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Leipziger Bundesliga-Volleyballer gewinnen auch ihr Rückrundenspiel gegen Fellbach

L.E. Volleys: Zum 13. Mal siegreich

Auch ohne volle Besetzung gelingt den L.E. Volleys bis jetzt die Wiederholung der erfolgreichen Hinrunde. Nach dem die Leipziger am vergangenen Spieltag ihr 3:0 Ergebnis der Hinrunde in Grafing bestätigten, gelang dies am Samstag auch in Fellbach, wo das Busse-Team erneut mit einem 3:1 und somit voller Punktzahl als Sieger vom Feld ging. Nach 94 Spielminuten verwandelte Ole Schwerin vor rund 250 Zuschauern den Matchball mit einem Ass. 13 Siege in 15 Spielen bedeuten auch weiterhin eine souveräne Tabellenführung.

Ohne Christoph Rascher und Eugen Bakumovski reiste das Team dezimiert in Fellbach an und Sebastian Hähner, der noch bis 15.00 Uhr arbeiten musste, wurde unter Ausreizung voller Pferdestärken einzeln nach Fellbach transportiert, wo er erst kurz vor dem Spiel und nach vierwöchiger Volleyball-Abstinenz als Matchwinner eintraf, wie sich im Verlauf des Spiels noch herausstellen sollte.

Die Volleys begannen im ersten Satz hochkonzentriert, Marvin Freese setzte den ersten Aufschlag als Ass ins gegnerische Feld und Kapitän Günther ließ alle Anwesenden wissen, dass er mit seinem Team als Sieger vom Platz gehen wolle. Geschickt von Zuspieler Ole Schwerin über Mitte eingesetzt, versenkte er einen Punkt nach dem anderen im Feld der Gastgeber. Im Angriff glänzten Erik Wichert und Jannik Kühlborn, welche nur noch vom spät eingetroffenen Sebastian Hähner übertrumpft wurden, der nahezu jeden seiner Angriffe zum Erfolg führte. Eine frühe Führung mit 8:4 und 16:10 war die logische Konsequenz, welche sich bis zum Satzende bewahren ließ. Marvin Freese, der den ersten Punkt des Spiels machte, zauberte erneut und verwandelte dann auch den Satzball zum 25:16.

Der zweite Satz begann deutlich ausgeglichener. Fellbach hatte sich gefangen und Leipzig konnte seine Angriffe nicht mehr so zwingend umsetzen, wie es noch zu Spielbeginn gelang. Beim 24:22 hatte Leipzig zwei Satzbälle, die jedoch von Fellbach unterbunden werden konnten. 25:25, 26:26 und am Ende hatte Fellbach das Quentchen mehr Glück und verwandelte zum eigenen 26:28-Satzgewinn.

Der Ausgleich nach Sätzen rüttelte Leipzig wach und die L.E. Volleys wiederholten den ersten Satz fast spiegelbildlich. Der sächsische Block wurde sicherer und Sebastian Hähner punktete wieder ein ums andere Mal. Jannik Kühlborn glänzte nun insbesondere mit einer sicheren Annahme und so konnte Ole Schwerin die Bälle nach Belieben verteilen. Nun war es ein Fellbacher Aufschlagfehler, der den Satz für Leipzig zum deutlichen 25:17 beendete.

Im vierten Satz konnten sich die Gastgeber noch ein wenig steigern, blieben den Leipzigern immer mit nur zwei drei Zählern Abstand auf den Fersen. Letztlich siegte nun eine in dieser Saison bei den L.E. Volleys nicht immer vorhandene Kontinuität im Spiel und im Endspurt hielt sich das Busse-Team schadlos. Diesmal war es Ole Schwerin, der mit einem Ass den Satz- und Matchball zum 25:19 verwandelte.

So deutlich, wie es das Ergebnis suggeriert, war das Spiel aber dann doch nicht gewonnen. Mit Fellbach wurde ein starker Gegner bezwungen, der zu Recht auf dem dritten Platz der Tabelle steht. Nun waren es aber die Leipziger Akteure, die auch im Vergleich zu einer bisher guten Saison noch einmal über sich hinauswachsen konnten. Wenn man etwas kritisieren sollte an diesem Spiel, dann ist es die manchmal noch zu zaghafte Feldverteidigung und freie Marktplätze, die man dem Gegner für seinen Angriff offen hält. Aber dies ist Klagen auf hohem Niveau, bei einem Team, dass vor allem eins gelernt hat: Ausfälle zu kompensieren und auch vermeintlich ersatzgeschwächt engagiert zu Werke zu gehen.

Ob nun auch im dritten Spiel der Rückrunde das erfreuliche Hinrunden-Ergebnis wiederholt werden kann, zeigt sich schon am kommenden Samstag, wenn die L.E. Volleys beim Lokalkonkurrenten in Delitzsch aufschlagen, der sich an diesem Spieltag mit zahlreichen Personalsorgen beim Schlusslicht in Stuttgart sehr schwer getan hat und erst im TieBreak das Spiel für sich entscheiden konnte. Sollte das Ergebnis der Hinrunde also erzielt werden, dann müsste es schon ein 3:0 für Leipzig sein, was man aber nach der Delitzscher Leistungssteigerung im Lauf der Saison so nicht unbedingt erwarten darf.

Für Leipzig: Jan Günther, Henry Glöckner, Marvin Freese, Sebastian Hähner, Jannik Kühlborn, Ole Schwerin, Erik Wichert, Roman Metelskiy, Alexander Schneider

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