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LVB-Manager Schöne im Interview: Kein Zweifel am Trainerteam

Die Handballer der SG LVB stehen nach zuletzt drei Niederlagen mit 4:10 Zählern auf dem vorletzten Rang der Regionalliga und damit mit dem Rücken zur Wand. Dies soll sich am Sonntag im wichtigen Heimspiel gegen den punktgleichen TSV Deizisau ändern. Der Siegeswille ist auch in der Handball-Führungsetage ungebrochen: LVB-Manager Jens-Dirk Schöne stellt sich im Interview hinter Mannschaft und Trainerteam und fordert die Fans auf, das Team in dieser schwierigen Phase besonders zu unterstützen.

Die Regionalliga-Handballer stehen auf einem Abstiegsplatz – was ist deiner Meinung nach der Grund dafür?

Uns fehlt einfach die spielerische Lockerheit, denn wirklich chancenlos waren wir eigentlich nur gegen Haslach-Herrenberg-Kuppingen und in Friedberg. Die Leistungen in Leutershausen und Pirna sowie gegen Oftersheim/Schwetzingen waren absolut in Ordnung. Die große Enttäuschung war sicher das letzte Heimspiel gegen Balingen/Weilstetten. Dort unterliefen uns so viele individuelle Fehler wie schon lange nicht mehr. Es gelingt uns momentan nicht, in spielentscheidenden kritischen Situationen Ruhe zu bewahren und konsequent das eigene Konzept durchzuspielen. In der Oberliga gingen zehn schlechte Minuten mit 3:5 Toren gegen uns aus, in der Regionalliga, so gesehen in Pirna, wird das mit 0:10 Treffern bestraft.

Gibt es Zweifel an einzelnen Spielern, der Mannschaft und am Trainerteam? Wer muss sich steigern, wer überrascht bisher?

Bisher spielt kein Spieler eine überragende Saison. Es ist aber auch nicht so, dass wir mit einzelnen Spielern extrem unzufrieden sind. Jeder hat seine gute Szenen, jeder seine schlechten. Es fällt aber auch auf, dass eigentlich bisher immer alle gut oder alle weniger gut waren. Ausnahmen wie Sebastian Lorentz-Tietz gegen Haslach oder Danny Trodler in Leutershausen bestätigen eher diese Regel. Am Trainerteam, da schließe ich Physiotherapeut Uwe Scheibner mit ein, gibt es keine Zweifel. Sie organisieren pro Woche fünf gute Trainingszeiten, sind an jedem Wochenende natürlich mit der Mannschaft unterwegs, schauen sich Woche für Woche extrem viele DVDs der Gegner an und haben „nebenbei“ alle noch einen Job und eine Familie. Die Trainerfrage stellt sich also überhaupt nicht.

Das Saisonziel ist ganz klar Platz zehn oder besser. Im Moment rangiert man jedoch fünf Ränge tiefer. Was muss getan werden um wieder zu Erfolg zu kommen?

Wir werden im Training in den nächsten Wochen noch mehr Augenmerk auf konkrete Spielsituationen legen. Spielzüge, die im Training nicht klappen, funktionieren im Punktspiel schon gar nicht. Natürlich muss auch die Abwehr stabiler werden. Desweiteren würden wir uns freuen, wenn unser Publikum gerade in kritischen Situationen noch lauter unsere Mannschaft unterstützt. Bringt alle eure Nachbarn, Kollegen und Freunde mit – denn somit wird die Mannschaft am Besten gepusht!

Martin Glass (Verantwortlicher Öffentlichkeitsarbeit)

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