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1.FC LOK: Hellwach sein, um den ersten Heimsieg sichern zu können

Es ist soweit. Am morgigen Freitag, 27.08.2010, bestreitet Oberligist 1. FC Lok um 19 Uhr sein erstes Heimspiel der neuen Saison im Bruno-Plache-Stadion und wird dabei auf den 1. FC Magdeburg II treffen. Nach dem äußerst vielversprechenden 2:2-Punktgewinn beim derzeitigen Klassenprimus VfB Auerbach sind die Probstheidaer Hoffnungen auf den ersten Dreier im zweiten Spiel dementsprechend hoch. Doch Cheftrainer Achim Steffens schiebt etwaigen Höhenflugs-Gedanken sogleich den Riegel vor: „Wir haben einen Punkt mehr als der Gegner und wie wir den erspielt haben, war okay, aber mehr gibt es im Moment nicht. Es besteht kein Grund zu verfrühter Euphorie“, erinnert der 60-Jährige an den gesunden Realismus vor dem Gastspiel der FCM-Reserve. Und überhaupt verlief die Woche nicht ganz sorgenfrei. Allein drei Stammspieler mussten die vergangenen Tage widerwillig auf die Trainingsbelastungen verzichten. Kapitän Thorsten Görke schlägt sich derzeit mit Rückenproblemen herum, Torschütze Benjamin Fraunholz setzte ein grippaler Infekt aus dem Gefecht und Mittelfeldspieler Reimund Linkert musste aufgrund eines Schlages auf die Wade in Auerbach kürzer treten. Nun sitzt Görke am Freitag sowieso eine Gelb-Rot-Sperre ab, jedoch bleiben auch Fraunholz und Linkert noch Wackelkandidaten, was die Aufgabe nicht unbedingt einfacher macht.

Görke ist gesperrt, Fraunholz und Linkert wackeln

Trotz des Fehlstarts durch zwei Niederlagen aus den ersten beiden Spielen (1:3 gegen Bautzen, 0:2 gegen Halberstadt) werden die Magdeburger um Trainer Wolfgang Sandhowe zuversichtlich nach Leipzig reisen – zumal die Rahmenbedingungen beiderseits zusätzlich Vorfreude hervorrufen. „Schon allein das Spiel unter Flutlicht ist absolutes Neuland und ein großer Anreiz für die Jungs. Wir freuen uns unheimlich auf das Spiel“, meint Sandhowe und fügt mit Blick auf das sportliche Geschehen hinzu: „Fakt ist, dass wir der klare Außenseiter sind. Dennoch sind wir natürlich sehr erpicht darauf, uns endlich für das zu belohnen, was wir ansatzweise in den ersten zwei Partien geboten haben. Wenn am Ende ein Punkt dabei herausspringt, wäre das sehr zufriedenstellend.“ Der aktuell letzte Tabellenplatz ist zu diesem Saisonzeitpunkt Schall und Rauch. Achim Steffens weiß, was für eine schwere Prüfung seinem Team bevorsteht: „Wir müssen hellwach sein! Sie haben eine vielbeinige Abwehr, da musst du erstmal durchkommen und vor den Kontern gefeit sein.“ Bis auf den verletzten Florian Purrucker kann Wolfgang Sandhowe auf den kompletten Kader zurückgreifen – möglicherweise auch auf Unterstützung aus der ersten Mannschaft.

Steffens: „Weiter neugierige Fans ins Stadion locken und ihrer Gunst nach oben klettern“

Fest steht: Vorsicht ist für den 1. FC Lok allemal geboten, genauso wie das zuletzt in Auerbach erreichte Selbstvertrauen in die Waagschale geworfen werden muss. „Wir haben Dinge gemacht, die ich immer sehen will – im Kollektiv gearbeitet, gekämpft bis zum Umfallen, Leidenschaft und Hilfsbereitschaft füreinander gezeigt und eine tolle Atmosphäre innerhalb des Teams an den Tag gelegt. Nur so wird es auch gegen Magdeburg funktionieren“, hebt Achim Steffens hervor. Denn das klare Ziel bleibt, „den ersten Heimsieg einzufahren, weiter die neugierigen Fans ins Stadion zu holen und in ihrer Gunst Stück für Stück nach oben zu klettern.“ Der Grundstein wurde in Auerbach gelegt, darauf muss nun aufgebaut werden.

Wichtiger Hinweis bezüglich der Anreise mit dem PKW ins Bruno-Plache-Stadion! Aufgrund von großräumigen Bauarbeiten ist die Prager Straße stadtauswärts lediglich einspurig befahrbar, weswegen es zu Verkehrsbehinderungen kommen kann. Ebenfalls ist es von der Prager Straße aus nicht möglich, in die Connewitzer Straße (Bruno-Plache-Stadion) abzubiegen. Der 1. FC Lok empfiehlt daher zur Entlastung eine Anreise über die Zwickauer Straße bzw. den Stadteil Lösnig.

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