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LOK: Vom Ballast befreit wartet in Aue die nächste hochanspruchsvolle Aufgabe

Was war das für eine Erleichterung, die da über die Woche hinweg das Trainingsgelände am Bruno-Plache-Stadion umwehte. „Ohne Zweifel, man hat in jeder Einheit gespürt, welch großer Ballast da von uns gefallen ist“, gab Mittelfeldspieler Alexander Kunert Einblick ins wieder etwas beruhigtere Innenleben der Oberliga-Mannschaft des 1. FC Lok. Doch bei aller berechtigt nachwirkender Freude über den vor Wochenfrist erreichten ersten Saisonsieg gegen Luckenwalde – die nächsten hochanspruchsvollen Aufgaben warten bereits auf die Blau-Gelben. Die unmittelbarste stellt sich am kommenden Sonntag, 31.10.2010, wenn der FC Erzgebirge Aue II die Leipziger um 13.30 Uhr im Erzgebirgsstadion empfängt. „Die stehen nicht umsonst da oben“, unterstreicht Kunert. Um genau zu sein auf Oberliga-Rang vier. „Sie haben eine technisch starke Mannschaft mit vielen guten Individualisten.“ Cheftrainer Achim Steffens ergänzt treffend: „Sie wollen und können Fußball spielen.“ Aue II: Technisch stark und mit zu erwartender Unterstützung aus der 2. Bundesliga Alles andere als einfach gestaltet sich zudem die ganze Herausforderung, da „einiges von oben herunterkommen kann.“ Was Alexander Kunert damit meint, ist klar. Bereits heute Abend absolviert das Zweitliga-Team des FCE in Fürth sein dieswöchiges Punktspiel. Folgerichtig bestehen für Nachwuchs-Coach Thomas Matheja zwei Tage später einige personelle Möglichkeiten aus der zweiten Reihe der ‚Veilchen‘-Profis zur Verstärkung. Das kann Mittelfeldspieler wie Manuel Hiemer und Jörn Wemmer betreffen oder auch brandgefährliche Angreifer vom Schlage eines Alban Ramaj, Robert Strauß und Patrick Sonntag. Das wirkungsvollste Gegenmittel für einen derart kombinationssicheren Kontrahenten kennt Achim Steffens. „Zweikämpfe suchen, annehmen und gewinnen, damit ihr Rhythmus nachhaltig gestört werden kann“, hofft der 60-Jährige. Die letzte Niederlage der Auer datiert von Mitte September. In der Zwischenzeit stürzten sie unter anderem durch ihren 1:0-Sieg an der Müllerwiese den Spitzenreiter Bautzen vom Thron, gewannen dank eines Ramaj-Doppelpacks das brisante Derby gegen den FSV Zwickau und kassierten zuletzt erst vier Minuten vor Schluss den 1:1-Ausgleich in Halberstadt. Sieben Punkte – allesamt gegen ambitionierte Spitzenteams eingeheimst. Wechselhafte Nachrichten aus dem Lok-Lazarett Wechselhaften Nachrichten aus dem Lazarett musste Loks Cheftrainer Steffens dieser Tage zur Kenntnis nehmen. Bei den zuletzt verletzten oder angeschlagenen Spielern Sebastian Seifert, Benedikt Seipel, Marcus Brodkorb, Markus Krug, Thorsten Görke und Alexander Kunert sieht es gut zwei Tage vor dem Anpfiff allesamt nach Rückkehr auf den Platz oder wenigstens in den Kader aus. „Ich bin endlich richtig schmerzfrei. Ich hoffe und denke, auf der Bank sitzen zu können. Wenn es sogar für ein paar Minuten reichen würde, wäre das phänomenal“, vermeldete beispielsweise der 26-jährige Kunert nach insgesamt elfwöchiger Leidenszeit in Folge eines Muskelrisses im Oberschenkel. Endgültige Gewissheit in der Kaderfrage bringt jedoch erst das morgige Abschlusstraining. Auf jeden Fall ausfallen werden weiterhin Sebastian Kieback (Reha nach Beinbruch), Paul Stöbe (Bänderriss im Sprunggelenk), René Heusel (Schultereckgelenks-Stauchung) und auch Albrecht Brumme (Leistenprobleme). Dennoch. Die Blau-Gelben setzen auch beim so schweren Auswärtsspiel in Aue alles daran, „dieses kleine Erfolgserlebnis Luckenwalde mitzunehmen“, erstrebt Alexander Kunert, „es – wenn möglich – auch auszubauen, um uns weiter Schritt für Schritt von unten zu befreien.“ Hinweis an alle Zugfahrer: Den mitreisenden Lok-Fans wird bei An- und Abfahrt ein direkter Schuttleservice zwischen Auer Bahnhof und dem Erzgebirgsstadion zur Verfügung gestellt.

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