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Leipziger Bundesliga-Volleyballer kämpfen sich zum 3:1 gegen Delitzsch

L.E. Volleys: Siegreich auch in Delitzsch

Es war nicht das beste ihrer Spiele, aber eines der wichtigsten. Und so kämpften sich die L.E. Volleys auch im Rückrundenmatch der Saison am vergangenen Samstag in der mit rund 420 Zuschauern gut gefüllten und stimmungsvollen Arthur-Becker-Halle in Delitzsch zum Sieg. Rund ein Drittel der Fans kamen dabei aus Leipzig, welche ihre L.E. Volleys während der 98 Minuten Spielzeit immer wieder anfeuerten und so auch ihren Beitrag zum 3:1-Spielgewinn leisteten. Das Verfolgerfeld schwindet, da Freiburg und Fellbach ihre Spiele jeweils 0:3 verloren. Einzig der ärgste Konkurrent aus Herrsching bleibt dran und liegt mit 7 Punkten Abstand hinter den L.E. Volleys auf Platz zwei der Tabelle in Lauerstellung.

Die Leipziger nahmen dem Derby im ersten Satz gleich ein wenig der knisternden Stimmung, weil sie das Spielgeschehen von Anfang an dominierten. Schnelle Satzführungen zu den technischen Auszeiten beim 8:5 und 16:11 unterstrichen den Siegeswillen. Kapitän Jan Günther konnte mit Angriffen über die Mitte überzeugen und hielt seine Mannen zusammen. Allen voran punktete ein gut aufgelegter Erik Wichert ein ums andere Mal und verwandelte den Satzball beim 25:18 zum ungefährdeten Satzgewinn.

Doch dann war er wieder da, der berühmte zweite Satz. Die L.E. Volleys ließen sich nun ihrerseits, wohl überrascht vom deutlichen Satzgewinn, von Delitzsch überrollen und lagen beim 15:18 gefährlich zurück. Nichts ging mehr. Der 15. Punkt sollte der letzte für die Volleys in diesem Durchgang sein und es folgte eine Serie von sieben Zählern in Folge für die Delitzscher, die ihrerseits wissen lassen wollten, wer der Herr im Hause ist. 15:25 der verdiente Satzgewinn für die Gastgeber und 1:1 nach Sätzen.

Nun war es ein Hin und Her im Spielgeschehen. Leipzig zog im dritten Satz schnell auf 8:3 davon. Erik Wichert und Eugen Bakumovski bestimmten in der Anfangsphase wo es lang ging und überzeugten mit tollen Angriffsbällen oder überlegten Ballplatzierungen ins Feld des Gegners. Doch wie im gesamten Spiel schlichen sich immer wieder Aufschlagfehler auf Leipziger Seite ein und so schmolz der Vorsprung für die L.E. Volleys immer wieder gefährlich dahin. Doch Ole Schwerin verteilte clever die Pässe und setzte seine Kollegen variabel ein. So konnte Leipzig das Zepter des Geschehens wieder in die Hand nehmen und diesen wichtigen Satz mit 25:21 für sich entscheiden.

Im vierten Durchgang konnte keine der beiden Mannschaften richtig dominieren und so war es dann auch der spannendste Schlagabtausch in diesem Spiel. Während Leipzig zur ersten technischen Auszeit mit 8:5 führte, waren es die Delitzscher, die bei der zweiten mit 16:18 aus Leipziger Sicht in Führung lagen, nachdem sie beim Stand von 9:6 für Leipzig mit drei Assen hintereinander zum 9:9 ausglichen und für einen kurzen Moment den Volleys den Zahn zogen. Spannend wurde es am Ende aber wiederum, als Leipzig in der entscheidenden Phase gleich drei der 12 Aufschlagfehler in diesem Spiel produzierte. Der Ex-Delitzscher und nun Leipziger Routinier Christoph Rascher „erblockte“ zum 24:23 den ersten Leipziger Matchball, der mit einem Aufschlagfehler auf Leipziger Seite vergeben wurde. Jannik Kühlborn sorgte für den zweiten Matchball zum 25:24. Auch dieser wurde mit einem Leipziger Aufschlagfehler versemmelt, was sicherlich auch dem hohen Druck des „Siegenmüssens“ geschuldet sein dürfte. 25:25 der Ausgleich und wieder alles offen. Am Ende war es der Matchwinner Erik Wichert, der die letzten beiden Punkte beisteuerte und nach einer Rettungsaktion von Sebastian Hähner in der Annahme beim 27:25 den Matchball verwandelte und seinen insgesamt 25. Punkt in diesem Spiel erzielte.

Die vielen Leipziger Zuschauer applaudierten hoch zufrieden und zollten der kämpferischen Leistung beider Mannschaften und allen voran ihren Volleys Respekt. Es war ein spannender Volleyball-Abend mit einem Satz als Zugabe im Vergleich zum Hinrunden-Spiel und der 89. L.E. Volleys-Sieg in der nun bald 5-jährigen jungen Bundesliga-Geschichte des Vereins. Die 30. Niederlage muss also noch weiter geduldig warten.

Am kommenden Wochenende spielen die L.E. Volleys nach vielen Wochen Auswärts-Abwesenheit endlich wieder in der Brüderhalle. Der Doppelspieltag bietet am Samstag um 20.00 Uhr die Revanche gegen Freiburg und am Sonntag ein Stelldichein zur besten Kaffee-Zeit um 15.00 Uhr gegen Kempfenhausen. Der Verein bietet hierzu ein Kombi-Ticket an. Beim Kauf des Sonntags-Tickets zusammen mit dem für Samstag, kosten beide zusammen 9 Euro (statt 12) und 4,50 ermäßigt (statt 6 Euro).

 

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