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Lok Leipzig: Aufbruchstimmung trotz Abstieg

Trotz des kaum noch zu vermeidenden Abstiegs in die Oberliga herrscht beim 1. FC Lok Leipzig derzeit eine echte Aufbruchstimmung. Das wurde auch bei der Mitgliederversammlung deutlich. „Wir haben in den letzten Monaten einiges erreicht. Diesen Weg wollen wir in den nächsten Jahren weitergehen“, freute sich Lok-Präsident Heiko Spauke, der von den 194 anwesenden Mitglieder mit seinen vier Präsidiumskollegen Jens Kesseler, Martin Mieth, René Gruschka und Bernd Lang mit überwältigender Mehrheit für drei weitere Jahre im Amt bestätigt wurde: „Wir haben in den letzten Monaten deutlich gesehen, dass Lok wieder attraktiver wird. Das hat man auch bei den Zuschauerzahlen in der Rückrunde gespürt.“ Auch finanziell sei man angesichts eines Gewinns von 266.000 Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr auf einem guten Weg. Die finanzielle Krise sei damit allerdings noch nicht überwunden, aber man habe sie zumindest im Griff. Zum Jahresende 2013 betrugen die Verbindlichkeiten noch 510.000 Euro.

Dass die TSG Neustrelitz in der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga gegen den FSV Mainz 05 II mit 0:2 und 1:3 verlor und damit Lok endgültig in die Oberliga schickte, tut der aktuell guten Stimmung nur wenig Abbruch. „Der Abstieg trifft uns ja nicht unvorbereitet. Wir konnten uns lange genug damit beschäftigen“, erklärte Heiko Spauke. Fest steht bereits seit einigen Tagen, dass der Trainer auch in der Oberliga Heiko Scholz heißt. Der Coach, der das Team im Oktober in aussichtsloser Position übernommen hatte und in der Rückrunde zu einer starken Einheit zusammengeführt hatte, hat seinen auslaufenden Vertrag um zwei Jahre verlängert. „Ich habe Großes vor hier in Leipzig, will weiterhin etwas aufbauen“, erklärt Heiko Scholz: „Die letzten Wochen haben mir noch einmal vor Augen geführt, was hier möglich ist. Die Euphorie, die wir in den letzten Monaten alle gemeinsam wieder entfacht haben, war gigantisch. Über 3.000 Menschen, die einen abstiegsbedrohten Viertligisten zum letzten Auswärtsspiel begleiten – das zeigt, welches Potential hier schlummert und was beim 1. FC Lok in Zukunft möglich sein kann.“ Dabei ist sich Heiko Scholz bewusst, dass die unmittelbare Zukunft auch in der fünftklassigen Oberliga liegen kann: „Wenn es so kommt, werden wir es annehmen. Manchmal muss man auch einen Schritt zurück machen, um dann wieder zwei vorwärts gehen zu können.“

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