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MFBC Löwen:Nervenflattern beschert erste Niederlage in der 1.Bundesliga der Herren

Sonntag wartet der Wiederaufsteiger aus Chemnitz (JT) Nach einem grandiosen ersten Drittel verschenkten am vergangenen Sonntag die MFBC Löwen Leipzig einen möglichen Sieg gegen den Serienmeister des UHC Sparkasse Weißenfels. Vor 200 Zuschauern lieferten sich die ewigen Rivalen wieder eine haarsträubende Partie, die am Ende erneut den gleichen Sieger zum Vorschein brachte. Aufgrund von überraschenden Ergebnissen der sonstigen Ligakonkurrenz – der SC DHfK Leipzig unterliegt den Wiederaufsteigern aus Chemnitz mit 3:4, die Red Devils Wernigerode patzen mit 6:7 gegen die SG BAT Berlin und Aufsteiger SSF Bonn besiegt den ETV Hamburg in der Verlängerung mit 4:3 – rangieren die Löwen nun vorerst auf Platz 3. Am Sonntag, den 10.10.2010, heißt es auswärts um 15.00 Uhr gegen die Floor Fighters Chemnitz möglichst wieder Punkte gut zu machen.

Es berichtet Tim Hoidis:
„Und halbjährlich grüßt das Murmeltier“ könnte man angesichts der jüngsten Niederlage der Löwen gegen den Serienmeister gewillt sein zu sagen. Denn ihrem alten Verhaltensmuster gegen die Saalestädter treu bleibend, begannen die MFBC Löwen Leipzig hochmotiviert und -konzentriert. Es dauerte keine 10 Minuten bevor ein Schuss von Tim Hoidis im Weißenfelser Gehäuse einschlug. Der Jubel sollte ein weiteres Mal anschwellen, als Gunnar Pause mit seinem ersten Saisontreffer nach Vorarbeit von Aapo Kärki auf 2:0 erhöhte. Doch so sicher wie das Amen in der Kirche sind gegen die Banker leider auch unnötige Fehler und zuweilen Totalausfälle im Leipziger Defensivspiel, was zum 2:1- Anschlusstreffer vor der Drittelpause führte.

Vorerst sollte dieser Rückschlag dem Offensivdrang und der Ordnung im Löwen-Spiel aber keinen Abbruch tun. In einem souveränen Überzahlspiel erhöhte Kapitän Mattias Persson nach Pass von Olli Jokiranta gar auf 3:1. Nur elf Sekunden später erhielten die Leipziger jedoch den ersten Nackenschlag in Form des 3:2-Anschlusstores. Sichtlich verwirrt fing man sich in der Folge unter anderem aus Kontern resultierende Gegentore im Drei-Minuten-Takt. Völlig unnötig wurde die zuvor gehaltene Ordnung aufgegeben und liefen die Löwen ins offene Messer. Doch alles Schimpfen und Meckern half nichts, so dass man mit einem 3:5-Rückstand in die Kabine musste und sich für einen packenden Kampf in den letzten 20 Minuten wappnete.

Doch das frühe 3:6 und zahlreiche Undiszipliniertheiten ließen die Leipziger nicht noch einmal ins Spiel zurück kommen und somit musste man sich verdienter Maßen dem Serienmeister aus Weißenfels abermals geschlagen geben. Das wohl wichtigste Fazit aus der Niederlage zog der Leipziger Trainer Makin, der nicht länger tatenlos mit ansehen will, wie sich die Löwen ein ums andere Mal durch Schiedsrichter-Diskussionen um die Früchte ihrer Arbeit bringen: „Ein sehr gutes erstes Drittel reicht nicht, um den UHC Weißenfels letztendlich zu schlagen. Wir haben im Mitteldrittel immer mehr den Focus auf das Spiel verloren und uns auf Begleitumstände und andere Dinge gerichtet. Wir haben es uns unnötig schwer gemacht. Dennoch haben die jungen und neuen Spieler wiederum gezeigt, dass sie auf einem guten Weg sind. Mit entsprechenden Änderungen werden wir in den kommenden Partien noch einen Zahn zulegen. Das stimmt mich auch für die weiteren Spiele gegen Weißenfels optimistisch.“. Vielleicht – so hoffen die Anhänger des MFBC – kann man dann das „alte Murmeltier“ ein für alle Mal begraben.
Doch zunächst gilt es sich dem Wiederaufsteiger der Floor Fighters Chemnitz am kommenden Sonntag zu stellen, die aufgrund ihres finnischen Neuzugangs sowie ihrer Spieleuphorie in der 1. Liga nicht zu unterschätzen sind.

Patrick Schmidt, Marco Sachweh, Tim Hoidis (1/0), Matthias Böthgen, Torsten Harnisch, Peter Dietel, Lukas Schönnagel, Christian Fritsche, Aapo Kärki (0/1), Johann Wiederanders, Philip Schramm, Stefan Marklowsky, Wenzel Flemmig, Olli Jokiranta (0/1), André Mühle, Paul Mundus, Christian Faber, Mattias Persson (1/0), Gunnar Pause (1/0)

Foto-www.johannes-waschke.de

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