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LVB-Handballer geben Spiel in der letzten Minute aus der Hand

Die Handballer der SG LVB sind mit einer unglücklichen 28:29-Niederlage gegen den direkten Tabellennachbarn HSG Konstanz in die Regionalliga-Rückrunde gestartet. Zwischenzeitlich führten die Hausherren jedoch mit bis zu vier Toren (24:20). „Wir hatten Mitte der zweiten Halbzeit mehrmals die Chance, den Sack zuzumachen. Umso mehr tut diese Niederlage natürlich weh“, so LVB-Coach Jens Große.

Die Gäste vom Bodensee starteten furios und gingen mit 0:5 in Führung. Doch schnell wachten die Leipziger aus ihrem Winterschlaf auf und konnten durch schnelle Konter und einem starken Frank Herrmann im Tor zum 9:9 ausgleichen. Max Berthold führte auf der Spielmacherposition gekonnt Regie und brachte versteckte Hüft- und  Schlagwürfe im gegnerischen Kasten unter, sodass LVB zum Halbzeitpfiff mit 18:17 in Front lag.

LVB-Trainer Jens Große schien in der Spielpause mächtig zum Angriff geblasen haben, denn die Hausherren bauten ihren Vorsprung kontinuierlich auf 24:20 aus. Doch nun eine Schrecksekunde: Der wieder genesene Daniel Kunz musste nach einer fragwürdigen Entscheidung mit Rot vom Feld. „Die Schiedsrichter haben uns heute sicher nicht verpfiffen, aber manche kritische Entscheidungen waren klar gegen uns“, resümierte Große.

Die rote Karte schien die erbleibenden Leipziger zu lähmen, denn der zuvor starke Angriff strahlte keine Torgefahr mehr aus. „Das war einfach zu statisch. Dazu kam, dass anscheinend keiner der Spieler mehr den Mut hatte, ordentlich aufs Tor zu werfen“, so LVB-Manager Jens-Dirk Schöne. Mehrere Heber und Würfe unter starker Behinderung verfehlten das Ziel oder konnten vom erfahrenen 42-jährigen Daniel Apostu im Konstanzer Tor abgewehrt werden – somit zogen die Gäste kurz vor Schluss mit 28:28 gleich.

In der letzten Minute schien der Handballgott nicht auf Seiten der LVB-Handballer zu sein: Richard Wagner schoss von Linksaußen an den Innenpfosten, der Ball sprang zurück ins Feld in Konstanzer Hände. Die Württemberger ließen es sich nicht nehmen, das Spielgerät 30 Sekunden vor Ende im Kasten des Leipzigers Frank Herrmann unterzubringen. LVB-Coach Jens Große nahm sofort eine Auszeit, beorderte Kapitän Marco Steinbeck als zusätzlichen Feldspieler anstelle des Hüters aufs Feld. Diese Maßnahme war leider vergebens, denn der sonst so souveräne Max Berthold setzte den Ball in der letzten Sekunde knapp neben den rechten Torpfosten und stürzte so die rund 400 mit fiebernden Zuschauer in pures Entsetzen.

LVB (Tore/davon 7m):

Herrmann (TH), Claus (TH, n.e.); Eulitz 2, Grießbach 4, Steinbeck 1, Kostulski, Wagner 3, Berthold 7, Kunz 2, Trodler 6, Lorenz-Tietz 3/1, Höhne, Ziemann, Bödemann (alle nicht eingesetzt)

Martin Glass (Verantwortlicher Öffentlichkeitsarbeit)

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