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Mit Nordic Walking zur guten Figur

 Erst belächelt, jetzt groß im Kommen: laufen was das Zeug hält. Nicht rennen, aber flott und zügig. Mit Stock oder ohne. In der Gruppe oder allein. In jungendlichem Alter oder mit 50+. Spaß macht, was gefällt. Lass die anderen doch feixen. Erst mal nachmachen…

Richtig so, denn jeder muss die beste Sportart für sich finden und wichtig ist, dass man sich überhaupt die Mühe macht, danach zu suchen.
Gesucht und gefunden haben sich beim Walking der Drang zur Bewegung an frischer Luft, die Möglichkeit, es überall tun zu können und der Wunsch, es ja nicht übertreiben zu müssen bzw. den Körper nicht zu sehr zu strapazieren. Die Idee ist nicht neu, aber die realistische Chance, dies tun zu können, schon.
Die Anfänge dieser Sportart liegen bereits in den 30er Jahren. Schon damals trainierten Langläufer diesen Stockgang oder Stocklauf , wie man ihn nannte. Ein schnelles Gehen, um die Kondition zu verbessern. In den 80ern kamen – wer auch sonst – die Amis auf die Idee, diese Lauf- bzw. Gangart zu Effektivieren und als Pole Walking bzw. Exerstriding zu bezeichnen. Etablieren konnte sie sich indes damals noch nicht und so dauerte es noch einmal 17 Jahre, bis diese Sportart in Finnland wieder „neu entdeckt“ wurde. Marko Kantaneva stellte diese gelenkschonende und ausdauernde Bewegungsform im Rahmen seiner Diplomarbeit vor: „In den Jahren 1994-1997 habe ich während meines Studiums sowie während meiner gleichzeitigen Tätigkeit beim Finnischen Sportinstitut selbst eine ganze Reihe von Nordic Walking-Übungen ausgearbeitet und in meiner Diplomarbeit behandelt. Obwohl es als Sportart damals noch überhaupt nicht existierte!“ Noch im gleichen Jahr wurden im Norden des Landes die ersten Trainer ausgebildet. Unter ihnen auch Deutsche.
 „Walken“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „gehen“. Unter den Leistungssportlern in der Leichtathletik, speziell bei den Gehern, wird mit Walking eine eher freizeitorientierte Variante dieser Sportart beschrieben. Denn um ein bloßes Laufen im Sinne von Spazieren gehen oder Wandern handelt es beim Walken mit Sicherheit nicht. Hier ist schon allein die Geschwindigkeit viel höher und die Technik eine andere. Der aktive Armschwung ist das charakteristischste Merkmal der Walker. Eine moderne Variante davon, die sich immer mehr auch in unseren Gefilden durchsetzt, ist das Nordic Walking, bei dem der Einsatz von Stöcken – ähnlich dem Skilanglauf – die Effektivität und den Einsatz der verschiedensten Muskelgruppen beim Gehen unterstützt. Die Stöcke bewirken ein Ganzkörpertraining, bei dem zusätzlich die Oberkörpermuskulatur beansprucht wird. Gaaanz wichtig – wie immer im Leben: die richtige Technik macht’s! Der rechte Stock hat immer dann Bodenberührung, wenn die linke Ferse aufsetzt. Umgekehrt der linke Stock bei rechter Ferse. Dabei die Stöcke stets schräg nach hinten aufsetzen und nah am Körper führen. Sie sollen dabei immer unterhalb des Körperschwerpunktes, also in der Schrittstellung auf der vertikalen Körperachse, aufkommen.
Noch Fragen? Am besten, mal bei einem Nordic Walking-Kurs mitmachen, dabei bleiben oder sich die richtige Technik für dem privaten Sologebrauch abgucken. Egal, was die Nachbarn hinter der Gardine tuscheln. Hauptsache, es macht Spaß und hält fit und gesund! mf

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