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Lok Leipzig: Verein und Fans kämpfen gegen Extremismus und Intoleranz

Wenige Tage vor dem Start des Regionalligateams ins Punktspieljahr 2014 am Sonntag, 16. Februar, 14 Uhr, im Bruno-Plache-Stadion gegen Hertha BSC II, hat der 1. FC Lok Leipzig den Ehrenkodex für die Fans sowie eine neue Stadionordnung erarbeitet und beschlossen. Über drei Monate saßen Verein und engagierte Anhänger zusammen und diskutierten über allgemeingültige Spielregeln, welche vor allem zur Selbstregulierung innerhalb der Fanszene beitragen sollen. Präsident Heiko Spauke zeigte sich mehr als zufrieden mit den Ergebnissen der Ausarbeitung: „Wir wollen damit nochmals allen zeigen, dass Gewalt und menschenverachtende Weltanschauungen nichts beim 1. FC Lok verloren haben.“ Ebenso zufrieden zeigte sich Präsidiumsmitglied Martin Mieth: „Die beschlossene Stadionordnung ist nun aktualisiert und auch ausführlicher. Wenn es nötig ist, wird sie natürlich weiter ergänzt. Ein zusätzlicher Anhang zur Stadionordnung soll einen beispielhaften Überblick über verbotene Kleidung, Symbole und Zahlencodes geben. Dieser wird ebenso fortlaufend angepasst.“ Aufsichtsratsvorsitzender Olaf Winkler erklärte zudem: „Die Werte, die in unserem Verein seit Jahren wie selbstverständlich gelebt werden, sind nun in neuer und aktueller Form niedergeschrieben. Damit bin ich natürlich zufrieden.“ Bislang waren einige Passagen der Stadionordnung eher  allgemein gehalten, hier wurden nun einige Änderungen vorgenommen. Eine Liste führt Kleidungsmarken sowie Kleidung mit Zahlencodes und Bandnamen, deren Tragen im Geltungsbereich der Stadionordnung nicht gestattet ist, auf. Darunter auch Thor Steinar. Diese Liste wird je nach Kenntnislage angepasst und erweitert.

Auszug aus der Präambel der Stadionordnung: „ [Es] werden keine Äußerungen und Handlungen sowie das Tragen und zur Schau stellen von Inhalten und Symbolen im Rahmen aller Veranstaltungen im Bruno- Plache-Stadion geduldet, die Dritte aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung sowie ihres Geschlechts diffamieren.“ Auch der Ehrenkodex für die Fans spricht in seinen Eckpunkten eine klare Sprache: „Blau und Gelb sind unsere Farben!“, „Respektvoller Umgang miteinander“, „Rassismus ist kein Fangesang“, „Gewaltfreiheit im und vor dem Stadion“, „Emotionen tolerieren“. Der Ehrenkodex der Fans und die neue Stadionordnung sind am 10. Februar 2014 in Kraft getreten.

 

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