel großen Kader Vorteil ziehend eine großartige Saison. Und Delitzsch ist, bzw. war im Umbruch, integrierte neue junge Spieler, will den Generationenwechsel nach und nach vollziehen. Da blieb es nicht aus, dass auch Partien für Delitzsch verloren gingen, in denen man den Gegner in den Vorjahren noch nebenbei vernascht hätte. Nun, einige Spieltage später präsentiert sich Delitzsch aber wieder als das Emotionsteam, als das man es kennt und siegen sah. Und auch enorm ersatzgeschwächt gelang es dem Derbygegner vom kommenden Samstag, um ihr Leben, weil gegen den Abstieg spielende Stuttgarter zu besiegen.

Was darf man also vom kommenden Spieltag in der Delitzscher Arthur-Becker-Halle erwarten? Die Wiederholung der Klatsche für Delitzsch oder wieder ein bis in die letzten Nervenenden spannendes Spiel für Spieler und Zuschauer bis in die Verlängerung? Oder werden die L.E. Volleys gar zum Abendbrot verspeist? Die Bilanz für die L.E. Volleys sieht insgesamt gut aus. 6:3 Siege und 21:17 Sätze seit Start in der zweiten Liga. Offen nur die Frage, ob die L.E. Volleys nun im 119. Bundesliga-Spiel ihren 89. Sieg oder die 30. Niederlage einfahren werden.

Aus Leipziger Sicht ist eines klar. Die Nummer eins will die Nummer eins bleiben. Von den hart erkämpften sieben Punkten Vorsprung in der Tabelle soll kein bisschen abgegeben werden. Und wenn man am Samstag in Delitzsch den Gastgebern zum richtigen Zeitpunkt den Nerv zieht, dann hilft auch kein Geschrei und kein Gezeter der Granden vom Lober mehr. Dann ziehen die Volleys durch. So, wie man es von ihnen inzwischen erwartet. Die Bürde des Verfolgten kann keiner der Akteure mehr ablegen, die Favoritenrolle kann nicht weggeschoben werden und damit müssen alle im Team der Leipziger klar kommen. Alles andere wäre unangemessenes Understatement. Die Chance des Sieges hat Delitzsch, die Pflicht des Sieges aber Leipzig.

Spielbeginn am Samstag, 25.1. um 20.00 Uhr.

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