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Leipziger Finswimmer wollen groß auftrumpfen

Im Ausrichten von Wettkämpfen sind die Finswimmer des SC DHfK Leipzig längst alte Hasen. Schließlich richten sie am kommenden Wochenende bereits zum 5. Mal eine Deutsche Meisterschaft aus. Von Freitag (4. Juni) bis zum Sonntag (6. Juni) werden auf den acht Bahnen der Universitäts-Schwimmhalle insgesamt 24 Siegerinnen und Sieger ermittelt. Möglichst viele davon wollen sich die Lokalmatadoren vom SC DHfK erschwimmen. Schließlich schickt der Verein insgesamt gleich 35 Starter in die Rennen. Außerdem wird in der Schwimmhalle in der Mainzer Straße nicht nur um Titel und Medaillen geschwommen, sondern auch um die Tickets für die Ende Juli stattfindenden Europameisterschaften in Kasan. Der Star und gleichzeitig der Gejagte ist auch diesmal wieder der zweifache Weltmeister Sven Lützkendorf. Doch der 25-Jährige hat nach seinem Coup bei der WM im letzten Jahr in Sankt Petersburg, als er über 800 und 1.500 Meter jeweils Weltmeister in Weltrekordzeit wurde, hat in diesem Jahr schon einige ungewohnte Niederlagen einstecken müssen.

„Es ist einfacher jemanden zu jagen, als selbst der Gejagte zu sein. Die Erwartungen an mich sind enorm gestiegen, deshalb mach ich mir wohl selbst am meisten Druck. Ich muss lernen, mit der Anspannung richtig umzugehen“, blickt „Lütze“ voraus. Und nicht nur im Wasser, auch in der Uni ist der Druck derzeit immens. Schließlich hat der Sportstudent in den nächsten Monaten einige Prüfungen auf dem Plan, die er unbedingt bestehen muss. Doch auch wenn der deutsche Vorzeige-Finswimmer angeschlagen ist, scheint er doch zumindest im eigenen Land unschlagbar, die Titel über 800 und 1.500 Meter scheinen im wahrsten Sinne des Wortes nur eine Frage der Zeit.

Finswimming-Weltcup 2011 in Leipzig

Trainer Dirk Franke, der neben Lützkendorf unter anderem mit Sandra Pilz und Michael Beer weitere Titelfavoriten ins Rennen schickt, hofft bei den Titelkämpfen auch auf zahlreiche starke internationale Starter. „Wir wollen bei diesen Internationalen Deutschen Meisterschaften einige Farbtupfer setzen, sowohl für die Zuschauer als auch für die Athleten. Holland, Polen und Tschechien haben bereits zugesagt, wir hoffen noch auf Finnland und ein paar starke Italiener“, erklärt Sachsens Trainer des Jahres 2009, der sich bereits auf das nächste Finswimming-Großereignis in Leipzig freut: „Im Mai 2011 haben wir in Leipzig einen Finswimming-Weltcup. Das wird ein absolutes Highlight. Da wird die gesamte Weltelite hier zu Gast sein.“

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